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Event organisieren: Checkliste, Genehmigungen & Rechtliches 2026

Wenn du ein Event organisierst, trägst du inzwischen mehr rechtliche Verantwortung als noch vor wenigen Jahren. Neue Vorgaben zur Sicherheitsdokumentation, DSGVO-Pflichten bei Teilnehmerdaten und geänderte Haftungsregeln machen aus der Veranstaltungsplanung eine Aufgabe, bei der eine veraltete Checkliste mitunter schnell teuer werden kann.

Event organisieren: Das Wichtigste in Kürze

  • Öffentliche Veranstaltungen ab einer bestimmten Personenzahl unterliegen in Deutschland einer Genehmigungspflicht: Je nach Bundesland und Veranstaltungsart sind Anmeldungen mindestens 12 Wochen vorab bei der zuständigen Behörde nötig
  • Veranstalter müssen ihre Sicherheitsdokumentation seit den verschärften Vorgaben 2025/2026 aktiv vorhalten: Wer im Schadensfall keine lückenlose Dokumentation vorlegen kann, trägt die Beweislast, unabhängig davon, ob ein Verschulden vorliegt
  • Die DSGVO gilt beim Event organisieren für Teilnehmerdaten und ausdrücklich auch für Eventfotos und Videoaufzeichnungen: Ohne ausdrückliche Einwilligung oder dokumentierten Ausnahmetatbestand drohen empfindliche Bußgelder.
  • Event-Management-Funktion: Mit PULT koordinieren Unternehmen Firmenevents, Raumplanung und Teilnehmerverwaltung in einem System, direkt verbunden mit Personio, HiBob, MS Teams und Slack.

Welche Genehmigungen brauche ich, bevor ich ein Event organisiere?

Sobald du eine Veranstaltung planst, greift in Deutschland ein Geflecht aus Auflagen, das je nach Bundesland, Veranstaltungsart und Personenzahl unterschiedlich ausfällt. Maßgeblich sind die Versammlungsstättenverordnung, GEMA und Vorgaben des Ordnungsamtes.

  • Ordnungsamt deiner Stadt oder Gemeinde: Erste Anlaufstelle für öffentliche Veranstaltungen. Das Ordnungsamt genehmigt das Event grundsätzlich und koordiniert bei Bedarf weitere Behörden. Geschlossene Firmenevents mit fester Gästeliste in einer dafür zugelassenen Veranstaltungsstätte brauchen hier keine separate Genehmigung
  • Straßen- und Grünflächenamt (je nach Stadt auch Tiefbauamt oder Stadtplanungsamt): Die Sondernutzungserlaubnis für Events auf Straßen, Plätzen oder in Parks beantragst du hier. Die genaue Bezeichnung der Behörde variiert je nach Gemeinde. Den richtigen Ansprechpartner findest du am schnellsten über das Stadtportal deiner Gemeinde mit der Suche nach „Sondernutzungserlaubnis Veranstaltung". Viele Kommunen bündeln diesen Antrag inzwischen im Servicekonto Deutschland
  • Gewerbeamt: Wenn du Speisen oder Getränke verkaufst, brauchst du eine temporäre Gestattung nach dem Gaststättenrecht des jeweiligen Bundeslandes. Das ist ein separater Antrag, unabhängig von der Veranstaltungsgenehmigung.

Drei weitere Punkte, die bei der Planung häufig zu spät auftauchen:

  • GEMA: Musik mit GEMA-pflichtigen Titeln, ganz gleich ob live oder vom Tonträger, meldest du vorab unter gema.de an. Die Kosten richten sich nach Veranstaltungsgröße und Fläche
  • Versammlungsstättenverordnung (VStättVO): Ab 200 Personen prüft das zuständige Bauordnungsamt, ob die Location als Versammlungsstätte genehmigt ist. Kläre das vorab mit dem Vermieter der Location, denn du als Veranstalter haftest mit, wenn die Betriebserlaubnis fehlt oder abgelaufen ist
  • Feuerwehr und Gesundheitsamt: Bei Events mit Bühnenaufbau oder Gastronomie fordert das Ordnungsamt häufig ein Brandschutzkonzept und ein Hygienekonzept an. Lass dir schriftlich bestätigen, ob das für dein Event gilt.

Für alle Anträge, für die deine Gemeinde ein Online-Portal anbietet, gilt: Das Servicekonto Deutschland bündelt viele dieser Formulare. Starte die Beantragung mindestens 12 Wochen vor dem Event.

Was hat sich durch neue Sicherheitsauflagen und die Beweislastumkehr für Events geändert?

Die DGUV 115-002 regelt Sicherheitsvorgaben bei Veranstaltungs- und Produktionstechnik und betrifft alle Events, bei denen technische Anlagen wie Bühnen, Licht- oder Tontechnik aufgebaut werden. Seit 2025/2026 erwarten Behörden und Gerichte, dass Veranstalter ihre Sicherheitsdokumentation aktiv vorhalten und nicht erst auf Nachfrage zusammenstellen.

Das bedeutet, dass Risikobeurteilung, Evakuierungsplan, Protokolle zur Einweisung von Dienstleistern und Teilnehmerlisten lückenlos dokumentiert sein müssen. Wenn du im Schadensfall keine vollständige Dokumentation vorzeigen kannst, trägst du die Beweislast selbst. Ein strukturiertes Dokumentations-Setup vor dem Event ist daher als Pflicht zu betrachten, der du nachkommen solltest.

Wie setze ich die DSGVO beim Event organisieren um?

Sobald du Teilnehmer registrierst, verarbeitest du personenbezogene Daten und brauchst dafür eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO. Bei Firmenevents ergibt sich diese Grundlage in der Regel aus dem berechtigten Interesse. Dafür dürfen die Daten nicht über den Event-Zweck hinaus genutzt und müssen nach spätestens 90 Tagen gelöscht werden. Die einzige Ausnahme für die Löschungsfrist sind steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten.

Komplizierter wird es bei Eventfotos und Videoaufzeichnungen:

  • Portraits und erkennbare Einzelpersonen: Ohne ausdrückliche Einwilligung ist die Veröffentlichung unzulässig, auch bei scheinbar harmlosen Gruppenfotos
  • Panoramaaufnahmen großer Menschenmassen: Hier kann das berechtigte Interesse greifen, solange Einzelpersonen nicht erkennbar sind.
  • Online-Events und Aufzeichnungen: Wenn du Events oder Meetings aufzeichnest, musst du vorab informieren und eine Einwilligung einholen. Die Aufzeichnung unangekündigt zu starten ist ein DSGVO-Verstoß.

Stelle bei der Anmeldung ein Einwilligungsformular bereit, das Foto- und Videoaufnahmen explizit abfragt. Für hybride Veranstaltungen, also Formate, bei denen ein Teil der Teilnehmer remote zugeschaltet ist, gelten dieselben Regeln, ergänzt um Aufzeichnungspflichten nach Datenschutzrecht.

Event organisieren Schritt für Schritt: Die Checkliste

Welche Tools helfen beim Organisieren von Events?

Für die Organisation deines Events decken drei Tool-Kategorien die wichtigsten Planungsbereiche ab: Assistenten für Checklisten und Risikoanalyse, Online-Portale für behördliche Anträge und Office-Management-Plattformen für Raumplanung und Teilnehmerverwaltung.

  • Checklisten, KI: Nutze unsere Event-Checkliste und recherchiere mit Hilfe eines LLMs (Claude, Gemini, ChatGPT usw.) lokale und kommunale Erfordernisse bzw. Vorgaben deines Bundeslandes, da sich diese nicht in einer allgemeingültigen Liste zusammenfassen lassen.
  • Online-Genehmigungsportale: Das Servicekonto Deutschland und kommunale Antragsportale ermöglichen die Einreichung von Genehmigungsanträgen per Browser-Formular. Die Verfügbarkeit variiert jedoch je nach Bundesland.
  • Office-Management-Plattformen mit Event-Funktion: Eine direkte Verbindung von Eventplanung, Raumverwaltung und Teilnehmerverwaltung spart dir Abstimmungsrunden.

PULT bündelt für dich Raumplanung, Gästemanagement und Catering in einer Plattform. Du buchst Räume, filterst nach Kapazität und Ausstattung wie Beamer oder Whiteboard, blockierst Zonen auf dem interaktiven Büroplan für das Event und fügst Catering direkt im Buchungsvorgang hinzu. 

  • Räume, Catering, Parkplätze und Gäste-Arbeitsplätze aus einer Buchung.
  • Gäste checken am Kiosk ein, Gastgeber bekommt sofort eine Benachrichtigung in Slack oder MS Teams.
  • Gäste unterschreiben beim Empfang NDAs, Fotoerlaubnisse und erhalten den Besucherausweis sowie Datenschutzhinweise.
  • Im Notfall generiert PULT per Knopfdruck einen Emergency Export aller aktuell anwesenden Personen.
  • Der Wochenplaner zeigt vorab, wie viele Mitarbeiter am Event-Tag ohnehin im Büro sind, damit Raumplanung und Flächennutzung aufeinander abgestimmt sind.

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Hybrides Arbeiten

Flex Office: Einfach erklärt, Vorteile, Steuerung

Im Flex Office werden Arbeitsplätze, Besprechungsräume und Zonen von allen gemeinsam genutzt und je nach Aufgabe gebucht. Das Konzept spart Fläche für Einzelarbeitsplätze und macht diese frei für andere Verwendungen. Es passt das Büro an die tatsächliche Arbeitsweise deiner Mitarbeiter an.

Flex Office: Das Wichtigste in Kürze

  • Im Flex Office wird auf persönlich zugewiesene Schreibtische verzichtet. Arbeitsplätze, Besprechungsräume und Zonen werden gemeinsam genutzt und je nach Tätigkeit gebucht oder spontan belegt.
  • Ziel des Flex Office Konzepts ist es, für verschiedene Aufgaben den jeweils bestmöglich dafür geeigneten Arbeitsplatz zu bieten. 
  • Ein Flex Office funktioniert am besten mit einer Buchungssoftware, über die alle Mitarbeiter die Büroressourcen fair buchen können.

Was ist Flex Office?

Der Begriff Flex Office bezeichnet ein Büro- oder Arbeitsplatzkonzept, das verschiedenartig genutzt werden kann. Prägend dafür ist, dass sich das Angebot an Einzelarbeitsplätzen, Räumen, Raumtrennern und Medientechnik an der Arbeitsweise der Nutzer orientiert. Ziel ist, mit dem Angebot des Flex Office der Arbeitsweise der Menschen gerecht zu werden.

Die Hauptbedeutung ist das interne Flex Office: Mitarbeiter haben keinen persönlich zugewiesenen Schreibtisch mehr, wählen stattdessen ihren Arbeitsplatz je nach Tätigkeit. Dieses Prinzip wird auch als Desk Sharing oder Activity-Based Working bezeichnet.

Begriff Flex Office (internal) Flex Office (external)
Definition Arbeitsplatzkonzept ohne feste Schreibtische im eigenen Unternehmen (Desk Sharing/Activity-Based Working). Kurzfristig anmietbare, voll ausgestattete Büroflächen von externen Anbietern.
Typische Nutzung Mittelgroße und große Organisationen mit hybriden Arbeitsmodellen, also stetem Wechsel zwischen Homeoffice und Büro. Start-ups, Projektteams, Firmen in Expansions- oder Übergangsphasen.

Was sind die Vorteile eines Flex Office?

Die Vorteile lassen sich in vier Bereiche gliedern: Flächeneffizienz und Kosten, Workplace Experience und Produktivität, Nachhaltigkeit sowie Handlungsspielraum für fortlaufende Änderungen und Anpassungen.

Das interne Flex-Office-Konzept passt die Nutzung der Einzelarbeitsplätze, Besprechungsräume und Teamzonen im Büro an die tatsächliche Nachfrage der Belegschaft an.

Anstatt jedem Mitarbeiter dauerhaft einen festen Schreibtisch bereitzuhalten, werden Arbeitsplätze, Räume und Zonen so geplant, dass sie der jeweiligen Arbeitsweise, also Konzentration, Zusammenarbeit oder Kommunikation, entsprechen.

Flächeneffizienz und Kostensenkung

Der größte Hebel des Flex-Office-Konzepts liegt in der gezielten Umverteilung der Büroressourcen.

Anstatt jedem Mitarbeiter dauerhaft einen eigenen Schreibtisch bereitzuhalten, kannst du die Zahl der Einzelarbeitsplätze reduzieren und stattdessen Flächen schaffen, die der tatsächlichen Nutzung besser entsprechen:

  • Zonen für Teamarbeit
  • Zusätzliche Besprechungsräume
  • Bereiche für den körperlichen und mentalen Ausgleich, etwa Ruheräume oder Sporträume.

Die Grundlage dafür ist die tatsächliche Nachfrage: Viele Firmen stellen fest, dass ihre Einzelarbeitsplätze im klassischen Büro mitunter zur Hälfte leer bleiben. Laut dem JLL Global Occupancy Planning Benchmark 2025 liegt die durchschnittliche Auslastung weltweit bei nur rund 54 Prozent.

Die Nutzung und faire Verteilung der geschaffenen Büroressourcen steuerst du über eine Buchungssoftware. Mitarbeiter können damit benötigte Arbeitsplätze, Räume oder Zonen verbindlich im Voraus reservieren.

Mit der in PULT integrierten Büroauswertung erhältst du zudem präzise Belegungsdaten. Du siehst, welche Raumtypen stark nachgefragt und welche kaum genutzt werden. Wenig genutzte Bereiche können reduziert und die frei werdenden Flächen für stark gefragte Zonen eingesetzt werden.

Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität

Ein Flex-Office steigert die Zufriedenheit, weil deine Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz selbstbestimmt und anhand ihrer tagesaktuellen Aufgabe wählen können. Anstatt also den ganzen Tag an demselben Tisch zu sitzen, entscheiden sie situativ:

  • für stille und konzentrierte Arbeit in Ruhezonen,
  • für Teamarbeit in offen gestalteten Zonen für die Zusammenarbeit,
  • oder für Kunden- und Projektbesprechungen in akustisch abgeschirmten Zonen oder Meetingräumen.

Laut dem Gensler Workplace Survey 2025 und dem Leesman Index 2025 bewerten Beschäftigte, die in Büros dieser Art arbeiten, ihre Produktivität 8 bis 12 Prozent höher als in statischen Büroformen.

Die Studien zeigen auch: Wichtig ist die Passung zwischen Tätigkeit und Arbeitsplatztyp. Wer für konzentrierte Arbeiten Rückzugsräume findet und für Teamarbeit geeignet ausgestattete Räume und Zonen hat, empfindet das Büro als leistungsfördernd und motivierend.

Nachhaltigkeit und ESG-Konformität

Eine Untersuchung der Instant Group 2024 zeigt, dass ein Arbeitsplatz in einem Flex-Office-System bis zu 40 Prozent weniger CO₂-Emissionen verursacht als ein dauerhaft belegter Platz in einem traditionellen Büro.

Für Unternehmen mit ESG-Zielen, zum Beispiel Scope-3-Reduktion, liefert das Flex Office damit einen direkten Beitrag zur ökologischen Berichterstattung und Zertifizierungsfähigkeit.

Marktanalysen von JLL und CBRE belegen, dass ESG-konforme und flächeneffiziente Konzepte inzwischen zu den wichtigsten Auswahlkriterien in der Büroplanung zählen.

Was sind die Nachteile eines Flex Office?

Ein ​​Flex Office bringt einige Herausforderungen mit sich: fehlende persönliche Bindung, eine erhöhte Geräuschkulisse, besonderer organisatorischer Aufwand und Fragen des Datenschutzes.

Diese Punkte sind jedoch einfach lösbar, indem du deine Mitarbeiter in den Ideenprozess auf dem Weg zum Flex Office einbindest, ihre Arbeitsweise einbeziehst und schließlich mit einer ausgewählten Büroausstattung, hochwertigen Angeboten und der richtigen Software für belastbare Strukturen sorgst.

Verlust der persönlichen Bindung an den Arbeitsplatz

Wenn feste Schreibtische wegfallen, kann das Gefühl entstehen, keinen eigenen Platz mehr zu haben. Dieses Empfinden ist nachvollziehbar, lässt sich aber abfedern, indem du Ersatz für persönliche Bindung schaffst:

  • Spinde oder abschließbare Rollcontainer bieten Platz für persönliche Gegenstände. 
  • Tägliche Personalisierung: Mitarbeiter können für die Dauer ihres Arbeitstages eigene Habseligkeiten am Arbeitsplatz aufstellen. 
  • Attraktive Gemeinschaftsbereiche wie Lounges, Teambereiche oder Ruhezonen schaffen neue Orte der Identifikation.

Geräuschkulisse und Konzentration

Offen gestaltete Bereiche oder häufig wechselnde Arbeitsplätze können zu mehr Geräuschbelastung und Bewegung im Raum führen. Das beeinträchtigt vor allem Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern.

Abhilfe schaffst du durch eine klare räumliche Gliederung und akustisch wirksame Ausstattung:

  • Ruhige Zonen für konzentrierte Arbeit, getrennt von Team- und Kommunikationsflächen.
  • Telefonboxen oder kleine Meetingräume als Rückzugsorte für Gespräche und Videokonferenzen.
  • Schallabsorbierende Materialien, Pflanzen und textile Raumtrenner senken die Geräuschbelastung spürbar.

Ergänze diese baulichen Maßnahmen um einfache Verhaltensregeln: Gespräche oder Telefonate sollten in dafür vorgesehenen Bereichen stattfinden. So bleibt das Büro trotz wechselnder Nutzung ein Ort, an dem konzentriertes Arbeiten gut möglich ist.

Organisation und Verfügbarkeit

Bei der täglichen Arbeit in einem Flex Office befürchten Angestellte mitunter, nicht sicher auf einen freien Arbeitsplatz zugreifen zu können. Sie scheuen sich vor Konflikten um Plätze und Räume.

Mit der Buchungssoftware PULT können deine Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze, Besprechungsräume oder Teamzonen verbindlich im Voraus reservieren. Das sorgt für Fairness und Planbarkeit, besonders in größeren Teams oder an Tagen mit hoher Anwesenheit.

Zusätzlich helfen automatische Check-ins und No-Show-Regeln, ungenutzte Plätze wieder freizugeben.

Datenschutz und Mitbestimmung

Systeme zur Buchung oder Nutzungsauswertung erfassen zwangsläufig Daten. Wichtig ist, dass diese auf das Notwendige beschränkt und rechtskonform verarbeitet werden.

In Deutschland gilt:

  • Nach § 26 BDSG dürfen Beschäftigtendaten nur verarbeitet werden, wenn sie für die Organisation des Arbeitsverhältnisses erforderlich sind.
  • Der Betriebsrat hat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht, sobald technische Systeme Verhalten erfassen können.

In PULT werden Nutzungsdaten ausschließlich aggregiert und anonymisiert ausgewertet.

Rückschlüsse auf einzelne Personen sind ausgeschlossen. Somit arbeitest du DSGVO-konform und kannst die Einführung problemlos mit dem Betriebsrat abstimmen.

Dein Flex Office steuern mit PULT

Das Konzept des Flex Office lebt davon, dass Arbeitsplätze und Räume bewusst und zielgerichtet genutzt werden. Damit das gelingt, müssen Mitarbeiter wissen, welche Plätze und Flächen ihnen wann zur Verfügung stehen. Eine Arbeitsplatzbuchung bildet dafür die verbindliche Grundlage.

Ein solches Buchungssystem zeigt, welche Plätze, Besprechungsräume oder Projektzonen frei sind. Deine Angestellten können ihren Arbeitstag planen und sehen, wann Kolleginnen und Kollegen im Büro sind und wo diese sitzen werden.

Mit PULT erhältst du ein realistisches Bild der tatsächlichen Nutzung: Wann ist das Büro ausgelastet, welche Bereiche bleiben zeitweise leer, welche Räume und Zonen werden stark nachgefragt? Diese Daten sind deine Basis dafür, die Angebote deines Flex Office nachzujustieren und deine Flächenplanung zu verfeinern.

  • PULT Arbeitsplatz- und Raumbuchung: Schreibtische, Besprechungsräume, Projektzonen und Parkflächen verbindlich reservieren, direkt über Desktop oder App.
  • PULT Presence: Automatische Anwesenheitserfassung über das Unternehmens-WLAN, um reale Nutzung und Buchungsdaten abzugleichen.
  • Wochenplaner: Überblick, wer wann im Büro ist, und einfache Abstimmung gemeinsamer Teamtage.
  • Office Insights: Auslastung und Anwesenheit in Echtzeit auswerten, um Reinigungszyklen, Energieverbrauch und Raumaufteilung zu steuern.

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Büro Einblicke

Büroauslastung ohne Sensoren messen und wieder steigern

In Deutschland nutzt laut ifo-Institut jedes vierte Unternehmen seine Büroflächen zu wenig. Parallel dazu pendelt sich die durchschnittliche Büroauslastung in Europa bei rund 60 Prozent ein.

Büroauslastung: Das Wichtigste in Kürze

  • Durchschnittliche Auslastung: In Europa liegt die Büroauslastung derzeit bei rund 60 %, in Deutschland melden 26 % der Unternehmen zu geringe Nutzung ihrer Flächen.
  • Nutzungsmuster: Die stärksten Präsenztage sind Dienstag und Mittwoch. Montag und Freitag sind deutlich schwächer belegt.
  • Messung der Büroauslastung: Verlässliche Ergebnisse entstehen durch eine echte Anwesenheitserfassung. Buchungsdaten helfen, sind durch No-Shows aber fehleranfällig.
  • Büroauslastung steigern: Eine bessere Büroauslastung entsteht durch attraktive Arbeitsumgebungen, gute Ausstattung und Angebote, die den Komfort des Homeoffice übertreffen.

Was ist die Büroauslastung?

Büroauslastung beschreibt den Anteil der tatsächlich genutzten Arbeitsplätze oder Flächen an der insgesamt verfügbaren Kapazität innerhalb eines bestimmten Zeitraums. 

Sie ist ein wichtiger Indikator für die Effizienz von Büroflächen, vergleichbar mit der Belegung eines Hotels oder der Auslastung einer Produktionslinie. Gemessen wird sie in Prozent, bezogen auf einen Zeitraum, zum Beispiel Woche oder Monat.

Die Büroauslastung ist eine wichtige Kernkennzahl für Arbeitsplatz-, Immobilien- und Facility-Management. Sie ermöglicht:

  • Entscheidungen zur Flächenplanung
  • Gezielte Steuerung von Reinigung und Energieeinsatz für Heizung, Kühlung, Lüftung.
  • Optimierung des Arbeitsplatzangebots in Bezug auf die Anzahl von Teamzonen usw.
Berechnungsformel der Büroauslastung:

Büroauslastung (%) = (belegte Arbeitsplätze × Nutzungszeit) ÷ (verfügbare Arbeitsplätze × Gesamtzeit) × 100

Diese Formel kann auf Arbeitsplatz-, Raum-, Etagen- oder Gebäudeebene angewendet werden. Für eine korrekte Bewertung sollten Durchschnitts- und Spitzenwerte (Peak-Auslastung) separat betrachtet werden.

Wie hoch ist die Büroauslastung in den Unternehmen?

Die durchschnittliche Büroauslastung in Europa liegt derzeit bei rund 60 Prozent. Ein klar erkennbares Muster zeigt sich bei der Verteilung über die Wochentage:

  • Dienstag und Mittwoch sind europaweit die stärksten Präsenztage mit rund 67 bis 68 Prozent Auslastung.
  • Donnerstag folgt knapp dahinter mit etwa 65 Prozent.
  • Montag und Freitag bleiben deutlich schwächer ausgeprägt.

Diese Mid-Week-Peaks gelten mittlerweile als typisches Hybrid-Muster und sind eine wichtige Größe für die Kapazitäts- und Serviceplanung in Firmen.

Büroauslastung in Deutschland

In Deutschland hat sich der Trend zu teilweise leer stehenden Büroflächen weiter verfestigt. Eine Unternehmensbefragung des ifo Instituts vom Mai 2025 zeigt:

  • 26,3 Prozent der Firmen bewerten ihre Büroflächen als unterausgelastet.
  • 10,3 Prozent haben ihre Flächen bereits reduziert.
  • Weitere 12,5 Prozent planen eine Verkleinerung innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in Branchenberichten von AssCompact und IT-Daily wider und bestätigen den Trend zu einer Verkleinerung der Büroflächen in Deutschland.

Parallel zur stagnierenden Flächennachfrage ist in vielen europäischen Städten eine Erhöhung der Leerstandsquoten zu beobachten. Firmen konzentrieren ihre Mietflächen zunehmend auf hochwertige Standorte mit guter Anbindung und New-Work-tauglicher Ausstattung.

  • Das quantitative Flächenvolumen sinkt, die qualitative Nachfrage steigt.
  • Orientierungswerte für Planung und Bewertung

Auf Basis aktueller Daten lassen sich folgende Richtwerte ableiten:

  • Durchschnittliche Büroauslastung: ca. 60 Prozent (europäischer Mittelwert).
  • Zielkorridor für funktionierende Hybrid-Modelle: 60 bis 70 Prozent im Wochendurchschnitt, Peaks unter 90 Prozent in Kernzonen.
  • Typisches Wochentagsprofil: Mid-Week-Peak Di/Mi/Do, niedrigere Nutzung Mo/Fr.

Wie messe ich die Büroauslastung?

Die Büroauslastung wird gemessen, indem reale Anwesenheitsdaten, Buchungsinformationen und Flächennutzungsanalysen kombiniert werden.

Je nach technischer Infrastruktur kommen zu diesem Zweck WLAN-Erkennung, Sensorik, Buchungssysteme oder Zutrittsdaten zum Einsatz. Wichtig ist, dass die Daten die tatsächliche Nutzung abbilden, nicht nur die Reservierungen.

Messung der tatsächlichen Anwesenheit

Die zuverlässigste Methode zur Messung der Büroauslastung ist der Weg über die tatsächliche Anwesenheit der Mitarbeiter im Büro. In klassischen Systemen müssen die Mitarbeiter täglich zuverlässig einchecken. Einfacher und zuverlässiger erfolgt die Messung über den automatischen Check-in per WLAN-Verbindung in PULT Presence.

Hierfür wird der Check-in automatisch durchgeführt, sobald sich Laptop oder Smartphone deiner Mitarbeiter mit dem vorhandenen Unternehmens-WLAN verbinden. Ein Eingriff der Mitarbeiter ist dafür nicht notwendig.

  • WLAN-Erkennung: Endgeräte (Laptop oder Smartphone) verbinden sich automatisch mit dem Firmennetzwerk. Diese Verbindungen lassen sich anonymisiert zählen und zeigen, wie viele Personen gleichzeitig im Büro sind.
  • Vorteil: Kein manueller Check-in notwendig, hohe Datenqualität, klare Abbildung der tatsächlichen Präsenz.
  • Datenschutz: Die Erfassung erfolgt aggregiert und DSGVO-konform; individuelle Bewegungsprofile werden nicht erstellt.
  • Messzeitraum: Zwei bis vier Wochen liefern in der Regel ausreichend Daten, um Durchschnitts- und Spitzenwerte sicher zu berechnen.

Diese Methode ist besonders geeignet, wenn reale Nutzungsmuster statt bloßer Buchungsstatistiken erfasst werden sollen.

Messung über Buchungsdaten

Die Büroauslastung lässt sich anhand der Buchungsaktivität bewerten. Hierbei wird gezählt, wie oft Arbeitsplätze oder Räume reserviert und genutzt werden. Das ist weniger genau als eine echte Anwesenheitserfassung.

  • Einfach verfügbar bei Nutzung einer Buchungssoftware mit Büroauswertung
  • Aussagekräftig für Nachfrage- und Planungstrends.

Grenzen:

  • Buchungen spiegeln nur Nutzungsabsicht, nicht tatsächliche Anwesenheit.
  • No-Shows (Reservierungen ohne Nutzung) verfälschen die Ergebnisse.
Tipp: Eine automatische Freigabe nicht genutzter Buchungen erhöht die Datenqualität deutlich. In PULT kannst du einstellen, nach welchem Zeitfenster eine nicht beanspruchte Buchung automatisch storniert wird.

Wie kann ich die Büroauslastung steigern?

Die Büroauslastung kannst du durch Attraktivität und eine positive Workplace Experience steigern und somit deine Angestellten zur Rückkehr ins Büro motivieren. Dein Team kommt dann gern ins Büro, wenn dieses etwas bietet, das das Homeoffice nicht leisten kann: Gemeinschaft, Komfort und attraktive Angebote für Ausgleich und modernes Arbeiten.

Was macht das Büro attraktiv?

Ein Büro ist dann attraktiv, wenn es Raum für verschiedene Arbeitsweisen bietet und den menschlichen Ansprüchen nach Abwechslung und Ausgleich gerecht wird. Anstelle gleichförmiger Schreibtischreihen brauchen Unternehmen heute vielgestaltige Arbeitszonen:

  • Multispace-Prinzip: Unterschiedliche Bereiche für Konzentration, Zusammenarbeit, Gespräche und Erholung. 
  • Hohe Aufenthaltsqualität: Bequeme Lounges, gut ausgestattete Küchen, Snacks, Getränke und Rückzugsorte steigern das Wohlbefinden und verlängern die Verweildauer im Büro.
  • Stärkung der Zusammenarbeit: Das Büro dient als sozialer Raum. Teamtage werden abgehalten und das Angebot der frei gestaltbaren Teamzonen wahrgenommen.
  • Ruhezonen: Trotz offener Flächen braucht es akustisch geschützte Rückzugsorte. Viele Mitarbeiter schätzen am Homeoffice vor allem die Ruhe. Das Büro sollte diesen Vorteil ebenfalls bieten.

Angebote für eine hochwertige Workplace Experience

Eine überzeugende Workplace Experience entsteht aus der gegenseitigen Ergänzung von Räumen, Technik und Kultur.

A. Räume und Zonen

  • Zonierung und Vielfalt: Zueinander getrennte Bereiche für konzentriertes Arbeiten, für Teamarbeit sowie Pausen und mentalen Ausgleich.
  • Akustische Qualität: Textile und akustisch wirksame Oberflächen, große und üppige Pflanzen sowie Raumteiler reduzieren Lärm.
  • Teamflächen: Rollbare und frei kombinierbare Möbel, Whiteboards und Stellwände schaffen wandelbare Projektzonen.
  • Telefonboxen & Huddle Rooms: Kleine, schallgeschützte Räume, in denen ungehindert telefoniert werden kann, ohne andere Kollegen zu stören.
  • Biophiles Design: Tageslicht, Grünpflanzen und natürliche Materialien verbessern das Wohlbefinden messbar.

B. Technik und Ausstattung

  • Ergonomische, standardisierte Arbeitsplätze: Jeder Platz sollte gleichwertig ausgestattet sein, mit Monitor, Dockingstation und verstellbarem Tisch.
  • Zuverlässige Meetingtechnik: mit sehr guter Audio- und Videoqualität.
  • Persönlicher Stauraum: Spinde, Schließfächer, Rollcontainer
  • Platzbuchungssystem: Faire Arbeitsplatz- und Raumreservierung

C. Services und Kultur

  • Gastronomie und Verpflegung: Ein gutes Tee-, Kaffee- und Getränkeangebot, gesunde und proteinreiche Snacks, Kantinenangebot
  • Pausen- und Bewegungsflächen: Lounges, Sport- bzw. Fitnesszonen mit Dusche
  • Sauberkeit und Hygiene: Saubere, gepflegte Flächen sind Ausdruck von Wertschätzung.

Messungen als erster Schritt zu mehr Büroauslastung

Die Möglichkeit, einzelne Arbeitstage im Homeoffice zu verbringen, ist für Angestellte inzwischen zum Standard geworden. Zumindest gilt das für Berufe, in denen das auch tatsächlich möglich ist. Hingegen ist die Büroauslastung für dich als Unternehmer oder Verantwortlicher ebenfalls ein wertvolles Gut, das auch direkt im finanziellen Zusammenhang steht.

Die Rückkehr ins Büro und somit eine möglichst hohe Büroauslastung gelingt am besten durch positive Motivation. Zwang führt eher zu Abwanderung. Als geeigneter Motivator gelten alle Maßnahmen, die dein Büro attraktiver werden lassen. Biete deinen Angestellten etwas, was ihr Zuhause nicht leisten kann.

Um Flächen für Lounges, Teambereiche, Ruhebereiche oder gar Sporträume freizumachen, wirst du die vorhandenen Flächen umplanen und Einzelarbeitsplätze reduzieren müssen. Das erste Glied in dieser Kette ist daher die Messung der aktuellen Büroauslastung. Und diese gelingt am besten mit den Office Insights von PULT.

Wichtig: Sobald wieder mehr Kollegen ins Büro zurückkehren, verschieben sich selbstverständlich auch die Buchungs- und Anwesenheitszahlen. Halte daher in PULT den Trend im Auge, was über die Office Insights sehr leicht möglich ist.

Durch die Beobachtung des Buchungsverhaltens kannst du das Angebot von Einzelarbeitsplätzen nachjustieren. Auf diesem Weg sorgst du dafür, dass alle Angestellten jederzeit verlässlich einen freien Platz buchen können.

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Hybrides Arbeiten

Arbeit 4.0: Wie Digitalisierung, KI und neue Arbeitsformen die Zukunft der Arbeit prägen

Arbeit 4.0 beschreibt den Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung, Automatisierung und neue Organisationsformen. Technik verändert, wo, wie und wann gearbeitet wird, vom vernetzten Büro bis zum mobilen Arbeitsplatz.

Arbeit 4.0: Das Wichtigste in Kürze

  • Digital vernetzt: Kommunikation, Daten und Prozesse laufen cloudbasiert und in Echtzeit.
  • Ortsunabhängig: Teams arbeiten hybrid, also im Büro, von zu Hause oder von unterwegs, je nach Aufgabe und individueller Produktivität.
  • Neue Kompetenzprofile: Digitale, soziale und selbstorganisatorische Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung. Routinearbeiten werden automatisiert.
  • Recht & Verantwortung: Arbeitszeit-, Datenschutz- und Arbeitsschutzregelungen müssen an freiere Arbeitsmodelle angepasst werden.
  • Büroflächen im Wandel: Klassische Schreibtische weichen modularen, gemeinsam genutzten Arbeitszonen, gesteuert über ein Buchungssystem (PULT).
  • Führung & Kultur: Vertrauen, Ergebnisorientierung und verstärkte Kommunikation ersetzen die reine Präsenzkontrolle.

Was ist Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0 beschreibt den Wandel der Arbeit durch Digitalisierung, Vernetzung und den Einsatz von Automatisierung und künstlicher Intelligenz. Der Begriff knüpft an Industrie 4.0 an, verschiebt den Fokus aber von Produktionsprozessen auf Arbeitsformen, Organisation und Beschäftigungsverhältnisse.

  • Arbeit 1.0: Mechanisierung; Fabrikarbeit entsteht.
  • Arbeit 2.0: Elektrifizierung & Fließband; Massenproduktion.
  • Arbeit 3.0: IT & erste Automatisierung; globale Vernetzung beginnt.
  • Arbeit 4.0: Echtzeit-Vernetzung, Cloud, KI, Plattformarbeit, hybride Modelle: Arbeit wird orts- und zeitflexibler.

In Deutschland wurde das Thema durch den Dialogprozess Arbeiten 4.0 des BMAS strukturiert. Ziel war und ist, technologische Möglichkeiten mit „Guter Arbeit“ zu verbinden und die Regeln einer künftigen Arbeitsgesellschaft aktiv zu gestalten.

Welche Merkmale kennzeichnen Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0 steht für das Zusammenspiel aus Digitalisierung, Automatisierung und persönlicher Entscheidungsfreiheit. Sie verändert, wo, wann und wie Menschen arbeiten: durch digitale Arbeitsplätze, ortsunabhängige Zusammenarbeit, künstliche Intelligenz und neue Führungsformen.

Der digitale und veränderliche Arbeitsplatz

Die Arbeit entkoppelt sich vom physischen Büro. Dokumente, Kommunikation und Prozesse laufen in der Cloud und sind somit jederzeit und von überall zugänglich. Chats, Videomeetings und Projektsoftware werden zu den wichtigsten Arbeitsmitteln.

Mitarbeiter organisieren ihre Arbeit zunehmend selbstbestimmt und die Aufgabe entscheidet über den Arbeitsort. Das gilt sowohl für die Wahl zwischen Büro und Homeoffice als auch für die Wahl des richtigen Arbeitsplatzes innerhalb des Büros. Dort werden, neben klassischen Einzelarbeitsplätzen, auch Zonen für die Zusammenarbeit, stille Zonen für konzentriertes Arbeiten und Bereiche für den persönlichen Ausgleich angeboten.

Führungs- und Lernkultur

Die Mitarbeiterführung verändert sich von Kontrolle hin zu Coaching und Vertrauen. Die Leistung wird am Ergebnis gemessen, nicht an der Präsenz.

Parallel dazu wird die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen zur wichtigen Eigenschaft: Kompetenzen zu Software und KI, Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen Technologien sind unter Arbeit 4.0 von großer Bedeutung.

Arbeitszeit

Nach dem EuGH-Urteil von 2019 sowie den Anpassungen im Arbeitszeitgesetz besteht für Arbeitgeber die Pflicht zur lückenlosen Zeiterfassung. Unternehmen setzen zu diesem Zweck Systeme für digitale Zeiterfassung ein. Diese erfassen Arbeitsbeginn, Pausen und Ende automatisch, auch im Homeoffice. Parallel dazu etablieren sich die Vier-Tage-Woche oder Arbeitszeitkonten, mit denen Mehr- und Minderarbeit über längere Zeiträume ausgeglichen werden.

Regelungen gegen Entgrenzung

Ein häufiger Konflikt inmitten der sonst sehr freien Arbeit 4.0 ist die Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit. Hierzu regeln Betriebsvereinbarungen inzwischen, dass E-Mails oder Chat-Nachrichten außerhalb der Kernarbeitszeiten nicht verpflichtend beantwortet werden müssen. So werden Arbeitszeitgrenzen trotz digitaler Vernetzung eingehalten.

Welche Technologien prägen Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0 wird vor allem durch Automatisierung, künstliche Intelligenz, Cloud-Infrastrukturen, Datenanalyse und vernetzte Arbeitsplatzsysteme bestimmt. Diese Technologien ermöglichen, alle oder möglichst viele Prozesse digital abzubilden, zu steuern und auszuwerten.

Automatisierung und Robotik

Automatisierung bedeutet, dass technische Systeme wiederkehrende Aufgaben selbstständig ausführen. In vielen Unternehmen sind bereits Softwaresysteme im Einsatz, die Routinearbeiten übernehmen:

Sie lesen beispielsweise Rechnungen aus, gleichen Beträge mit Bestellungen ab und leiten sie automatisch in Freigabeprozesse weiter. In Personal- oder Vertragsverwaltung erkennen Programme Fristen und erzeugen Erinnerungen, ohne dass jemand manuell prüfen muss.

Auch in der Produktion ist Automatisierung bereits weit verbreitet und entspricht dem Bild von Arbeit 4.0. Roboter übernehmen monotone Montageschritte, hochauflösende Kameras prüfen Oberflächen auf Fehler, fahrerlose Transportsysteme bringen Material zur richtigen Zeit an den richtigen Ort.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) erweitert Automatisierung um die Fähigkeit, Daten zu verstehen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie wird eingesetzt, um Muster zu erkennen und Sprache oder Bilder zu verarbeiten oder zu erzeugen.

KI wird genutzt, um eingehende E-Mails automatisch Themen zuzuordnen, Gesprächsnotizen zu transkribieren oder Unregelmäßigkeiten in Produktionsdaten zu erkennen. In Serviceabteilungen analysieren KI-Systeme Anfragen und schlagen passende Antwortbausteine oder Lösungsvorschläge vor.

Im Personalwesen helfen sie bei der Vorauswahl von Bewerbungen, indem sie Lebensläufe strukturiert auswerten und Anforderungen mit Stellendaten abgleichen.

Solche Systeme übernehmen keine Entscheidungen, sondern liefern Zwischenergebnisse. Menschen prüfen anschließend, korrigieren und geben frei. Dadurch verändert sich die Rolle vieler Beschäftigter: Sie kontrollieren automatisierte Prozesse, statt sie vollständig selbst auszuführen.

Daten und Analytics

Mit der Digitalisierung entstehen große Mengen an Nutzungs- und Leistungsdaten. Ihre Auswertung ist eine wesentliche Grundlage für Arbeit 4.0.

Unternehmen erfassen anonymisierte Daten darüber, wie Arbeitsplätze, Räume oder Systeme verwendet werden. Buchungszeiten, Check-ins, Raumbelegung oder Sensordaten zur Luftqualität zeigen, wann Arbeitsplätze, Zonen und Räume tatsächlich genutzt werden.

Ergänzend kommen Leistungsdaten aus Prozessen hinzu, etwa Durchlaufzeiten, Fehlerraten oder Bearbeitungsdauer von Vorgängen.

Aus diesen Informationen lassen sich Muster ableiten: an welchen Tagen Büros stark belegt sind, welche Raumgrößen zu häufig oder zu selten genutzt werden oder wo Freigabeprozesse regelmäßig ins Stocken geraten.

Auf Basis solcher Analysen lassen sich Arbeitsorganisation, Flächenplanung oder Schichtmodelle an tatsächliche Anforderungen anpassen.

Tipp: In PULT kannst du die Büroauslastung ohne Sensoren messen. Mit den gewonnenen Daten kannst du die Büroflächen schrittweise umplanen und deinen Angestellten die Ressourcen zur Verfügung stellen, die sie wirklich nachfragen.

Augmented und virtuelle Realität

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) ergänzen Arbeit 4.0 um immersive Lern- und Anwendungsformen.

In der Wartung können Techniker über AR-Brillen Schritt-für-Schritt-Anweisungen direkt im Sichtfeld sehen. Bei komplexen Störungen lassen sich Experten per Videofunktion zuschalten und Markierungen im Bild setzen.

In Ausbildung und Training kommen VR-Simulationen zum Einsatz, mit denen sich Abläufe gefahrlos üben lassen, etwa Sicherheitsverfahren, Maschinenbedienung oder Notfallszenarien. Auch in der Konstruktion wird VR genutzt, um Anlagen oder Büroräume virtuell zu begehen und ergonomische Aspekte vorab zu prüfen.

Vernetzte Arbeitsplatz- und Gebäudetechnik

In Büros, die der Arbeit 4.0 gerecht werden, sorgen Sensoren und IoT-Systeme (Internet of Things) dafür, dass Gebäude und Gebäudetechnik aktiv auf Nutzung reagieren.

Bewegungs- und Belegungssensoren erfassen, welche Arbeitsplätze oder Besprechungsräume belegt sind. CO₂- und Temperaturmessungen steuern Lüftung und Klimatisierung. Licht und Reinigung können somit an die tatsächliche Nutzung angepasst werden.

Wie verändern sich Ort und Zeit der Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0 verändert die Organisation von Ort und Zeit. Arbeit ist weniger an einen festen Platz oder ein starres Zeitraster gebunden. Sie findet dort statt, wo Aufgaben sinnvoll erledigt werden können, und zu Zeiten, die sowohl zu den betrieblichen Abläufen als auch zur persönlichen Planung der Angestellten passen.

Übergang vom festen Arbeitsplatz zum freien Konzept

Das Büro wird durch weitere Arbeitsorte ergänzt und Angestellte wechseln zwischen dem Unternehmen, dem Homeoffice und dritten Arbeitsorten wie Coworking-Spaces. Daher ist nicht mehr das gesamte Team jeden Tag vollzählig im Büro.

Das hat zur Folge, dass personenbezogene Einzelarbeitsplätze abgeschafft werden. Sie weichen einem Desk Sharing Konzept, das weiterhin Einzelarbeitsplätze in reduzierter Anzahl zur Verfügung stellt. Diese werden vor Arbeitsbeginn gebucht und somit verbindlich reserviert.

Die Bürofläche wird durch das Desk Sharing weniger von Einzelarbeitsplätzen beansprucht. Es entsteht mehr Raum für stärker nachgefragte Ressourcen: Besprechungsräume, Zonen für die Teamarbeit und Bereiche für Ausgleich und Erholung. Auch diese Räume und Zonen lassen sich in PULT anlegen und buchen.

Auf diesem Weg macht Desk Sharing das Büro tauglich für das sogenannte Activity-Based Working. Deine Mitarbeiter entscheiden selbst, welcher Ort, Raum oder Zone am besten zur tagesaktuellen Aufgabe passt.

Die Gründe für diese Entwicklung sind messbar: Laut ifo-Institut arbeiteten bereits Anfang 2025 rund 24,5 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest zeitweise von zu Hause. Viele Unternehmen passen deshalb ihre Büroflächen an, weil durchschnittlich ein Viertel der Arbeitsplätze regelmäßig ungenutzt bleibt.

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Arbeitszeitmodelle unter Arbeit 4.0

Mit der räumlichen Entscheidungsfreiheit geht eine zeitliche Entkopplung einher. Arbeitszeiten orientieren sich zunehmend an Ergebnissen statt an festen Zeitfenstern.

Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Jahresarbeitszeitkonten sind verbreitete Modelle, um persönliche und betriebliche Anforderungen in Einklang zu bringen.

Welche Kompetenzen brauchen Beschäftigte in Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0 verlangt von Beschäftigten neue und erweiterte Fähigkeiten im Umgang mit Technik, Daten und Selbstorganisation. Wichtig sind Kenntnisse im Umgang mit Cloudsoftware und KI, analytisches Denken, Eigenverantwortung und die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen.

Umgang mit Daten und Informationen

Aspekte der Datenanalyse finden Einzug in viele Tätigkeiten. Kennzahlen werden direkt im Arbeitsprozess angezeigt, zum Beispiel im Dashboard in der Produktion oder im Ticket-Monitor im Kundendienst.

Beschäftigte müssen diese Kennzahlen und Ergebnisse lesen können, ihre Aussagekraft prüfen und wissen, was sie selbst entscheiden und wann sie Rückfragen stellen sollten.

Beispiel: Eine steigende Bearbeitungszeit kann auf technische Probleme hinweisen, oder darauf, dass ein Team derzeit komplexere Aufträge bearbeitet.

Selbstorganisation und Belastungsmanagement

Mit der Verbreitung von Homeoffice, Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit verschiebt sich die Verantwortung für die Arbeitsorganisation zum Einzelnen. Wenn deine Angestellten häufig zwischen Büro und Homeoffice wechseln, müssen sie selbst Aufgaben planen, Unterbrechungen begrenzen und Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit ziehen.

Selbstorganisation ist auch eine Frage der Gesundheit und Gesunderhaltung. Studien der BAuA zeigen, dass Beschäftigte im Homeoffice häufiger über längere Bildschirmzeiten berichten. Deshalb gehört zu den gefragten Kompetenzen auch die Fähigkeit, Pausen einzuplanen, Erreichbarkeit zu begrenzen und Überlastung rechtzeitig zu erkennen.

Kommunikation über Distanz

Digitale Zusammenarbeit verlangt eine verständnisvolle und wohlwollende Kommunikation. In Videokonferenzen oder Chatnachrichten fehlen Körpersprache und Zwischentöne und Missverständnisse entstehen leichter. Erfolgreiche Teams achten deshalb darauf, Vereinbarungen schriftlich festzuhalten, Entscheidungen offenliegend zu dokumentieren und jederzeit Rückfragen zuzulassen.

Auch in der Industrie oder im Handwerk werden Abstimmungen zunehmend digital geführt, so etwa zwischen dem Außendienst und dem Innendienst bzw. dem Büro, beispielsweise über Apps.

Lernbereitschaft und Anpassungsfähigkeit

Nach dem Future of Jobs Report 2025 verändern sich weltweit etwa 39 Prozent der beruflichen Qualifikationen innerhalb von fünf Jahren. Das bedeutet: Wissen veraltet schneller, als es klassische Weiterbildung ersetzen kann.

Die Fähigkeit zu lernen gilt daher als neue Kernkompetenz. Diese umfasst Neugier, Fehlerakzeptanz und die Bereitschaft, sich in neue Themen einzuarbeiten.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für Arbeit 4.0?

Die wichtigsten Regelungsfelder betreffen Arbeitszeit, Datenschutz, Arbeitsschutz, Mitbestimmung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ein Großteil der bestehenden Vorschriften gilt auch für digitale oder hybride Arbeit, wird aber derzeit durch neue Gesetze und EU-Richtlinien konkretisiert.

Arbeitszeit und Zeiterfassung

Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten erfassen, unabhängig davon, ob im Betrieb oder mobil gearbeitet wird.

Das ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz und setzt eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs von 2019 um. Wie die Aufzeichnung technisch erfolgt, ist offen: möglich sind elektronische Systeme, Software oder digitale Selbstbuchungen durch Beschäftigte.

Eine gesetzliche Neuregelung des Arbeitszeitgesetzes befindet sich (Stand Herbst 2025) in Vorbereitung. Diskutiert wird, ob künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit gelten soll, um auch neue Arbeitszeitmodelle rechtssicher zu ermöglichen.

Unabhängig davon bleibt die Pflicht bestehen, Arbeitszeiten nachvollziehbar und überprüfbar zu dokumentieren.

Arbeitsschutz und Ergonomie

Das Arbeitsschutzgesetz gilt auch für mobile und hybride Arbeit. Firmen müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen, Unterweisungen anbieten und sicherstellen, dass Arbeitsmittel den ergonomischen Anforderungen entsprechen.

Für Telearbeitsplätze, also feste Heimarbeitsplätze mit Ausstattung durch den Arbeitgeber, gelten zusätzlich die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung.

Bei mobiler Arbeit, bei der Beschäftigte ihren Arbeitsort selbst wählen, greifen die allgemeinen Grundpflichten: Bildschirmarbeit ist so zu gestalten, dass körperliche Belastungen vermieden werden, Arbeitsunterbrechungen möglich sind und Beschäftigte in sicherer Umgebung arbeiten können.

Leitfäden von BAuA und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) empfehlen regelmäßige Unterweisungen zu Körperhaltung, Licht, Pausen und Sicherheit zu Hause.

Datenschutz und IT-Sicherheit

Digitale Arbeit erhöht die Menge verarbeiteter personenbezogener Daten. Du musst daher sicherstellen, dass diese Daten nur für zulässige Zwecke genutzt werden. Grundlage bleibt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), ergänzt durch das Bundesdatenschutzgesetz.

Für die Nutzung von KI-gestützten Anwendungen gelten zusätzlich Informations- und Dokumentationspflichten: Nutzer müssen nachvollziehen können, welche Daten verarbeitet und wie Entscheidungen erzeugt werden.

Mitbestimmung und Beteiligung

Bei der Einführung neuer digitaler Systeme hat der Betriebsrat umfangreiche Mitbestimmungsrechte. Nach § 87 Betriebsverfassungsgesetz ist seine Zustimmung erforderlich, wenn technische Einrichtungen zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet sind.

Das betrifft Zeiterfassungssysteme, Buchungstools, Sensorik oder Software, die Arbeitsaktivitäten protokollieren. Betriebsvereinbarungen legen fest, welche Daten erhoben, wie sie gespeichert und wer sie einsehen darf.

Tipp: Mit PULT, der Software für Arbeitsplatzbuchung und Büroauswertung, arbeitest du DSGVO-konform. Du erhältst umfangreiche Auswertungen zur Büronutzung und da keine Rückschlüsse auf das Verhalten von einzelnen Personen möglich sind, bleibt der Datenschutz unberührt.

Arbeit 4.0 mit PULT gestalten

Der Arbeitsplatz unter Arbeit 4.0 entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Räume und Zonen, die verschiedenen Arbeitsweisen gerecht werden.
  • Technik, Software und KI, die Routineaufgaben abnimmt und zuverlässig funktioniert.
  • Mitarbeiter, die bereit für Wandel sind und zukunftstaugliche Kompetenzen entwickeln.
  • Eine Kultur, die dafür sorgt, dass sich Menschen im Büro wohlfühlen. 

Damit du den Prozess zu Arbeit 4.0 in deinem Unternehmen nicht nur nach Bauchgefühl angehen, sondern gezielt steuern kannst, brauchst du belastbare Daten, wie du sie in PULT erhältst:

  • Office Insights: In PULT siehst du in Echtzeit, wie stark deine Büroflächen, Räume und Arbeitsplätze genutzt werden. Auf dieser Basis kannst du die Flächen so verplanen, wie es die neuen Ansprüche der Arbeit 4.0 verlangen.
  • PULT Presence: Neben den Buchungsdaten erhältst du mit Presence echte Anwesenheitswerte. Sobald sich Laptops oder Smartphones mit dem Unternehmens-WLAN verbinden, wird die Büroanwesenheit automatisch erfasst. So gewinnst du ein realistisches Bild, wie viele Mitarbeiter tatsächlich im Büro sind, unabhängig davon, ob sie zuvor eine Buchung vorgenommen haben.
  • Arbeitsplatz- und Raumbuchung: Deine Mitarbeiter können Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Zonen und Parkflächen zuverlässig reservieren. Auf diese Weise stellst du sicher, dass alle fair auf die vorhandenen und neu geschaffenen Ressourcen zugreifen können und niemand vor belegten Plätzen steht.

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Hybrides Arbeiten

Arbeitsplatz der Zukunft: Wie Mensch, Raum und Technologie zusammenwirken

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist hybrid, stark vernetzt und auf Gesundheit sowie Nachhaltigkeit ausgerichtet. Neue Studien zeigen, wie sich Raum, Technologie und Arbeitskultur verändern und welche Anforderungen Unternehmen künftig erfüllen müssen, um zukunftssicher zu sein.

Arbeitsplatz der Zukunft: Das Wichtigste in Kürze

  • Wechsel zwischen Büro und Homeoffice: Beschäftigte in Deutschland arbeiten im Schnitt 1,6 Tage pro Woche im Homeoffice; das Büro bleibt Zentrum für Zusammenarbeit und Unternehmenskultur.
  • KI im Arbeitsalltag: 75 % der Wissensarbeiter nutzen generative KI, daher werden passende Kompetenzen und Datensicherheit wichtiger.
  • Ergonomisch & adaptiv: Wahl verschiedener Arbeitsplätze je nach Aufgabe. Sensorisch gesteuerte Arbeitsplätze für verbesserte Luft, Licht, Akustik und Auslastung.
  • Daten- und Flächenmanagement: Sensorik und Software machen Belegung, Klima und Energieverbrauch sichtbar und ermöglichen Optimierung von Arbeitsplätzen und Büroflächen.
  • Mensch im Mittelpunkt: Führung, Lernkultur und mentale Gesundheit gewinnen an Bedeutung, um Leistungsfähigkeit und Motivation aufrechtzuerhalten.

Was ist der Arbeitsplatz der Zukunft?

Der Arbeitsplatz der Zukunft verbindet Büro, Homeoffice und mobiles Arbeiten zu einem abgestimmten System. Bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen dieser neuen Art wird demnach auf technologische, gesellschaftliche und organisatorische Veränderungen reagiert. Die Arbeit verteilt sich auf mehrere physische und digitale Räume.

Das World Economic Forum beschreibt in seinem „Future of Jobs Report“ drei Entwicklungsrichtungen:

  • Hybride Organisationsmodelle mit orts- und zeitflexibler Arbeit
  • Technologie: KI, Automatisierungen und Datenintegration übernehmen Routinetätigkeiten
  • Human-Centric Work Environments: Arbeitsplätze, die stärker als zuvor menschlichen Anforderungen an Gesundheit und Ausgleich gerecht werden

Die drei Dimensionen des Arbeitsplatzes der Zukunft

Der Arbeitsplatz der Zukunft entsteht an der Schnittstelle von Mensch, Raum und Technologie. Diese drei Dimensionen bestimmen, wie Firmen die Arbeit strukturieren, deren Büroflächen und Räumlichkeiten gestalten sowie Software und KI einbinden. 

1. Dimension: Mensch

Die menschliche Dimension umfasst Qualifikation, Arbeitsorganisation und Wohlbefinden.

Laut World Economic Forum gehören analytisches Denken, Kreativität, Lernfähigkeit, Resilienz und technologische Kompetenz zu den fünf wichtigsten Zukunftskompetenzen. Über 60 % der befragten Unternehmen planen, Beschäftigte in KI-, Daten- und Kommunikationskompetenzen weiterzubilden.

Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigen, dass die psychische Gesundheit und die soziale Einbindung der Angestellten in hybrider Arbeit, also dem ständigen Wechsel zwischen Büro und Homeoffice, wichtige Leistungsfaktoren sind. 

Die BAuA weist außerdem darauf hin, dass mit zunehmender digitaler Arbeitsdichte die Grenzen zwischen Arbeit und Erholung verschwimmen und daher sorgfältig geregelt werden müssen. Arbeitszeitdokumentation, Pausenmanagement und technische Abschaltmöglichkeiten (Right-to-Disconnect-Regelungen) gelten dabei als wirksame Präventionsmaßnahmen.

2. Dimension: Raum

Der Arbeitsplatz der Zukunft weicht zunehmend vom klassischen Einzelarbeitsplatz ab und ist eher als Zone zu verstehen. Arbeitnehmer können innerhalb des Büros unter verschiedenen Arbeitsplätzen wählen, die jeweils für andere Zwecke gestaltet sind. 

  • Ergonomie: Die Anpassung der Möbel an den eigenen Körper wird durch Memory-Presets und die Steuerung über App oder Arbeitsplatz-ID ergänzt werden.
  • Individualisierung: Die Anbindung an Gesundheits- und Bewegungsapps kann persönliche Aktivitätsempfehlungen pro Mitarbeiter ermöglichen.
  • Sensorik: Sensoren erfassen Präsenz, Temperatur, Luftqualität, Helligkeit und Nutzungshäufigkeit; sie steuern Licht und Klima.
  • Lichtsteuerung: Circadiane Beleuchtung passt Farbtemperatur und Helligkeit an den Tagesverlauf an, um Konzentration und Schlafrhythmus zu stabilisieren.
  • Akustik: Die Arbeitsplatzgestaltung enthält schallabsorbierende Oberflächen, variable Trennwände oder Sound-Masking, um die akustische Belastung in offenen Büros zu minimieren.
  • Materialität: Verwendung von Naturmaterialien, Holz und Textilien zur Verbesserung von Raumklima und psychischem Wohlbefinden.
  • Biokomponenten: Begrünung durch Hydrokulturen, Hängepflanzen, pflanzliche Raumteiler und Wandbilder aus Moos erhöhen die Luftfeuchtigkeit und senken nachweislich das Stressniveau.
  • Nachhaltigkeit: Möbel bestehen aus modularen, reparierbaren und recyclingfähigen Komponenten mit dokumentierter CO₂-Bilanz.

3. Dimension: Technologie

Die technologische Dimension beschreibt den Einsatz von Software, zunehmend geprägt durch KI und insgesamt unter dem Aspekt, dass die menschliche Arbeit vereinfacht werden soll.

Die Microsoft Work Trend Index Studie 2025 zeigt, dass bei 75 % der Wissensarbeit generative KI genutzt wird, darunter zur Texterstellung, Informationsaufbereitung oder Datenanalyse. Diese Entwicklung führt zu neuen Arbeitsformen: sogenannte Mensch-Agent-Teams kombinieren menschliche Entscheidungsfähigkeit mit algorithmischer Unterstützung.

Am Arbeitsplatz der Zukunft werden IoT-Sensorik, Anwesenheitserkennung und Raumdaten genutzt. Diese Systeme ermöglichen insgesamt Datenanalysen zu Raumnutzung, Energieverbrauch und ergonomischem Verhalten.

Hinzu kommt der weitgehend etablierte Einsatz von KI, zum Beispiel in Digital Workplaces, Datenmanagementsystemen und Software für Zusammenarbeit. 

Wie gestalte ich den Arbeitsplatz der Zukunft?

Der Arbeitsplatz der Zukunft soll sehr viel stärker als bisher den geistigen und körperlichen Ansprüchen der Mitarbeiter gerecht werden. Alte Raumkonzepte werden aufgebrochen und Flächen werden nach dem tatsächlichen Bedarf genutzt, teils täglich auf andere Weise. Die eingesetzte Hardware sowie die Kompetenzen und Geisteshaltung der Angestellten ermöglichen die Nutzung von Software und Technologie nah am Stand der Entwicklung.

1. Ausgangslage erheben

Starte mit einer Bestandsaufnahme zu den vorhandenen Büroflächen und deren Nutzung, zur vorhandenen Technik und dem Mobiliar sowie zu den Erwartungen der Mitarbeiter an das Unternehmen. Nutze dafür Belegungsdaten, Feedback-Umfragen und Gespräche.

  • Analysiere, wie und wo gearbeitet wird, zum Beispiel durch die Anwesenheitserkennung in PULT Presence, die Arbeitsplatzsensorik oder Befragungen.
  • Ermittle die Auslastung pro Raumtyp (Einzelarbeitsplätze, Teamflächen, Besprechungsräume), um Über- oder Unterbelegung sichtbar zu machen.
  • Erfasse Ergonomie- und Komfortprobleme: Licht, Lärm, Temperatur, Bewegungsmangel.
  • Beziehe Ergebnisse aus Gefährdungsbeurteilungen und Gesundheitsreports mit ein.

Lege auf dieser Basis fest, welche Arbeitsplatztypen deine Firma zukünftig benötigt, wie zum Beispiel Einzelarbeitsplätze in Ruhezonen für stilles und konzentriertes Arbeiten, Flächen für die Zusammenarbeit im Team, Besprechungsräume oder attraktive Pausenbereiche.

Tipp: In PULT kannst du die Büroauslastung ohne Sensoren messen, die Büroflächen schrittweise umplanen und optimieren sowie unkompliziert Umfragen unter den Mitarbeitern durchführen.

2. Raum und Ausstattung optimieren

  • Biete höhenverstellbare Schreibtische mit Memory-Funktion, ergonomische Stühle und Beleuchtung an, die pro Arbeitsplatz einzeln eingestellt werden kann.
  • Richte Arbeitsplätze so ein, dass Mitarbeiter regelmäßig zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung wechseln können. Dafür sind unter anderem Walkingpads geeignet, also Laufbänder mit niedrigen Geschwindigkeiten.
  • Gestalte den Arbeitsplatz und Zonen für die Teamarbeit modular, mit rollbaren Trennwänden, Tischen, Stühlen und Präsentationstechnik.
  • Platziere Pflanzen und Naturmaterialien, um Luftqualität und Wohlbefinden zu verbessern.

3. Digitalisierung und Mitarbeiterkompetenz

  • Nutze Sensoren, die Temperatur, CO₂-Werte, Licht und Anwesenheit messen. Die Daten dienen zur automatischen Steuerung von Klima, Beleuchtung und Energieverbrauch.
  • Arbeit und Verwaltung sollten so weit wie möglich digital stattfinden. Statte dein Team dazu mit geeigneter Technik aus, beginnend bei Software und zusätzlicher Hardware, wie Tablets für handschriftliche Notizen, Zeichnungen und Skizzen.
  • Schule dein Team im Umgang mit KI-Tools und schaffe ein breites Verständnis für deren Vorteile, aber auch die einhergehenden Problemstellungen.

4. Monitoring

Überprüfe regelmäßig alle Maßnahmen innerhalb der drei Dimensionen des Arbeitsplatzes der Zukunft. Führe dazu Befragungen und jährliche Arbeitsplatz-Audits durch.

Die Entwicklung des Arbeitsplatzes der Zukunft ist nie abgeschlossen. Die Ansprüche deiner Mitarbeiter ändern sich und Technik entwickelt sich weiter. Plane deshalb mit regelmäßigen Anpassungen und überprüfe, ob und welche Maßnahmen greifen.

Tipp: In den PULT Office Insights kannst du unkompliziert Umfragen unter deinen Mitarbeitern durchführen.

Den Arbeitsplatz der Zukunft mit PULT gestalten

Der Arbeitsplatz der Zukunft entsteht in deinem Unternehmen durch das Zusammenspiel vieler Faktoren:

  • Räume und Zonen, die verschiedene Arbeitsweisen ermöglichen.
  • Technik und Software, die Routineaufgaben abnimmt und zuverlässig funktioniert.
  • Mitarbeiter, die bereit für Wandel sind und zukunftstaugliche Kompetenzen entwickeln.
  • Eine Kultur, die dafür sorgt, dass sich Menschen im Büro wohlfühlen. 

Damit du den Prozess zu zukunftstauglichen Arbeitsplätzen nicht nur nach Bauchgefühl angehen, stattdessen gezielt steuern kannst, brauchst du belastbare Daten, wie du sie in PULT erhältst:

  • Office Insights: In PULT siehst du in Echtzeit, wie stark deine Büroflächen, Räume und Arbeitsplätze genutzt werden. Auf dieser Basis kannst du die Flächen so verplanen, wie es die neuen Ansprüche an den Arbeitsplatz der Zukunft verlangen.
  • PULT Presence: Neben den Buchungsdaten erhältst du mit Presence echte Anwesenheitswerte. Sobald sich Laptops oder Smartphones mit dem Unternehmens-WLAN verbinden, wird die Büroanwesenheit automatisch erfasst. So gewinnst du ein realistisches Bild, wie viele Mitarbeiter tatsächlich im Büro sind, unabhängig davon, ob sie zuvor eine Buchung vorgenommen haben.
  • Arbeitsplatz- und Raumbuchung: Deine Mitarbeiter können Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Zonen und Parkflächen zuverlässig reservieren. Auf diese Weise stellst du sicher, dass alle fair auf die vorhandenen und neu geschaffenen Ressourcen zugreifen können und niemand vor belegten Plätzen steht.

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