Blog

Einblicke in den Betrieb am Arbeitsplatz

Praktische Guides für alle, die moderne Büros managen. Von Flächenoptimierung über Automatisierung bis hin zu hybridem Arbeiten.

Workplace-Wissen direkt in dein Postfach

Monatliche Guides zu hybridem Arbeiten, Flächenoptimierung und Workplace Automation. Direkt in dein Postfach.

Hoppla! Beim Absenden des Formulars ist etwas schief gelaufen.
Arbeitssicherheit im Büro: Gesetzliche Pflichten, Ergonomie und Prävention
Büro Einblicke

Arbeitssicherheit im Büro: Gesetzliche Pflichten, Ergonomie und Prävention

Arbeitssicherheit im Büro dient der Gesunderhaltung der Mitarbeiter und der rechtlichen Absicherung des Arbeitgebers. In modernen Hybrid-Büros stellt die Sicherheit aber neue Anforderungen an die Organisation von Desk Sharing und mobilem Arbeiten.

Arbeitssicherheit im Büro: Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtlicher Rahmen der Arbeitssicherheit im Büro: Basis sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die DGUV Information 215-410.
  • Gefährdungsbeurteilung im Büro: Der Arbeitgeber muss für jeden Arbeitsplatz die Risiken (physisch und psychisch) ermitteln und dokumentieren.
  • Ergonomie: Tische, Stühle und Monitore müssen anpassbar sein, um Skelett- und Muskelerkrankungen vorzubeugen.
  • Personal: Je nach Betriebsgröße sind Sicherheitsbeauftragte, Ersthelfer und Brandschutzhelfer in vorgeschriebener Anzahl zu benennen.
  • Sicherheitsunterweisungen: Mindestens einmal jährlich müssen alle Mitarbeiter über die Gefahren und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz belehrt werden.

Welche gesetzlichen Vorschriften gelten für die Arbeitssicherheit im Büro?

Die Arbeitssicherheit im Büro wird maßgeblich durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) geregelt, welche durch die DGUV Information 215-410 konkretisiert werden.

Diese Vorschriften verpflichten Arbeitgeber dazu, Gefährdungen systematisch zu beurteilen, technische Standards für Bildschirmarbeitsplätze einzuhalten und durch regelmäßige Unterweisungen sowie die Bereitstellung von Ersthelfern die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Es bildet das Fundament und verpflichtet den Arbeitgeber in § 5 dazu, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Ziel ist es, die Arbeit so zu gestalten, dass Gefährdungen für das Leben sowie die physische und psychische Gesundheit vermieden werden.
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Sie definiert Mindestanforderungen für den Betrieb von Arbeitsstätten. Dies umfasst Aspekte wie Raumtemperatur, Belüftung, Beleuchtung sowie die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen.
  • DGUV Information 215-410 (ehemals BGI 650): Dieser Leitfaden der Berufsgenossenschaften ist der wichtigste Praxisstandard für Büros. Er enthält detaillierte Vorgaben zur Ergonomie, zu Stellflächen und zur sicherheitstechnischen Gestaltung von Arbeitsmitteln.
  • Bildschirmarbeitsverordnung (jetzt Teil der ArbStättV): Sie stellt spezifische Anforderungen an die Beschaffenheit von Monitoren, Tastaturen und die Software-Ergonomie, um Fehlbelastungen der Augen und des Bewegungsapparats vorzubeugen.

Verantwortung und Umsetzung der Arbeitssicherheit im Büro

Verantwortlich für die Einhaltung und Umsetzung aller Maßnahmen ist allein der Arbeitgeber. Zur Unterstützung ist er ab dem ersten Mitarbeiter verpflichtet, eine sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung (nach ASIG und DGUV Vorschrift 2) nachzuweisen.

Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) und Betriebsärzte sind beratend tätig, aber wie das Freihalten von Verkehrswegen oder die korrekte Einstellung der Büromöbel erfolgt, liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Führungskräfte oder des Office Managements.

Wie wird eine Gefährdungsbeurteilung für Büroarbeitsplätze erstellt?

Die Gefährdungsbeurteilung ist das verlangte Mittel, um Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, diese Beurteilung für alle Arbeitsplätze durchzuführen, zu dokumentieren und regelmäßig zu aktualisieren.

  1. Arbeitsbereiche festlegen: Einteilung des Büros in sinnvolle Einheiten, zum Beispiel Einzelbüros, Open Space, Besprechungsräume.
  2. Gefährdungen ermitteln: Erfassung aller physischen und psychischen Belastungen.
  3. Gefährdungen beurteilen: Bewertung des Risikos (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere eines möglichen Schadens).
  4. Schutzmaßnahmen festlegen: Auswahl geeigneter Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip (Technisch vor Organisatorisch vor Personell).
  5. Maßnahmen umsetzen: Realisierung der geplanten Verbesserungen.
  6. Wirksamkeit prüfen: Kontrolle, ob die Maßnahmen das Risiko tatsächlich gesenkt haben.
  7. Dokumentieren und fortschreiben: Rechtssichere Dokumentation der Ergebnisse und Anpassung bei Veränderungen (z. B. neue Büromöbel oder Software).

Berücksichtigung psychischer Belastungen im Büro

Seit 2013 schreibt das Arbeitsschutzgesetz explizit vor, dass auch die psychische Gefährdungsbeurteilung Teil des Prozesses sein muss. Im Büro stehen hier Faktoren wie Arbeitsverdichtung, ständige Erreichbarkeit, fehlende Erholungsphasen oder unzureichende Arbeitsorganisation im Mittelpunkt der Betrachtung. Ziel ist die Prävention von stressbedingten Erkrankungen und Burnout.

Besonderheit: Gefährdungsbeurteilung bei hybrider Arbeit (Büro/Homeoffice)

Durch den Wechsel zwischen Büro und Homeoffice muss die Beurteilung über die Zeit im Büro hinausgehen. Der Arbeitgeber muss auch Gefährdungen für das Arbeiten zuhause und von unterwegs betrachten. Da er im privaten Raum seiner Mitarbeiter kein direktes Kontrollrecht hat, erfolgt dies über Selbstauskunftsbögen und Unterweisungen zur ergonomischen Gestaltung des Heimarbeitsplatzes.

Welche ergonomischen Anforderungen müssen Büroarbeitsplätze erfüllen?

Die Ergonomie am Arbeitsplatz zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen an die körperlichen Eigenschaften des Menschen anzupassen. Übergeordnet sollen Fehlbelastungen und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats vorgebeugt werden.

Die DGUV Information 215-410 sowie die Normen DIN EN 527-1 (Schreibtische) und DIN EN 1335 (Bürostühle) definieren hierfür exakte Mindestanforderungen.

Der ergonomische Bürostuhl

Ein geeigneter Stuhl muss dynamisches Sitzen ermöglichen und individuell einstellbar sein:

  • Sitzhöhe: Die Oberschenkel sollten leicht abfallen, die Füße vollflächig auf dem Boden stehen (Winkel im Knie ca. 90° oder etwas mehr).
  • Rückenlehne: Sie muss eine Lordosenstütze besitzen, die die natürliche Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich unterstützt.
  • Dynamik: Die Lehne sollte beweglich sein (Synchronmechanik), um den Wechsel zwischen Vor- und Zurücklehnen zu fördern.

Der Arbeitstisch im Büro

Der Schreibtisch muss ausreichend Platz für die Arbeitsmittel sowie die richtige Arbeitshöhe bieten:

  • Maße: Die Standardfläche beträgt 160 x 80 cm. Eine Tiefe von mindestens 80 cm ist notwendig, um den Sehabstand zum Monitor einzuhalten.
  • Höhe: Bei festen Tischen liegt das Standardmaß bei 74 cm (± 2 cm). Ideal sind jedoch höhenverstellbare Sitz-Steh-Tische (Wechsel zwischen 65 cm und 125 cm), um die Herz-Kreislauf-Belastung zu senken.
  • Oberfläche: Sie muss reflexionsarm und matt sein, um Blendungen durch Lichtquellen zu vermeiden.

Monitor und Eingabegeräte für das Büro

Die Platzierung der Technik wirkt sich auf die Belastung von Nacken und Augen aus:

  • Sehabstand: Je nach Monitorgröße sollte dieser zwischen 50 cm und 70 cm liegen.
  • Blickwinkel: Die oberste Zeile auf dem Bildschirm sollte sich deutlich unterhalb der Augenhöhe befinden, sodass der Blick leicht nach unten geneigt ist.
  • Anordnung: Der Monitor muss frontal vor dem Nutzer stehen (keine verdrehte Körperhaltung). Tastatur und Maus sollten so platziert sein, dass die Unterarme entspannt auf dem Tisch aufliegen können.

Licht, Lärm und Klima im Büro

  • Beleuchtung: Für Büroarbeit ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux vorgeschrieben. Tageslicht ist zu bevorzugen, wobei Blendungen durch Jalousien vermieden werden müssen.
  • Lärm: Der Schalldruckpegel sollte bei überwiegend geistigen Tätigkeiten 55 dB(A) nicht überschreiten.
  • Raumklima: Die empfohlene Raumtemperatur liegt zwischen 20 °C und 22 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 % und 60 % betragen.

Wie viele Ersthelfer und Sicherheitsbeauftragte brauche ich für das Büro?

Die Anzahl der zu benennenden Personen im Arbeitsschutz ist gesetzlich festgeschrieben und richtet sich nach der Anzahl der im Betrieb anwesenden Versicherten gemäß DGUV Vorschrift 1.

  • Ersthelfer: In Büros mit bis zu 20 anwesenden Mitarbeitern muss ein Ersthelfer eingesetzt werden. Ab 21 Mitarbeitern müssen mindestens 5 % der Belegschaft als Ersthelfer ausgebildet sein.
  • Sicherheitsbeauftragte (SiBe): Ab einer Betriebsgröße von 20 Beschäftigten ist die Bestellung mindestens eines Sicherheitsbeauftragten verpflichtend. Er unterstützt den Arbeitgeber ehrenamtlich bei der Unfallverhütung.
  • Brandschutzhelfer: Hier gilt ebenfalls eine Quote von in der Regel 5 % der Beschäftigten. Hier findest du alle Details zur Ausbildung und Ausstattung für den Brandschutz im Büro.

Wichtig für die Planung: Der Arbeitgeber muss durch Urlaubs- und Krankheitsphasen sowie Hybrid-Work-Modelle sicherstellen, dass die erforderliche Anzahl an Helfern zu jeder Zeit physisch im Büro präsent ist.

Wie wird die Arbeitssicherheit im Büro bei Desk Sharing und Hybrid Work umgesetzt?

Die Einführung von Arbeitsmodellen wie Desk Sharing und Hybrid Work verändert die Anforderungen an den Arbeitsschutz grundlegend. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Schutzziele der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) auch bei täglichem Nutzerwechsel und im Homeoffice erreicht werden.

  • Ergonomie: Da jeder Mitarbeiter andere körperliche Voraussetzungen mitbringt, müssen geteilte Arbeitsplätze (Shared Desks) verschiedentlich nutzbar und einfach anpassbar sein.
  • Flächennutzung und Kapazitäten: In Open-Space-Konzepten besteht die Gefahr der Überbelegung, was die Lärmbelastung erhöht und Fluchtwegkonzepte untergraben kann.
  • Psychische Belastung: Die Ungewissheit, morgens keinen adäquaten Arbeitsplatz zu finden („Desk Hunting“), erzeugt zusätzlichen Stress und mindert die Konzentration.
  • Hygiene: Häufige Nutzerwechsel erfordern Hygieneregeln und angepasste Reinigungszyklen.

Wie hilft Buchungssoftware bei der Arbeitssicherheit und Gesundheit im Büro?

PULT ist unsere Software für Arbeitsplatz- und Raumbuchung sowie automatisierte Anwesenheitserkennung. Sie dient vielen Arbeitgebern als Plattform, um deren Fürsorgepflicht sicherzustellen. Die Software enthält Funktionen für Ergonomie, Notfallmanagement und Gesundheitsschutz:

  • Equipment-Filter: Beschäftigte können gezielt nach Plätzen mit höhenverstellbaren Tischen (Sitz-Steh-Tischen), ergonomischen Stühlen oder speziellen Monitoren suchen.
  • Feste Zuweisungen bei Bedarf: Für Mitarbeiter mit besonderen medizinischen bzw. körperlichen Anforderungen ermöglicht PULT die dauerhafte Reservierung fester Plätze als Ausnahme vom Desk Sharing.
  • Emergency Export: Per Knopfdruck generieren Administratoren eine Liste aller tatsächlich anwesenden Personen. Dank WLAN-Erkennung (PULT Presence) werden auch „No-Shows“ oder spontane Besucher präzise erfasst.
  • Kapazitätskontrolle: Die Software verhindert automatisch die Überbelegung von Zonen. So werden Brandschutzauflagen und Fluchtwegkapazitäten technisch mitgedacht.
  • AI Health & Safety Agent: Unser KI-Agent unterstützt dabei, Arbeitsschutzvorschriften in Aufgaben umzuwandeln und Compliance-Dokumente für Audits mit realen Präsenzdaten vorauszufüllen.
  • Lärm- und Akustikmanagement: Durch die klare Zonierung in Ruhe- und Teamzonen sowie die Buchbarkeit von Telefonboxen wird akustischer Stress reduziert.
  • Psychische Entlastung: Die Garantie eines fest reservierten Platzes eliminiert den Stress der morgendlichen Suche und sorgt für einen ruhigen Start in den Arbeitstag.
Tipp: Mehr zur automatischen Anwesenheitserkennung per WLAN erfährst du bei PULT Presence.

{{onpage-cta}}

Büro Einblicke

24 starke Büro Tools für Unternehmen, Home Office und Hybrid Work

24 Büro Tools für Desk Booking, Kommunikation, Projektmanagement, Dokumentation, Office-Suiten, Dateiverwaltung, Terminplanung, Zeiterfassung, E-Signaturen, Automatisierung, Sicherheit und Buchhaltung.

Kategorie: Desk Booking

PULT

PULT ist eine Software zur Arbeitsplatz- und Raum­buchung. Mitarbeiter können über einen digitalen Büroplan verfügbare Arbeitsplätze, Räume und Zonen auswählen und verbindlich für sich reservieren. Zusätzlich lässt sich nachvollziehen, wer an welchem Tag im Büro arbeitet, was die Koordination im Team erleichtert.

Die Buchung kann über den Browser, Smartphone, Tablet, Laptop sowie über Integrationen wie Slack oder Microsoft Teams erfolgen.

Die Software bietet neben der Buchung auch Funktionen für Büro- und Flächenmanagement, etwa Auswertungen zur Nutzung einzelner Räume und Zonen oder zur allgemeinen Büroauslastung.

  • Arbeitsplatzbuchung in Großraumbüros und Desk Sharing Modellen
  • Übersicht über Anwesenheiten im Büro
  • Planung und Optimierung der Flächennutzung

Kategorie: Kommunikation & Meetings

Microsoft Teams

Microsoft Teams ist eine Plattform für interne Kommunikation und Zusammenarbeit. Sie bietet Chat, Video- und Audiokonferenzen, Dateifreigaben sowie gemeinsame Dokumentbearbeitung innerhalb von Microsoft-365. 

Über Kanäle und Teamräume lassen sich Gespräche, Dateien und Workflows thematisch ordnen. Meetings können mit Funktionen wie Bildschirmfreigabe, Aufzeichnungen und eingebundenen Microsoft-Whiteboards durchgeführt werden. Die enge Verzahnung mit Outlook, SharePoint und OneDrive ermöglicht es, Termine, E-Mails und Dateien direkt aus Teams heraus zu nutzen.

Slack

Slack ist ein Tool für die Kommunikation im Team und dient in vielen Unternehmen als Alternative oder Ergänzung zu E-Mails. Das Tool organisiert Kommunikation in Kanälen, die themen-, projekt- oder abteilungsbezogen angelegt werden können. Zusätzlich stehen Direktnachrichten, Gruppen-Chats und integrierte Audio- und Video-Huddles zur Verfügung.

Ein wichtiger Vorteil von Slack ist die große Anzahl an Integrationen. Dienste wie Google Workspace, Microsoft 365, Projektmanagement-Tools oder CRMs lassen sich direkt anbinden, sodass Informationen und Benachrichtigungen an einem Ort zusammenlaufen. Dateien können innerhalb von Kanälen geteilt und kommentiert werden, wodurch Diskussionen und Kontext transparent bleiben.

Zoom

Zoom ist eine Videokonferenz- und Kommunikationssoftware, die für Online-Meetings, Webinare und virtuelle Zusammenarbeit eingesetzt wird. Der Dienst ermöglicht Video- und Audiokonferenzen, Bildschirmfreigabe sowie Chat-Funktionen in einzelnen Meetings oder in dauerhaft angelegten Meeting-Räumen. 

Nutzer können ihren Bildschirm oder einzelne Fenster teilen, Präsentationen zeigen und Inhalte gemeinsam bearbeiten. Die Bildschirmfreigabe steht in kostenlosen und kostenpflichtigen Tarifen zur Verfügung. 

Kategorie: Aufgaben- & Projektmanagement

Asana

Asana ist eine Work- und Projektmanagement-Plattform, mit der Aufgaben, Projekte und Arbeitsabläufe geplant und nachverfolgt werden können. Teams legen Projekte an, beschreiben Aufgaben, weisen Verantwortliche zu und hinterlegen Fälligkeiten. Die Arbeit lässt sich in unterschiedlichen Ansichten darstellen, etwa als Liste, Board (Kanban), Timeline oder Kalender. 

Asana positioniert sich als zentrale Stelle für Statusübersichten und Zielverfolgung. Ergänzend bietet der Dienst Funktionen für Automatisierungen, Berichte und, in neueren Versionen, KI-gestützte Unterstützung bei Workflows und Auswertungen.

Trello

Trello ist ein Browser-Tool für Aufgaben- und Projektorganisation, das auf Boards, Listen und Karten basiert. Aufgaben werden als Karten angelegt und in Listen (z. B. „To Do“, „In Arbeit“, „Erledigt“) verschoben. Dadurch eignet sich Trello besonders für Kanban-artige Workflows und übersichtliche To-do-Listen im Team. 

Ein Kernelement von Trello ist die integrierte Automation Butler, mit der wiederkehrende Abläufe ohne Programmierkenntnisse automatisiert werden können, etwa das Verschieben von Karten bei bestimmten Ereignissen oder das automatische Setzen von Fälligkeiten.

Jira

Jira ist eine Software von Atlassian zur Verwaltung von Aufgaben, Projekten und Vorgängen. Ursprünglich im Umfeld von Softwareentwicklung und IT-Support verbreitet, wird Jira inzwischen auch von Fachbereichen wie Marketing, HR oder Finance zur strukturierten Abbildung von Workflows genutzt.

In Jira werden Vorgänge (Issues) in Projekten organisiert und können etwa als Aufgaben, Bugs oder User Stories angelegt werden. Teams nutzen Boards (z. B. Kanban- oder Scrum-Boards), um Arbeitsschritte zu visualisieren und den Bearbeitungsstatus nachzuvollziehen. Für Business-Teams existieren spezielle Projektvorlagen für Projektmanagement, Kampagnen oder Anfragenverwaltung.

Kategorie: Wissen, Dokumentation & Zusammenarbeit

Notion

Notion ist eine Arbeitsumgebung, die Notizen, Dokumente, Wikis, Datenbanken und Aufgabenverwaltung in einem System kombiniert. Das Tool wird genutzt, um Wissen zu dokumentieren, interne Wikis aufzubauen und Projekte mit dazugehörigen Informationen an einem Ort zu verwalten. 

In Notion werden Inhalte auf Seiten organisiert, die sich frei strukturieren lassen (Text, Tabellen, Checklisten, Relationen, Datenbankansichten). Dadurch können Teams Projektpläne, Meeting-Notizen, Wissensdatenbanken und Dashboards in einer Oberfläche abbilden.

Confluence

Confluence ist eine webbasierte Zusammenarbeits- und Dokumentationsplattform von Atlassian. Sie dient als Ort für Wissensmanagement, Projekt-Dokumentation und teamübergreifende Zusammenarbeit. Inhalte werden in Seiten und Bereichen (Spaces) organisiert, die sich thematisch strukturieren lassen.

Typische Anwendungsfälle sind interne Wikis, Projektdokumentation, technische Dokumentation oder Prozessbeschreibungen. Confluence bietet eine gemeinsame Bearbeitung von Seiten, Vorlagen, Kommentarfunktionen und Integration mit anderen Atlassian-Produkten, insbesondere Jira.

Kategorie: Produktivitäts-Suiten & Office

IONOS Nextcloud Workspace

IONOS Nextcloud Workspace ist ein cloudbasiertes Büro- und Zusammenarbeitstool, das gemeinsam von IONOS und Nextcloud entwickelt wird und sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 positioniert. Die Plattform kombiniert E-Mail, Dateiablage, Online-Office, Kalender, Kontakte, Chat und Videokonferenzen in einer Umgebung.

Die Daten werden in Rechenzentren von IONOS in Deutschland gehostet; der Dienst wird als DSGVO-konform beworben und richtet sich besonders an Organisationen, die Wert auf digitale Souveränität und europäische Rechtsrahmen legen.

Google Workspace

Google Workspace ist eine Suite cloudbasierter Produktivitäts- und Zusammenarbeitstools. Sie umfasst u. a. Gmail, Google Kalender, Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Meet und Chat. Ziel ist es, E-Mail, Dateien, Kommunikation und Zusammenarbeit vollständig im Browser abzubilden.

Dokumente werden in Google Drive gespeichert und können gleichzeitig von mehreren Nutzern bearbeitet werden. Über Google Meet sind Video- und Audiokonferenzen möglich, Google Kalender dient zur Terminplanung und Gmail als E-Mail-Tool.

Kategorie: Workshops & visuelle Kollaboration

Miro

Miro ist ein Online-Whiteboard für visuelle Zusammenarbeit. Auf einem digitalen, frei zoombaren Board können Nutzer Notizzettel, Texte, Formen, Linien und andere Elemente platzieren und strukturieren. Das Tool eignet sich für Brainstormings, Workshops, Prozessvisualisierungen und Planungen in verteilten Teams.

Miro stellt zahlreiche Vorlagen zur Verfügung, etwa für Flowcharts, Customer Journey Maps, Retrospektiven oder Roadmaps. Inhalte können in Echtzeit gemeinsam bearbeitet werden, inklusive Kommentaren und Präsentationsmodus. 

Kategorie: Dateien, Speicher & Dateifreigabe

Dropbox

Dropbox ist ein Cloud-Speicherdienst, der Dateien online speichert, synchronisiert und freigibt. Nutzer legen Dateien in einem lokalen Dropbox-Ordner ab; dieser wird mit der Cloud synchronisiert, sodass Inhalte auf verschiedenen Geräten und per Weboberfläche verfügbar sind. Für Teams gibt es zusätzliche Verwaltungsfunktionen, etwa zur Rechtevergabe und zur Strukturierung von Teamordnern. 

Ein Schwerpunkt liegt auf der Dateifreigabe: Dateien und Ordner können über Links geteilt werden. Je nach Plan lassen sich unter anderem Passwortschutz, Ablaufdaten und Beschränkung der Download-Möglichkeiten für Freigabelinks nutzen. 

Nextcloud Files

Nextcloud Files ist eine Software für Cloud-Speicher, Dateisynchronisation und -freigabe, die typischerweise auf einem eigenen Server oder in einer selbst gewählten Cloud-Umgebung betrieben wird. Sie zählt zur Kategorie „Self-Hosted File Sync & Share“ und bietet damit eine Alternative zu Diensten wie Google Drive oder Dropbox, bei der die Datenhoheit beim Unternehmen bleibt.

Für die Dateifreigabe stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Dateien und Ordner können mit einzelnen Nutzern oder Gruppen geteilt oder über öffentliche Links zugänglich gemacht werden. Für Linkfreigaben lassen sich je nach Konfiguration u. a. Passwortschutz, Ablaufdaten und Berechtigungen (z. B. nur Lesen, Hochladen, Bearbeiten) setzen. 

Kategorie: Terminfindung & Scheduling

Calendly

Calendly ist ein Online-Tool zur automatisierten Terminplanung. Statt Termine per E-Mail abzustimmen, erstellt der Nutzer einen persönlichen Buchungslink, über den andere einen freien Slot im Kalender auswählen können. Calendly gleicht die Verfügbarkeit mit den angebundenen Kalendern (z. B. Google Kalender, Outlook) ab und vermeidet so Doppelbuchungen.

Der Nutzer legt fest, wann er grundsätzlich verfügbar ist (z. B. Wochentage, Uhrzeiten, Pufferzeiten) und definiert verschiedene Event-Typen wie etwa ein 30-minütiges Erstgespräch oder ein 60-minütiges internes Meeting. Für bestätigte Termine werden automatisch Kalendereinträge erstellt; gängige Videokonferenzlösungen wie Zoom, Google Meet oder Microsoft Teams lassen sich direkt integrieren, sodass für jedes Meeting ein eigener Konferenzlink erzeugt wird.

Doodle

Doodle ist ein Online-Dienst zur Terminfindung in Gruppen. Typischer Anwendungsfall ist die Frage: „Wann können alle?“ – etwa bei Team-Meetings, Workshops oder externen Terminen mit mehreren Beteiligten. Der Organisator legt verschiedene Terminvorschläge in einer Umfrage an und versendet den Link; die Teilnehmer markieren ihre Verfügbarkeit direkt in der Doodle-Umfrage. 

Die Ergebnisse werden übersichtlich zusammengeführt, sodass schnell ersichtlich ist, welcher Termin für die meisten oder für alle geeignet ist. Doodle kann auf Wunsch automatisch Kalendereinladungen für bestätigte Termine versenden. Neben klassischen Datum/Uhrzeit-Umfragen lassen sich je nach Produktvariante auch Buchungsseiten und wiederkehrende Terminformate abbilden.

Kategorie: Zeit & Zeiterfassung

Toggl Track

Toggl Track ist ein Tool zur Zeiterfassung mit Schwerpunkt auf Projekten, Kunden und Tätigkeiten. Nutzer starten und stoppen Timer oder erfassen Zeiten manuell; die Einträge werden Projekten, Kunden, Tags oder Aufgaben zugeordnet. So lassen sich Arbeitszeiten detailliert auswerten, zum Beispiel für Abrechnungen, Budgetkontrolle oder interne Analysen.

Typische Funktionen sind Tages-, Wochen- und Projektübersichten, Berichte nach Kunde/Projekt/Aktivität sowie Exportmöglichkeiten (z. B. als CSV oder PDF).

Kategorie: Dokumentenprozesse & E-Signaturen

Skribble

Skribble ist ein E-Signatur-Dienst mit der Möglichkeit, Dokumente rechtsgültig elektronisch zu unterschreiben. Die Plattform deckt alle drei gängigen E-Signatur-Standards ab: einfache (EES/SES), fortgeschrittene (FES/AES) und qualifizierte elektronische Signatur (QES). 

Die Lösung wird laut Anbieter in Rechenzentren in der Schweiz gehostet und als konform mit dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) sowie der europäischen DSGVO beschrieben. Der Signaturablauf erfolgt typischerweise in drei Schritten: Dokument hochladen oder über eine Integration an Skribble übergeben, Unterzeichner einladen und elektronisch signieren (per Desktop, Tablet oder Smartphone).

DocuSign

DocuSign ist ein Dienst für elektronische Signaturen und digitale Vertragsabwicklung. Dokumente werden hochgeladen, mit Signaturfeldern und weiteren Feldern (z. B. Datum, Initialen, Textfelder) versehen und anschließend an Unterzeichner gesendet. Diese können das Dokument online prüfen und rechtsverbindlich unterschreiben.

DocuSign protokolliert den Signaturprozess über einen Audit Trail, der unter anderem Zeitstempel und verwendete E-Mail-Adressen enthält. Der Dienst wird von Unternehmen für Verträge, Angebote, Vereinbarungen und HR-Dokumente genutzt. Ergänzend gibt es Funktionen wie Erinnerungen, Vorlagen, Formularfelder sowie Integrationen in CRM- und Office-Systeme.

Kategorie: Automatisierung & Workflow-Verknüpfungen

Zapier

Zapier ist eine Plattform zur Verknüpfung von Webanwendungen und zur Automatisierung wiederkehrender Abläufe. Nutzer erstellen sogenannte „Zaps“, bestehend aus einem Auslöser (Trigger) in einer Anwendung und einer oder mehreren Aktionen in anderen Anwendungen, etwa: „Wenn ein Formular ausgefüllt wird, lege einen Datensatz im CRM an und sende eine Benachrichtigung im Chat-Tool“.

Zapier unterstützt tausende Apps (z. B. E-Mail-Dienste, CRMs, Projektmanagement-Systeme, Online-Formulare, Chat-Tools) und ermöglicht damit, Daten automatisch zwischen Systemen zu übertragen, Benachrichtigungen auszulösen oder Einträge zu erstellen, ohne manuell eingreifen zu müssen.

Kategorie: Sicherheit & Passwörter

Bitwarden

Bitwarden ist ein Passwortmanager, der Anmeldedaten, sichere Notizen und andere vertrauliche Informationen verschlüsselt speichert. Nutzer legen Einträge (Login, Passwort, URL, Notiz) an und können diese in Sammlungen organisieren. Über Browser-Erweiterungen und Apps wird das automatische Ausfüllen von Login-Daten auf Websites und in Anwendungen unterstützt.

Bitwarden setzt auf ein Zero-Knowledge-Modell: Die Daten werden clientseitig verschlüsselt; der Anbieter hat aufgrund der Architektur keinen Zugriff auf die entschlüsselten Inhalte. Der Dienst ist als Cloud-Lösung verfügbar, kann aber in bestimmten Plänen auch selbst gehostet werden. Für Teams und Unternehmen existieren Organisationsfunktionen zur gemeinsamen Nutzung von Tresoren, Verwaltung von Zugriffsrechten und Richtlinien.

Kategorie: Buchhaltung & Finanzen

sevDesk

sevDesk ist eine cloudbasierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware, die sich vor allem an kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler richtet. Mit dem Tool lassen sich Angebote und Rechnungen erstellen, Belege erfassen, Zahlungen zuordnen und einfache Auswertungen zur Finanzlage durchführen.

Belege können digital erfasst, hochgeladen und per Texterkennung (OCR) und KI-Erkennung ausgelesen werden, um Buchungsvorschläge zu erzeugen. Für den deutschen Markt relevante Anforderungen wie GoBD-konforme Archivierung, Umsatzsteuer-Logik oder Schnittstellen zu Steuerberatern (z. B. Export im DATEV-Format) werden unterstützt.

Lexware Office

Lexware Office ist eine cloudbasierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler. Der Dienst bündelt u. a. Belegerfassung, Rechnungsstellung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), Umsatzsteuervoranmeldung und Bankanbindung in einem System.

Belege können digital erfasst, hochgeladen und verbucht werden; auf Basis dieser Daten erstellt Lexware Office die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) und Auswertungen. Die Software bietet u. a. Funktionen zur Erstellung von Rechnungen, Angeboten, Lieferscheinen und Mahnungen, zur elektronischen Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER sowie zur GoBD-konformen Archivierung.

Kategorie: Asynchrone Kommunikation (Video)

Loom

Loom ist ein Tool zur asynchronen Videokommunikation. Nutzer können Bildschirm, Kamera und Mikrofon aufnehmen und das resultierende Video per Link teilen. Dadurch lassen sich Status-Updates, Erklärvideos oder Feedback geben, ohne ein Live-Meeting ansetzen zu müssen.

Aufnahmen können mit Kommentaren und Reaktionen versehen werden; Zuschauer sehen das Video im Browser, ohne Dateien herunterladen zu müssen. Loom eignet sich insbesondere für Produktdemos, Walkthroughs von Dokumenten oder Prozessen und zur Erläuterung komplexer Themen, bei denen ein reiner Text schwer verständlich wäre.

{{onpage-cta}}

Zimmerbuchung

Guide: Desk Sharing organisieren in 4 Schritten

Unter Desk Sharing werden Büroarbeitsplätze gemeinsam durch mehrere Beschäftigte genutzt: je nach Anwesenheit und Aufgabe. Damit dieses Modell für alle fair und zuverlässig funktioniert, benötigt ihr verbindliche Strukturen.

Desk Sharing organisieren: Das Wichtigste in Kürze

  • Reale Auslastung messen: Erfasse über 2 bis 4 Wochen die tatsächliche Büroanwesenheit und Nutzung der Arbeitsplätze, z. B. automatisiert mit PULT Presence.
  • Desk-Sharing-Quote bestimmen: Berechne auf Basis der Messdaten, wie viele Arbeitsplätze ihr tatsächlich benötigt, inklusive Peak-Tagen und Ausnahmen.
  • Büro strukturieren: Richte einheitliche Arbeitsplätze ein und teile das Büro in Konzentrations-, Team-, Meeting- und Telefonbereiche.
  • Regeln festlegen: Lege Vorgaben für Buchung, Clean-Desk, Verhalten pro Zone und Datenschutz fest.
  • Buchung organisieren: Nutze ein einheitliches Buchungssystem, um Arbeitsplätze, Räume und Zonen verbindlich zu reservieren und No-Shows automatisch zu erkennen.

1. Schritt: Bedarfsanalyse und Planung

Damit Desk Sharing bei dir gut funktioniert, brauchst du eine einfache, aber verlässliche Datengrundlage. Ziel ist es, schnell zu ermitteln, wie viele Personen wirklich gleichzeitig im Büro sind und wie stark eure Arbeitsplätze genutzt werden. Erst mit diesen Zahlen kannst du entscheiden, wie viele Schreibtische ihr künftig braucht.

Messung der realen Büroanwesenheit

Mit PULT Presence kannst du die Büroanwesenheit erheben und sehen, wie viele Mitarbeiter gleichzeitig im Büro sind. Dein Team muss dabei nicht aktiv werden, da die Erkennung passiv abläuft. Es entsteht also kein Aufwand:

  • Automatischer Check-in über das Firmen-WLAN
  • Keine manuelle Aktion der Mitarbeiter notwendig
  • Datenschutzkonform (nur aggregierte Anwesenheitswerte)
  • Erkennung der realen Anwesenheit statt nur Buchungen (No-Shows werden ausgeschlossen)

Damit erhältst du präzise Büroanwesenheitsdaten über 2 bis 4 Wochen, ohne vorher ein Buchungssystem einführen zu müssen.

Erhebung der tatsächlichen Nutzung eurer Arbeitsplätze

Parallel zur Anwesenheitsmessung solltest du erfassen, wie viele Schreibtische und Bereiche wirklich genutzt werden. Mit den Office Insights von PULT bekommst du:

  • Auslastungsberichte für Schreibtische, Räume und Zonen
  • Visualisierung der Nutzung im Grundriss
  • No-Show-Quoten
  • Büroauslastung nach Tagen und Uhrzeiten

Damit erkennst du sofort, welche Bereiche über- oder unterlastet sind.

Desk-Sharing-Quote berechnen

Die Desk Sharing Quote zeigt dir das Verhältnis zwischen verfügbaren Arbeitsplätzen und der Gesamtzahl deiner Mitarbeiter. 

‍Beispiel: Du hast 100 Mitarbeiter und 70 Arbeitsplätze. Deine Desk Sharing Quote beträgt 0,7.

Beachte bei der Verwendung dieser Kennzahl diejenigen Mitarbeiter, die weiterhin einen fest zugewiesenen Arbeitsplatz benötigen. Das kann bei körperlichen Besonderheiten der Fall sein, oder auch dann, wenn spezielle Hardware benötigt wird, zum Beispiel ein leistungsstarker Videoschnittrechner.

Lege euer Zielbild fest

Auf Basis der Anwesenheitsdaten, Nutzungsdaten und der Desk Sharing Quote entscheidest du:

  • Wie viele Arbeitsplätze ihr künftig braucht,
  • Welche Bereiche ihr anpassen müsst und ob zum Beispiel mehr Platz für Teamtreffen benötigt wird,
  • Ob demnach Flächen umgebaut oder umgewidmet werden sollten

2. Büro-Set-up für Desk Sharing einrichten

Damit Desk Sharing für alle Mitarbeiter gut funktioniert, braucht das Büro eine passende Struktur und insbesondere eine Ausstattung, die dem neuen Konzept gerecht wird. Dazu gehören eine vereinheitlichte Arbeitsplatzausstattung, neuer Stauraum sowie neu gestaltete Flächen und Zonen.

Einheitliche und ergonomische Arbeitsplätze

Der tägliche Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen ist für deine Angestellten am komfortabelsten, wenn alle Tische gleich ausgestattet sind. Sorge für:

  • höhenverstellbare Schreibtische
  • identische Monitor-Setups
  • universelle Dockingstationen bzw. Monitoradapter
  • ergonomische Stühle, die sich schnell anpassen lassen
  • flächendeckendes WLAN

Ausreichend Stauraum

Gerade im Desk Sharing braucht jeder einen Ort für persönliche Arbeitsmittel und Kleidung, den Rucksack oder die Tasche, Fahrradhelme oder die Lieblingstasse. Bewährt haben sich:

  • Spinde 
  • Ausreichend große Schließfächer
  • Rollcontainer für Arbeitsmittel und Tastatur, Maus oder Headset

Bürofläche in Zonen teilen

Eine Zonierung verhindert Störungen und erhöht die Nutzbarkeit der Fläche. Typische Bereiche sind:

  • Ruhezonen mit Einzelarbeitsplätzen für konzentriertes Arbeiten
  • Telefon- und Videocall-Bereiche
  • Zonen für Teamarbeit bzw. Zusammenarbeit
  • Pausenbereiche
  • Räume oder Zonen für Sport, Ausgleich und Erholung

3. Desk Sharing Regeln einführen

Wenige, aber wohlüberlegte Desk Sharing Regeln sorgen für ein faires Miteinander und Hygiene an den Arbeitsplätzen.

  • Buchungsregeln: Lege fest, wie weit im Voraus Arbeitsplätze reserviert werden können. In PULT kannst du pro Mitarbeiter, Team und Abteilung bestimmen, welche Ressourcen gebucht werden dürfen.
  • Clean-Desk-Policy: Sie gibt vor, dass sensible Daten, Datenträger und Unterlagen nicht auf Arbeitsplätzen verbleiben dürfen; Rechner müssen selbst bei kurzer Abwesenheit gesperrt werden.
  • Verhalten in verschiedenen Zonen: Lege fest, welches Verhalten in welchen Bereichen gilt, beispielsweise Rücksicht und Stille in den Ruhezonen.
  • Sauberkeit: Arbeitsplätze sollen sauber und aufgeräumt hinterlassen werden, es dürfen keine privaten Gegenstände verbleiben. Stelle dafür auch Stationen mit Tüchern und Reinigungsmitteln bereit.

4. Buchungsprozess und -Software einführen

Eine Desk Booking Software ist für dein Team eine Arbeitserleichterung. In PULT können Einzelarbeitsplätze, Meetingräume, Zonen und Parkplätze im Voraus verbindlich reserviert werden.

Diese Ressourcen können in PULT gebucht werden

Mit PULT lassen sich die Angebote deines Büros im Voraus reservieren:

  • Arbeitsplätze, Schreibtische
  • Zonen, die du zuvor festgelegt hast: Ruhebereiche, Teamzonen, Erholungsbereiche
  • Besprechungsräume
  • Parkplätze
  • Besucherarbeitsplätze
  • Catering oder zusätzliche Services für Meetings

Ablauf der Arbeitsplatzbuchung in PULT

Deine Mitarbeiter können Reservierungen in PULT auf mehreren Wegen durchführen:

  • am Smartphone, Tablet, Laptop, PC oder Terminal
  • über interaktive Grundrisse, die freie Plätze in Echtzeit anzeigen
  • über Integrationen in Slack, Microsoft Teams, Outlook oder Google Kalender
  • mit Filtern: Bei der Buchung kann nach Ausstattung des Arbeitsplatzes und Zonenart gefiltert werden.

Nimmt ein Teammitglied seine Buchung nicht wahr, kann PULT diese Reservierung automatisch aufheben und somit die Ressource wieder freigeben. Du kannst festlegen, wie lange die Buchung nach Beginn der Zeit aufrechterhalten wird.

Automatische Anwesenheitserfassung

Der Check-in erfolgt automatisch über das Unternehmens-WLAN (Zero-Click Check-in). Sobald sich eines der Geräte des Mitarbeiters mit dem WLAN verbindet, erkennt PULT dessen Anwesenheit.

  • keine manuelle Bestätigung bzw. Check-in notwendig
  • zuverlässige Erfassung der tatsächlichen Anwesenheit
  • korrekte No-Show-Erkennung

{{onpage-cta}}

Tipp: Hier findest du Desk Sharing Erfahrungen und Tipps dazu, wie Desk Sharing in der öffentlichen Verwaltung funktioniert.
Hybrides Arbeiten

Zukunft der Arbeit: Die wichtigsten Entwicklungen bis 2050

Die Zukunft der Arbeit wird Unternehmen, Beschäftigung und Zusammenarbeit in den kommenden Jahrzehnten verändern. KI-Durchbrüche, demografischer Wandel, Klimawandel und wirtschaftliche Transformation werden zwischen 2030 und 2050 ihre größte Wirkung entfalten.

Zukunft der Arbeit: Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zukunft der Arbeit wird bis 2050 geprägt von: Digitalisierung und KI, demografischem Wandel, hybriden Arbeitsformen und einem Wertewandel hin zu mehr Entscheidungsfreiheit und Sinnorientierung.
  • KI und Automatisierung übernehmen wiederholbare Aufgaben und verändern Berufsprofile. Menschliche Arbeit verschiebt sich stärker auf Analyse, Problemlösung und zwischenmenschliche Aufgaben.
  • Arbeit findet an mehr Orten statt: Büro, Homeoffice und dritte Orte bilden ein flexibles System. Das Büro wird vor allem Ort für Zusammenarbeit, Workshops und Abstimmung.
  • Desk Sharing und Activity-Based Working ersetzen feste Arbeitsplätze zugunsten frei buchbarer Arbeitszonen.
  • Arbeitszeiten orientieren sich zunehmend an Ergebnissen statt an Präsenz. Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und flexible Arbeitszeitkonten setzen sich weiter durch.
  • Für Beschäftigte entstehen neue Chancen durch neue Arbeitsmodelle und neue Karrierewege, aber auch Probleme wie Informationsüberlastung oder Entgrenzung.
  • Unternehmen müssen ihre Strukturen, Führung, Arbeitsräume und Kompetenzentwicklung anpassen, um produktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche sind die wichtigsten Entwicklungen der Zukunft der Arbeit?

Die wichtigsten Entwicklungen der Zukunft der Arbeit sind Digitalisierung und KI, demografischer Wandel, Klimawandel und ökologische Transformation, neue Arbeitsformen sowie ein Wertewandel hin zu mehr Flexibilität und Sinnorientierung.

Diese fünf Trends prägen zwischen 2030 und 2050 maßgeblich, wie Unternehmen organisiert sind, welche Tätigkeiten automatisiert werden, welche Kompetenzen an Bedeutung gewinnen und wie Arbeitsorte sowie Arbeitsmodelle gestaltet werden.

Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz und mit ihr neu entstehende Systeme zählen zu den stärksten Einflussfaktoren der kommenden Jahrzehnte.

Relevante Entwicklungen:

  • Generative KI automatisiert Analyse-, Recherche- und Textaufgaben.
  • Prozessautomatisierung (RPA, Machine Learning) ersetzt repetitive Tätigkeiten und beschleunigt administrative Abläufe.
  • Robotik wird günstiger und zunehmend in kleineren Produktionen einsetzbar.
  • Plattformtechnologien standardisieren viele Arbeitsprozesse und ermöglichen verteilte Zusammenarbeit.

Auswirkungen:

  • Ein hoher Anteil der Tätigkeiten in Verwaltung, Customer Service, Finanzwesen, Produktion und Logistik kann bis 2035 automatisiert oder durch KI stark unterstützt werden.
  • Wissensarbeit verändert sich in Richtung überwachender, steuernder und interpretierender Rollen.
  • Neue Jobprofile entstehen an der Schnittstelle von Technologie, Daten und Organisation.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel

Deutschland und Europa stehen vor einem tiefgreifenden demografischen Umbruch.

Relevante Entwicklungen:

  • Der Anteil älterer Erwerbspersonen steigt deutlich; gleichzeitig geht die Zahl jüngerer Arbeitskräfte zurück.
  • Viele qualifizierte Berufsgruppen, zum Beispiel in IT, Gesundheitswesen, Technik, Pädagogik, sind bereits heute deutlich unterbesetzt.
  • Ab 2030 erreicht der Renteneintritt geburtenstarker Jahrgänge seinen Höhepunkt.

Auswirkungen:

  • Der Fachkräftemangel bleibt strukturell bestehen und verschärft sich in einigen Bereichen weiter.
  • Unternehmen müssen stärker auf Mitarbeiterbindung, Weiterbildung, Umschulung, Automatisierung und internationale Rekrutierung setzen.
  • Ältere Beschäftigte erhalten eine wichtigere Rolle in Organisationen, etwa durch Wissenssicherung und frei gestaltbare Arbeitsmodelle.

Klimawandel, Dekarbonisierung und Green Jobs

Die ökologische Transformation ist ein langfristiger Trend, der Wirtschaft und Arbeitsmärkte neu ausrichtet.

Relevante Entwicklungen:

  • Nationale und europäische Klimaziele führen zu veränderten Anforderungen an Unternehmen, insbesondere in Industrie, Energie, Mobilität und Bau.
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESG) wird verbindlicher und komplexer.
  • Erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz gewinnen an Bedeutung.

Auswirkungen:

  • Der Bedarf an „Green Skills“ steigt kontinuierlich.
  • Neue Berufsfelder entstehen, u. a. in Energieerzeugung, Dekarbonisierungstechnologien, Umweltmanagement und nachhaltigem Produktdesign.
  • Unternehmen müssen Prozesse, Produkte und Lieferketten neu ausrichten.

Neue Arbeitsformen: Hybrid, Remote und Plattformarbeit

Arbeitsort und Arbeitszeit werden freier wählbar und stärker digital.

Relevante Entwicklungen:

  • Hybride Arbeitsmodelle, also der Wechsel zwischen Homeoffice und Büro, sind in vielen Unternehmen und Behörden alltäglich.
  • Remote Work bleibt stabil hoch, insbesondere in wissensintensiven Tätigkeiten.
  • Internationale Auftragnehmer werden leichter integrierbar.

Auswirkungen:

  • Organisationen müssen Zusammenarbeit, Kommunikation und Meeting-Strukturen neu denken.
  • Der Bedarf an digitaler Infrastruktur, zum Beispiel Software für Zusammenarbeit sowie Arbeitsplatzbuchung, steigt weiter.
  • Arbeitsverhältnisse werden vielfältiger: Festanstellung, Freelancing und projektbasierte Arbeit koexistieren.

Wertewandel: Sinn, Entscheidungsfreiraum und Work-Life-Integration

Veränderte Erwartungen an die Arbeit und die Arbeitszeit prägen die Art und Weise, wie Rekrutierung, Mitarbeiterbindung und Kultur organisiert werden.

Relevante Entwicklungen:

  • Jüngere Generationen erwarten mehr Autonomie, Entwicklungsmöglichkeiten und einen spürbaren gesellschaftlichen Beitrag des Arbeitgebers.
  • Der Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf, Familie und eigenen Projekten nimmt zu.
  • Psychische Gesundheit und Belastungssteuerung gewinnen an Bedeutung.

Auswirkungen:

  • Die Arbeitgeberattraktivität hängt stärker von Kultur, eigenem Entscheidungsfreiraum und Entwicklungsangeboten ab.
  • Führung wird stärker auf Vertrauen und Ergebnisse ausgerichtet.

Wie verändern sich Jobs und Skills in der Zukunft der Arbeit?

Jobs und die zugehörigen Fähigkeiten verändern sich in der Zukunft der Arbeit vor allem durch Automatisierung, KI-Unterstützung, neue Berufsfelder und den steigenden Bedarf an digitalen, sozialen und analytischen Kompetenzen.

Routinetätigkeiten werden reduziert und Tätigkeiten, die Kreativität, Problemlösung und menschliche Interaktion erfordern, gewinnen an Bedeutung.

Welche Tätigkeiten sind besonders stark von Automatisierung betroffen?

Geradlinige Tätigkeiten mit hohem Wiederholungsgrad sind am stärksten automatisierbar. Dazu zählen:

  • administrative Prozesse, zum Beispiel Datenerfassung, Terminverwaltung
  • standardisierte Analyse- und Reportingaufgaben
  • Teile der Kundenkommunikation, zum Beispiel Erstkontakt oder häufig auftretende Fragen
  • einfache Fertigungs-, Lager- und Prüfroutinen
  • Dokumentation und Formularbearbeitung

In vielen Bereichen werden diese Tätigkeiten nicht vollständig ersetzt, sondern durch KI-Systeme teilweise automatisiert. Mitarbeiter übernehmen dann überwachende, steuernde oder interpretierende Rollen.

Welche Kompetenzen werden besonders wichtig?

Die Zukunft der Arbeit erfordert eine Kombination aus digitalen, analytischen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten. Besonders relevant sind:

  • Digitale Grundkompetenzen: Umgang mit KI, Datenkompetenz, digitale Kommunikation
  • Soziale und kommunikative Fähigkeiten: Zusammenarbeit, Konfliktlösung, Empathie
  • Analytische Fähigkeiten: Problemlösung, Interpretation komplexer Informationen
  • Anpassungsfähigkeit: Lernfähigkeit, Offenheit für Veränderung, Selbstorganisation
  • Kreativität: Entwicklung neuer Ansätze, Konzepte und Lösungen

Diese Kompetenzen gewinnen in nahezu allen Berufsfeldern an Bedeutung, unabhängig vom Qualifikationsniveau.

Wie können sich Beschäftigte auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten?

Beschäftigte sollten ihre persönliche Kompetenzentwicklung planen. Wichtige Schritte sind:

  • Bestandsaufnahme eigener Fähigkeiten und Abgleich mit zukünftigen Anforderungen
  • Aufbau von KI- und Datenkompetenzen, unabhängig von der Branche
  • Upskilling oder Reskilling über Microlearning, Zertifikate oder berufsbegleitende Weiterbildung
  • Aktive Pflege des beruflichen Netzwerks (intern und extern)
  • Stärkung von Selbstmanagement und Resilienz, um Veränderungen zu bewältigen

Wie wirkt sich die Zukunft der Arbeit auf Unternehmen, Behörden und Führung aus?

Die Zukunft der Arbeit wirkt sich auf Unternehmen vor allem durch Veränderungen der Technologie, Fachkräftemangel, ökologische Anforderungen und neue Arbeitsformen aus. 

Wie verändern sich Organisationsstrukturen?

Organisationsstrukturen von Unternehmen und Behörden werden beweglicher und insgesamt funktionsübergreifender. Typische Entwicklungen:

  • Weniger bzw. flache Hierarchie, mehr Verantwortung in Teams
  • Projektorientierte Arbeitsweisen gewinnen an Bedeutung
  • Vernetzte Zusammenarbeit ersetzt siloartige Strukturen
  • Rollenmodelle, die sich an Aufgaben statt an starren Stellenbeschreibungen orientieren

Wie verändert sich die Zusammenarbeit?

Arbeitsprozesse werden digitaler, leichter zu verstehen und einheitlicher gestaltet. Relevante Veränderungen:

  • Digitalisierte Abläufe (Workflows) ersetzen händisch durchgeführte Abläufe
  • Gemeinsame Arbeitsplattformen dienen verteilten Teams als Basis der Zusammenarbeit
  • Standardisierung wiederholbarer Prozesse durch Automatisierung
  • Verknüpfung von Büro und Remote-Arbeit durch einheitliche Software

Welche Anforderungen ergeben sich an die Infrastruktur?

Unternehmen brauchen moderne Bürokonzepte und eine belastbare Infrastruktur:

  • Stabile digitale Systeme für Kommunikation, Abstimmung und Dokumentation
  • Buchungs- und Arbeitsplatzsysteme für hybride Büromodelle
  • Technisch gut ausgestattete Besprechungsräume, die ortsunabhängige Teilnahme ermöglichen
  • Datensicherheit und Zugriffsregeln, insbesondere bei KI-Anwendungen
  • Eine Arbeitsplatzgestaltung, die sowohl ruhige und konzentrierte Arbeit als auch Zusammenarbeit und Teamtage ermöglicht

Wie verändern sich Arbeitsort und Arbeitsplatz in der Zukunft der Arbeit?

Arbeitsort und -platz verändern sich grundlegend, weil Arbeit weniger an einen festen Platz oder ein starres Zeitraster gebunden ist. Tätigkeiten werden dort ausgeführt, wo sie am besten erledigt werden können, und zu Zeiten, die sowohl zu betrieblichen Abläufen als auch zur persönlichen Planung passen.

Unternehmen kombinieren Büro, Homeoffice und weitere Arbeitsorte zu einem Gesamtsystem, in dem Anwesenheit, Ausstattung und Zusammenarbeit nach der Arbeitsweise der Mitarbeiter ausgerichtet werden.

Übergang vom festen Arbeitsplatz zu freien Konzepten

Der klassische, personenbezogene Arbeitsplatz verliert an Bedeutung. Stattdessen nutzen Unternehmen Modelle, die die tatsächliche Anwesenheit und den Bedarf der Mitarbeiter besser abbilden:

  • Mehrere Arbeitsorte ergänzen das Büro: Homeoffice, Coworking-Spaces und mobile Arbeitsplätze.
  • Nicht mehr alle Mitarbeiter sind täglich vor Ort; Anwesenheit richtet sich nach Aufgaben, Meetings und Abstimmungsbedarf.

Die Bürofläche wird so geplant, dass weniger Einzelarbeitsplätze vorhanden und stattdessen Zonen für stilles Arbeiten, Zusammenarbeit oder Ausgleich und Sport verfügbar sind.

  • Stille Zonen für konzentrierte Einzelarbeit
  • Projekt- und Teamflächen für gemeinsame Aufgaben
  • Rückzugsräume für Telefonate oder vertrauliche Gespräche
  • Besprechungsräume für Abstimmungen
  • Erholungs- und Pausenbereiche zur Regeneration

Der Treiber dieser Veränderung ist die Etablierung hybrider Arbeit. Laut ifo-Institut arbeiteten bereits Anfang 2025 rund 25 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest zeitweise von zu Hause. Unternehmen passen deshalb ihre Flächen an, weil durchschnittlich etwa ein Viertel der Arbeitsplätze regelmäßig ungenutzt bleibt.

Unter diesen Vorzeichen macht Desk Sharing das Büro tauglich für das sogenannte Activity-Based Working. Deine Mitarbeiter entscheiden selbst, welcher Ort, Raum oder Zone am besten zur tagesaktuellen Aufgabe passt.

{{onpage-cta}}

Hybrides Arbeiten

Hybrid Working Trends 2026 in Deutschland und der EU

Hybrid Work hat sich als stabiles Arbeitsmodell etabliert. Daten aus Deutschland, Europa, den USA sowie internationalen Vergleichsstudien zeigen ein konsistentes Bild: Die meisten wissensintensiven Branchen arbeiten in Hybridmodellen mit zwei bis drei Präsenztagen pro Woche.

Hybrid Working Trends: Das Wichtigste in Kürze

  • Hybrid Work ist ein häufiges Arbeitsmodell in Deutschland und der EU. Beschäftigte arbeiten im Schnitt zwei Tage pro Woche zu Hause und nutzen Büro-Tage für Abstimmung und Zusammenarbeit.
  • Zwei bis drei feste Präsenztage pro Woche haben sich etabliert. Teams legen gemeinsame Büro-Tage fest, damit sich Kollegen treffen und Projekte vorankommen.
  • Vollständig remote arbeiten wird seltener. Hybrid Work bleibt die bevorzugte Form, weil Homeoffice und Büro unterschiedliche Aufgaben gut abdecken.
  • Unternehmen arbeiten mit Meetingfenstern und störungsfreien Zeiten.
  • Büroflächen werden neu aufgeteilt: Einzelarbeitsplätze werden reduziert, hinzu kommen Zonen für konzentriertes Arbeiten, Austausch, Videogespräche oder Pausen. 
  • Desk Sharing setzt sich durch: Es schafft Platz für die neuen Zonen und passt zur unregelmäßigen Anwesenheit im Büro.

Ausgangslage: Hybrid Working Trends 2025/2026

Die Nutzung des Arbeitsmodells Hybrid Work liegt deutlich über dem Vor-Pandemie-Niveau und hat sich, nach einem kurzfristigen Höhepunkt während der Krisenjahre, auf einem nachhaltigen Niveau eingependelt.

Der Schwerpunkt liegt klar auf hybriden Modellen, also dem Wechsel zwischen Homeoffice und dem Büro, mit regelmäßigen Präsenztagen. Vollständige Remote-Arbeit bleibt eine Minderheitslösung.

Hybrid Work in Deutschland

  • Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 24 % der Erwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2024 zumindest gelegentlich im Homeoffice, nahezu identisch zu 2023.
  • Unter den Homeoffice-Nutzern arbeiteten 24 % ausschließlich von zu Hause, gegenüber 26 % im Vorjahr. Der deutliche Rückgang im Vergleich zu 2021 (40 %) zeigt: Hybrid statt Full-Remote dominiert.
  • Das ifo Institut bestätigt diese Stabilität: Im Februar 2025 nutzten 24,5 % der Beschäftigten in Deutschland zumindest zeitweise Homeoffice. Diese Quote hält sich seit über zwei Jahren konstant bei etwa 25 %.

Einordnung:

  • Deutschland liegt leicht über dem EU-Durchschnitt, aber unter den Spitzenreitern wie den Niederlanden oder den skandinavischen Ländern.
  • Hybrid Work ist in mittelgroßen und großen Unternehmen inzwischen zum Standard geworden; bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen (KMU) und in nicht telearbeitfähigen Branchen ist der Anteil weiterhin deutlich geringer.

Trends für Hybrid Work

Hybrid Work wird in Deutschland und der EU vor allem durch feste Präsenztage, abgesprochene Teamrhythmen und erprobte Abläufe geprägt sein. Bürotage werden bewusst für Aufgaben genutzt, die persönliche Abstimmung erfordern.

Unternehmen passen ihre Büroflächen auf Hybrid Work an, arbeiten mit Regelwerken und investieren in Technik, die das Arbeiten an wechselnden Orten begleitet.

Feste Präsenzvorgaben

Viele Unternehmen führen zwei bis drei verpflichtende Präsenztage pro Woche ein. Diese Vorgaben sollen Verlässlichkeit schaffen und verhindern, dass sich Teams nur noch zufällig im Büro begegnen. Jedoch entscheiden die Teams selbst, welche Tage am sinnvollsten sind, etwa für Projektabstimmungen oder Planungssitzungen.

Ein Team legt beispielsweise fest: Montag und Mittwoch sind gemeinsame Bürotage. Am Montag werden Aufgaben abgestimmt, am Mittwoch arbeitet man gemeinsam an aktuellen Projekten. Die restlichen Tage sind frei wählbar.

Büro-Tage als Tage der Zusammenarbeit

Der Besuch im Büro dient zunehmend bestimmten Zwecken:

  • Projektarbeit
  • Einarbeitung
  • persönliche Besprechungen
  • gemeinsame Planung
  • soziale Einbindung

Mitarbeiter kommen ins Büro, weil das Team an diesem Tag Workshops plant oder weil ein neuer Kollege eingearbeitet wird.

Regeln für die Zusammenarbeit

Hybrid Work erschwert es, sich spontan zusammenzusetzen und gemeinsame Abstimmungen, Konzepte oder Ideen zu besprechen. Für viele ist ein Video Call kein geeigneter Ersatz.

  • Festgelegte Zeiträume, in denen keine Meetings stattfinden
  • Pflicht zur Dokumentation von Entscheidungen
  • Strukturierter Ablauf von Meetings, um diese kurz zu halten
  • Vorgaben für Reaktionszeiten in Chats und E-Mails

Ein Unternehmen führt beispielsweise tägliche störungsfreie Zeiten von 9 bis 12 Uhr ein. In dieser Zeit dürfen keine Meetings stattfinden und keine schnellen Chat-Antworten erwartet werden.

Veränderung von Büroflächen

Unternehmen gestalten ihre Büroflächen unter Hybrid Work grundlegend um. Da viele Mitarbeiter nur noch zwei bis drei Tage pro Woche im Büro arbeiten, bleiben feste Schreibtische häufig ungenutzt.

Dadurch entstehen Flächen, die der jeweiligen Tätigkeit und Arbeitsweise gerecht werden und dem Büro im Gegensatz zum Home Office einen erkennbaren Mehrwert verleihen. Die Ausrichtung folgt dem Activity-Based-Working-Prinzip:

Der Arbeitsort wird nach Tätigkeit gewählt und kann sich im Tagesverlauf mehrfach ändern. Die wichtigsten Veränderungen lassen sich in vier Bereichen zusammenfassen. 

Bereiche für konzentriertes Arbeiten

Offene Großraumbüros bieten oft zu wenig Ruhe. Deshalb schaffen Unternehmen Zonen, die bewusst für konzentrierte Aufgaben vorgesehen sind:

  • Einzelarbeitsplätze, die akustisch und optisch abgeschirmt sind
  • Einsatz von schallabsorbierenden Materialien wie textilen Oberflächen, Akustikdecken, Stellwänden oder großen Pflanzen
  • Telefonboxen und kleine, schallgedämmte Räume für Videokonferenzen oder vertrauliche Gespräche

Diese Bereiche sorgen dafür, dass Mitarbeiter im Büro ungestört arbeiten können und der Bürotag wirklich produktiv wird. 

Bereiche für Zusammenarbeit und Austausch

Viele Mitarbeiter kommen ins Büro, um sich miteinander persönlich abzustimmen oder an Projekten zu arbeiten. Deshalb gewinnen Flächen für Zusammenarbeit deutlich an Bedeutung.

  • Offene Workshop-Bereiche mit beweglichen bzw. rollbaren Tischen, Whiteboards und Stellwänden
  • Besprechungsräume in verschiedenen Größen, ausgestattet mit Videotechnik für hybride Meetings
  • Gestaltbare Teamzonen, die sich schnell an unterschiedliche Gruppengrößen anpassen lassen

Sozial- und Erholungszonen

Damit das Büro als Arbeitsort attraktiv bleibt, investieren Unternehmen stärker in die Aufenthaltsqualität.

  • Lounges, Küchen und Cafébereiche für Gespräche und Pausen
  • Entspannungs- oder Bewegungszonen, etwa Fitnessbereiche, Ruheräume oder Spielelemente
  • Bessere Verpflegungsangebote wie Kantinen, Snacks oder Getränke

Anpassung der technischen Ausstattung

Hybrid Work funktioniert am besten, wenn auch die genutzte Technik darauf abgestimmt wird. Das betrifft die Hardware, Software und die Raumausstattung. Viele Unternehmen haben daher Systeme eingeführt, die den Wechsel zwischen Homeoffice und Büro vereinfachen.

  • Buchungssystem PULT für Arbeitsplätze, Räume und Zonen sowie Parkplätze
  • Stauraum in Form von Schließfächern und Spinden, da feste Schreibtische entfallen
  • Standardisierte ergonomische Ausstattung an jedem Arbeitsplatz (z. B. höhenverstellbare Tische, Dockingstations, Monitore)
  • Verlässliche Videokonferenztechnik
  • Gemeinsame Dokumentenplattformen
  • Daten zur Büroauslastung
  • Sicherheitslösungen für das Arbeiten von unterwegs

Beispiel: Ein Mitarbeiter kann am Vorabend über eine App seinen Arbeitsplatz für den nächsten Tag buchen und hat vor Ort Zugriff auf dieselben Dokumente und Anwendungen wie im Homeoffice.

Den Hybrid Working Trend als Chance nutzen

Hybrid Work führt fast automatisch zu ungenutzten Einzelarbeitsplätzen und eröffnet dadurch die Chance, Büroflächen so umzubauen, dass sie den Mitarbeitern mehr bieten als zuvor.

Wenn Beschäftigte nur an zwei oder drei Tagen pro Woche im Büro sind, stehen viele Schreibtische leer. Die Anzahl dieser Einzelarbeitsplätze lässt sich daher reduzieren. Das Team teilt sich dann eine verringerte Zahl an Arbeitsplätzen.

Dadurch werden Büroflächen frei, die sich umnutzen lassen und dann im Arbeitsalltag einen echten Mehrwert bieten: Orte für Ruhe, für Austausch und Zusammenarbeit, für Video Calls und für Erholung.

Für Besprechungen und Teamarbeit gibt es offene Flächen mit rollbaren Tischen, Whiteboards und Videotechnik. Für Pausen und soziale Kontakte entstehen Lounges, Küchen und Cafézonen. All das ist möglich, weil nicht mehr für jeden Mitarbeiter ein eigener, dauerhaft reservierter Schreibtisch bereitstehen muss.

Die Basis dafür ist Desk Sharing. Unter diesem Konzept stehen alle Arbeitsplätze, Zonen und Räume frei allen Mitarbeitern zur Verfügung. Dabei dient eine Buchungssoftware dazu, eine faire Verteilung zu gewährleisten.

In der Buchungssoftware PULT buchen deine Mitarbeiter den gewünschten Ort vorab und dieser ist dann verbindlich für sie reserviert:

  • Arbeitsplätze, Räume und Zonen können zuverlässig reserviert werden.
  • Die Anwesenheit im Büro wird automatisch sichtbar.
  • Auslastungsdaten zeigen, wie die Büroflächen tatsächlich genutzt werden.
  • Der Check-in erfolgt ganz automatisch über PULT Presence.

{{onpage-cta}}