Wenn du ein Event organisierst, trägst du inzwischen mehr rechtliche Verantwortung als noch vor wenigen Jahren. Neue Vorgaben zur Sicherheitsdokumentation, DSGVO-Pflichten bei Teilnehmerdaten und geänderte Haftungsregeln machen aus der Veranstaltungsplanung eine Aufgabe, bei der eine veraltete Checkliste mitunter schnell teuer werden kann.
Öffentliche Veranstaltungen ab einer bestimmten Personenzahl unterliegen in Deutschland einer Genehmigungspflicht: Je nach Bundesland und Veranstaltungsart sind Anmeldungen mindestens 12 Wochen vorab bei der zuständigen Behörde nötig
Veranstalter müssen ihre Sicherheitsdokumentation seit den verschärften Vorgaben 2025/2026 aktiv vorhalten: Wer im Schadensfall keine lückenlose Dokumentation vorlegen kann, trägt die Beweislast, unabhängig davon, ob ein Verschulden vorliegt
Die DSGVO gilt beim Event organisieren für Teilnehmerdaten und ausdrücklich auch für Eventfotos und Videoaufzeichnungen: Ohne ausdrückliche Einwilligung oder dokumentierten Ausnahmetatbestand drohen empfindliche Bußgelder.
Event-Management-Funktion: Mit PULT koordinieren Unternehmen Firmenevents, Raumplanung und Teilnehmerverwaltung in einem System, direkt verbunden mit Personio, HiBob, MS Teams und Slack.
Welche Genehmigungen brauche ich, bevor ich ein Event organisiere?
Sobald du eine Veranstaltung planst, greift in Deutschland ein Geflecht aus Auflagen, das je nach Bundesland, Veranstaltungsart und Personenzahl unterschiedlich ausfällt. Maßgeblich sind die Versammlungsstättenverordnung, GEMA und Vorgaben des Ordnungsamtes.
Ordnungsamt deiner Stadt oder Gemeinde: Erste Anlaufstelle für öffentliche Veranstaltungen. Das Ordnungsamt genehmigt das Event grundsätzlich und koordiniert bei Bedarf weitere Behörden. Geschlossene Firmenevents mit fester Gästeliste in einer dafür zugelassenen Veranstaltungsstätte brauchen hier keine separate Genehmigung
Straßen- und Grünflächenamt (je nach Stadt auch Tiefbauamt oder Stadtplanungsamt): Die Sondernutzungserlaubnis für Events auf Straßen, Plätzen oder in Parks beantragst du hier. Die genaue Bezeichnung der Behörde variiert je nach Gemeinde. Den richtigen Ansprechpartner findest du am schnellsten über das Stadtportal deiner Gemeinde mit der Suche nach „Sondernutzungserlaubnis Veranstaltung". Viele Kommunen bündeln diesen Antrag inzwischen im Servicekonto Deutschland
Gewerbeamt: Wenn du Speisen oder Getränke verkaufst, brauchst du eine temporäre Gestattung nach dem Gaststättenrecht des jeweiligen Bundeslandes. Das ist ein separater Antrag, unabhängig von der Veranstaltungsgenehmigung.
Drei weitere Punkte, die bei der Planung häufig zu spät auftauchen:
GEMA: Musik mit GEMA-pflichtigen Titeln, ganz gleich ob live oder vom Tonträger, meldest du vorab unter gema.de an. Die Kosten richten sich nach Veranstaltungsgröße und Fläche
Versammlungsstättenverordnung (VStättVO): Ab 200 Personen prüft das zuständige Bauordnungsamt, ob die Location als Versammlungsstätte genehmigt ist. Kläre das vorab mit dem Vermieter der Location, denn du als Veranstalter haftest mit, wenn die Betriebserlaubnis fehlt oder abgelaufen ist
Feuerwehr und Gesundheitsamt: Bei Events mit Bühnenaufbau oder Gastronomie fordert das Ordnungsamt häufig ein Brandschutzkonzept und ein Hygienekonzept an. Lass dir schriftlich bestätigen, ob das für dein Event gilt.
Für alle Anträge, für die deine Gemeinde ein Online-Portal anbietet, gilt: Das Servicekonto Deutschland bündelt viele dieser Formulare. Starte die Beantragung mindestens 12 Wochen vor dem Event.
Was hat sich durch neue Sicherheitsauflagen und die Beweislastumkehr für Events geändert?
Die DGUV 115-002 regelt Sicherheitsvorgaben bei Veranstaltungs- und Produktionstechnik und betrifft alle Events, bei denen technische Anlagen wie Bühnen, Licht- oder Tontechnik aufgebaut werden. Seit 2025/2026 erwarten Behörden und Gerichte, dass Veranstalter ihre Sicherheitsdokumentation aktiv vorhalten und nicht erst auf Nachfrage zusammenstellen.
Das bedeutet, dass Risikobeurteilung, Evakuierungsplan, Protokolle zur Einweisung von Dienstleistern und Teilnehmerlisten lückenlos dokumentiert sein müssen. Wenn du im Schadensfall keine vollständige Dokumentation vorzeigen kannst, trägst du die Beweislast selbst. Ein strukturiertes Dokumentations-Setup vor dem Event ist daher als Pflicht zu betrachten, der du nachkommen solltest.
Wie setze ich die DSGVO beim Event organisieren um?
Sobald du Teilnehmer registrierst, verarbeitest du personenbezogene Daten und brauchst dafür eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO. Bei Firmenevents ergibt sich diese Grundlage in der Regel aus dem berechtigten Interesse. Dafür dürfen die Daten nicht über den Event-Zweck hinaus genutzt und müssen nach spätestens 90 Tagen gelöscht werden. Die einzige Ausnahme für die Löschungsfrist sind steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten.
Komplizierter wird es bei Eventfotos und Videoaufzeichnungen:
Portraits und erkennbare Einzelpersonen: Ohne ausdrückliche Einwilligung ist die Veröffentlichung unzulässig, auch bei scheinbar harmlosen Gruppenfotos
Panoramaaufnahmen großer Menschenmassen: Hier kann das berechtigte Interesse greifen, solange Einzelpersonen nicht erkennbar sind.
Online-Events und Aufzeichnungen: Wenn du Events oder Meetings aufzeichnest, musst du vorab informieren und eine Einwilligung einholen. Die Aufzeichnung unangekündigt zu starten ist ein DSGVO-Verstoß.
Stelle bei der Anmeldung ein Einwilligungsformular bereit, das Foto- und Videoaufnahmen explizit abfragt. Für hybride Veranstaltungen, also Formate, bei denen ein Teil der Teilnehmer remote zugeschaltet ist, gelten dieselben Regeln, ergänzt um Aufzeichnungspflichten nach Datenschutzrecht.
Event organisieren Schritt für Schritt: Die Checkliste
Welche Tools helfen beim Organisieren von Events?
Für die Organisation deines Events decken drei Tool-Kategorien die wichtigsten Planungsbereiche ab: Assistenten für Checklisten und Risikoanalyse, Online-Portale für behördliche Anträge und Office-Management-Plattformen für Raumplanung und Teilnehmerverwaltung.
Checklisten, KI: Nutze unsere Event-Checkliste und recherchiere mit Hilfe eines LLMs (Claude, Gemini, ChatGPT usw.) lokale und kommunale Erfordernisse bzw. Vorgaben deines Bundeslandes, da sich diese nicht in einer allgemeingültigen Liste zusammenfassen lassen.
Online-Genehmigungsportale: Das Servicekonto Deutschland und kommunale Antragsportale ermöglichen die Einreichung von Genehmigungsanträgen per Browser-Formular. Die Verfügbarkeit variiert jedoch je nach Bundesland.
Office-Management-Plattformen mit Event-Funktion: Eine direkte Verbindung von Eventplanung, Raumverwaltung und Teilnehmerverwaltung spart dir Abstimmungsrunden.
PULT bündelt für dich Raumplanung, Gästemanagement und Catering in einer Plattform. Du buchst Räume, filterst nach Kapazität und Ausstattung wie Beamer oder Whiteboard, blockierst Zonen auf dem interaktiven Büroplan für das Event und fügst Catering direkt im Buchungsvorgang hinzu.
Räume, Catering, Parkplätze und Gäste-Arbeitsplätze aus einer Buchung.
Gäste checken am Kiosk ein, Gastgeber bekommt sofort eine Benachrichtigung in Slack oder MS Teams.
Gäste unterschreiben beim Empfang NDAs, Fotoerlaubnisse und erhalten den Besucherausweis sowie Datenschutzhinweise.
Im Notfall generiert PULT per Knopfdruck einen Emergency Export aller aktuell anwesenden Personen.
Der Wochenplaner zeigt vorab, wie viele Mitarbeiter am Event-Tag ohnehin im Büro sind, damit Raumplanung und Flächennutzung aufeinander abgestimmt sind.
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Hybrides Arbeiten
15 Modelle und Beispiele für hybrides Arbeiten
Hybrides Arbeiten beschreibt ein Arbeitsmodell, bei dem die Arbeitszeit zwischen Büro und einem anderen Ort, meist dem Homeoffice, aufgeteilt wird. Die Kombination aus Präsenz- und Remote-Arbeit kann dabei ganz unterschiedlich ausgestaltet sein: mit festen Präsenztagen, frei wählbaren Arbeitstagen oder frei vereinbarten Teamregelungen.
Modelle für hybrides Arbeiten: Beispiele aus Deutschland
Übersicht: Hybride Arbeitsmodelle im Vergleich
Hybrides Arbeiten lässt sich auf viele Arten umsetzen. Je nach Unternehmensgröße, Aufgabenstruktur und Teamkultur eignen sich unterschiedliche Modelle. Die folgende Übersicht zeigt bewährte Hybridmodelle, ihre Eigenschaften sowie typische Einsatzbereiche.
1. 3:2-Modell
Beschreibung: Mitarbeiter arbeiten jeweils an drei Tagen im Büro und an zwei Tagen remote. Die Verteilung ist entweder unternehmensweit einheitlich oder teamweise geregelt.
Vorteile: Klare Struktur mit hoher Akzeptanz. Lässt sich gut mit Desk-Sharing-Konzepten kombinieren.
Mögliche Nachteile: Wenig Gestaltungsspielraum für jeden Einzelnen und komplizierter bei Teilzeit.
2. Feste Präsenztage
Beschreibung: Bestimmte Wochentage sind für alle als Büropräsenz vorgesehen, etwa Dienstag bis Donnerstag. An den übrigen Tagen ist Remote-Arbeit üblich.
Vorteile: Stärkt das Teamgefühl und erleichtert Abstimmungen, da klar ist, wann jeder zu erreichen ist.
Mögliche Nachteile: Führt zu Spitzenbelastung in der Büroauslastung, sodass für jeden ein eigener Arbeitsplatz vorgehalten werden muss. Das Modell ist aus Sicht der Angestellten sehr starr.
3. Teamrotation / Kohortenmodell
Beschreibung: Mitarbeiter oder Teams arbeiten abwechselnd im Büro. Zum Beispiel Woche A Team 1, Woche B Team 2. Die Gruppen sind fix.
Vorteile: Sehr effiziente und planbare Nutzung der Bürokapazitäten.
Mögliche Nachteile: Komplex in der Organisation, Zusammenarbeit zwischen den wechselnden Teams erschwert.
4. Freie Wahl mit Rahmenbedingungen
Beschreibung: Beschäftigte entscheiden selbst, wann sie ins Büro kommen, innerhalb eines vereinbarten Rahmens, zum Beispiel 4 Tage im Monat, mit Buchungspflicht.
Vorteile: Hohe Eigenverantwortung, hohe Zufriedenheit, ideal bei gut funktionierenden Teams. Das Anwesenheitsverhalten wird mit der Zeit vorhersehbar und dadurch planbar.
Mögliche Nachteile: Erfordert Buchungssysteme sowie Vertrauen in die Eigenverantwortung jedes Einzelnen.
5. Remote-first
Beschreibung: Die Arbeit erfolgt vorrangig remote. Das Büro wird optional bereitgestellt, vorrangig für Meetings oder individuelle Nutzung.
Mögliche Nachteile: Gefahr der Entkopplung vom Unternehmen, soziale Isolation, erschwerte Führung.
6. Office-first mit Homeoffice-Kontingent
Beschreibung: Das Büro dient als Standard-Arbeitsplatz, mit zum Beispiel einem Tag pro Woche Homeoffice.
Vorteile: Einfach umsetzbar, geringe technische und organisatorische Hürden, gut steuerbar.
Mögliche Nachteile: Geringer Gestaltungsspielraum für Angestellte, kann als Kontrollsignal wahrgenommen werden, kulturell für viele Arbeitnehmer nicht mehr zeitgemäß.
7. Projektbezogene Präsenz
Beschreibung: Der Arbeitsort wird projektbezogen festgelegt, zum Beispiel für ein Kickoff als Event im Büro. Die Umsetzung erfolgt anschließend remote und die Reviews erfolgen an Präsenztagen.
Vorteile: Anpassbar an Projektphasen, gute Balance zwischen Zusammenarbeit und Fokusphasen.
Mögliche Nachteile: Hoher Koordinationsaufwand, kann bei vielen parallelen Projekten unübersichtlich werden.
8. Hybrid-Schichtmodell
Beschreibung: Teams arbeiten in festen Schichten, zum Beispiel vormittags im Büro, nachmittags dann remote oder wöchentlich wechselnd.
Vorteile: Klare Planung, kontinuierliche Abdeckung, oft gut kombinierbar mit betrieblichen Notwendigkeiten.
Mögliche Nachteile: Eingeschränkter Entscheidungsfreiraum, komplexe Schichtplanung, höhere Anforderungen an IT und Infrastruktur.
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Beispiele für Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen
Viele Unternehmen aus dem Mittelstand sowie Konzerne haben eigene Modelle für hybrides Arbeiten entwickelt, immer angepasst an Teamgröße, Aufgabentyp und Standortstruktur.
Taxfix: Das Berliner FinTech ermöglicht Mitarbeitern bis zu sechs Wochen im Jahr ortsunabhängiges Arbeiten, auch aus dem Ausland. Innerhalb Deutschlands entscheiden Teams eigenverantwortlich, wie sie Büro- und Remotezeiten kombinieren. Die Abstimmung erfolgt teamintern.
Urban Sports Club: Hier gilt ein Standard für hybrides Arbeiten: 50 % Büro, 50 % Remote. Zusätzlich bietet das Unternehmen bis zu vier Monate standortunabhängiges Arbeiten in Europa an.
Kaufland: In den Verwaltungsbereichen von Kaufland sind hybride Arbeitsmodelle inzwischen etabliert. Büroanwesenheit und mobiles Arbeiten werden situationsabhängig kombiniert.
Cisco Österreich: Cisco Österreich spricht sich öffentlich für hybride Arbeitsformen aus, im eigenen Unternehmen und auch im gesellschaftlichen Wandel. In einer aktuellen Erhebung wurden 43 % der Beschäftigten in Österreich als überzeugte Anhänger hybrider Arbeit identifiziert.
SAP: Mitarbeiter bei SAP entscheiden gemeinsam mit ihrem Team, wie oft sie ins Büro kommen. Es gibt keine allgemeingültige Vorgabe, sondern eine freie Gestaltung im Rahmen eines globalen Hybridprogramms. Die physische Anwesenheit richtet sich nach Aufgaben und Zusammenarbeitserfordernissen.
Allianz: Bei der Allianz ist hybrides Arbeiten in einer verbindlichen Betriebsvereinbarung geregelt: Bis zu 60 % der Arbeitszeit darf remote erfolgen. Die genaue Ausgestaltung liegt bei den Teams.
Siemens: Bereits seit 2020 erlaubt Siemens in vielen Bereichen bis zu drei Tage mobiles Arbeiten pro Woche. Der Wechsel zwischen Büro und Remote erfolgt auf Basis von Vertrauen und im Dialog mit Führungskräften.
Wie finde ich das passende hybride Modell für mein Team?
Das richtige hybride Modell sollte die Interessen deines Unternehmens und die der Angestellten zusammenbringen. Die wichtigsten Punkte, die es für diese Übereinstimmung zu klären gilt, sind die Planbarkeit, der Teamzusammenhalt, sicher ablaufende Prozesse, die Autonomie der Angestellten sowie deren Entscheidungsfreiheiten und ein gutes Umfeld für konzentriertes Arbeiten.
1. Verhalten beobachten, nicht vermuten Bevor du Regeln für ein hybrides Modell aufstellst, sieh dir an, wie dein Team heute schon arbeitet. Falls ihr aktuell in einem sehr freien Modell arbeitet, wirst du überrascht sein, wie deutlich sich dennoch bestimmte Muster zeigen.
Das geht mit PULT Presence ganz einfach, da die Anwesenheit der Mitarbeiter im Büro erfasst wird, sobald sich eines ihrer Geräte mit dem Unternehmens-WLAN verbindet. Das heißt: Kein Mehraufwand für die Kollegen, aber für dich entsteht ein reales Abbild davon, wie sich dein Team tatsächlich verhält. Daraus lernst du bereits viel über deren Wünsche.
2. Gespräche führen, Meinung der Mitarbeiter einholen Ergänze die Messungen durch Workshops und Mitarbeiterbefragungen. Erarbeite gemeinsam mit deinem Team, was zum konzentrierten Arbeiten gebraucht wird, was für eine gute Abstimmung untereinander nötig ist und wie eine ideale Arbeitswoche aussieht. Aus diesen Antworten entstehen nach und nach Kriterien für euer hybrides Modell.
3. Modell wählen und Strukturen aufbauen Aus der Kombination aus Daten, den Meinungen und den Kriterien kannst du ableiten, wie euer gut funktionierendes hybrides Modell aussehen wird.
In PULT kannst du das Anwesenheitsverhalten deines Teams nach der verbindlichen Einführung eures Modells beobachten. Die integrierte Funktion für Mitarbeiterfeedback ermöglicht es dir, unkompliziert die Meinungen der Kollegen einzuholen.
An den Auslastungsdaten siehst du, wie gut euer Modell funktioniert. Du siehst, welche Strukturen häufig genutzt werden: Bestimmte Arbeitsplätze, Ausstattungen, Räume und Zonen. Du siehst auch, was nicht nötig ist, zurückgebaut und einem stärker genutzten Zweck zugeführt werden kann.
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Arbeitsplatzbuchung
Arbeitsrecht beim Desk Sharing | Für Arbeitgeber
Desk Sharing bedeutet, dass ein Arbeitsplatz nicht dauerhaft einer bestimmten Person zugewiesen ist, sondern von mehreren Kollegen zeitlich versetzt genutzt wird. Diese Praxis verändert die Arbeitsplatzorganisation und berührt verschiedene Bereiche des Arbeitsrechts.
Das Wichtigste zu Desk Sharing im Arbeitsrecht in Kürze:
Desk Sharing ist arbeitsrechtlich zulässig, jedoch nicht bedingungslos. Die Nutzung eines Arbeitsplatzes durch mehrere Personen ist erlaubt, solange Arbeitsschutz, Datenschutz und Mitbestimmungsrechte gewahrt bleiben.
Mitbestimmung durch den Betriebsrat: Der Betriebsrat muss bei der Einführung und Nutzung von Buchungssystemen, Clean-Desk-Policies und Arbeitsplatzverteilung nach § 87 Abs. 1 BetrVG beteiligt werden.
Arbeitsschutz gilt uneingeschränkt, auch bei wechselnden Arbeitsplätzen. Jeder geteilte Arbeitsplatz muss ergonomisch gestaltet, hygienisch gepflegt und individuell anpassbar sein. Eine Gefährdungsbeurteilung ist verpflichtend.
Durch Desk-Booking-Systeme dürfen nur notwendige Daten verarbeitet werden. Rückschlüsse auf das Verhalten einzelner Mitarbeiter sind unzulässig.
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Ist Desk Sharing im Arbeitsrecht erlaubt?
Ja, Desk Sharing ist grundsätzlich zulässig. Arbeitgeber dürfen im Rahmen ihres Direktionsrechts (§ 106 Gewerbeordnung) festlegen, wie die Arbeit organisiert wird. Dazu gehört auch die Gestaltung der Arbeitsplätze.
Dieses Weisungsrecht findet jedoch dort seine Grenzen, wo das Arbeitsschutzrecht, der Datenschutz oder Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats eingreifen.
Wichtig ist, dass Desk Sharing keine unzumutbaren Nachteile für die Beschäftigten mit sich bringt:
Die Arbeitsplätze müssen gleichwertig ausgestattet sein.
Die Verfügbarkeit muss gewährleistet bleiben.
Persönliche Rechte wie der Schutz der Gesundheit oder der Privatsphäre dürfen nicht beeinträchtigt werden.
Rein wirtschaftliche Gründe, etwa das Einsparen von Büroflächen, reichen nicht aus, um Maßnahmen umzusetzen, die gegen andere Schutzrechte verstoßen. Die arbeitsrechtliche Zulässigkeit hängt daher immer von der konkreten Ausgestaltung und den begleitenden Regelungen ab.
Mitbestimmungspflicht des Betriebsrats beim Desk Sharing
Die Einführung von Desk Sharing unterliegt der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 BetrVG. Relevante Mitbestimmungstatbestände sind insbesondere:
Nr. 1: Ordnung des Betriebs und Verhalten der Mitarbeiter Wenn durch Desk Sharing das Verhalten im Betrieb geregelt wird, zum Beispiel durch eine Clean-Desk-Policy, feste Buchungsregeln oder Zonenkonzepte, ist der Betriebsrat zu beteiligen.
Nr. 6: Technische Einrichtungen zur Überwachung Wird ein digitales Buchungssystem eingesetzt, das Rückschlüsse auf Verhalten, Anwesenheit oder Leistung von Mitarbeitern zumindest zulässt, ist dies nur unter Beachtung der DSGVO zulässig und unterliegt zudem der Mitbestimmungspflicht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.
Je nach Ausgestaltung kann auch § 90 BetrVG (Unterrichtungsrechte) greifen, wenn die Veränderung der Arbeitsplätze eine Umgestaltung der Arbeitsumgebung darstellt. Dies gilt vor allem dann, wenn bauliche Veränderungen, Möblierung oder Raumkonzepte betroffen sind.
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass Desk-Sharing-Modelle mit struktureller oder disziplinierender Wirkung (z. B. Clean Desk, reduzierte Präsenzplätze, Besucherkontrolle über Buchungssysteme) mitbestimmungspflichtig sind.
Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (2024) hat in einem aktuellen Fall entschieden, dass selbst die Ausgestaltung freier Arbeitsplatzwahl mit ergänzenden Nutzungsregeln nicht einseitig durch den Arbeitgeber erfolgen darf. (Aktenzeichen 21 TaBV 7/24)
Datenschutz beim Desk Sharing
Beim Einsatz von Buchungssystemen, Zugangskontrollen oder Anwesenheitssensoren im Zusammenhang mit Desk Sharing fallen personenbezogene Daten an. Dazu zählen Angaben zu Arbeitszeit, Anwesenheit, Arbeitsplatznutzung oder Buchungshistorie. Diese Daten unterliegen den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dürfen nur verarbeitet werden, wenn eine Rechtsgrundlage vorliegt.
In der Regel stützt sich die Datenverarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse des Arbeitgebers), etwa zur Organisation der Arbeitsplatzbelegung.
Dabei gilt der Grundsatz der Datenminimierung: Es dürfen nur so viele Informationen erhoben werden, wie für den Zweck notwendig sind. Eine pauschale Erfassung von Bewegungs- oder Verhaltensdaten ist nicht zulässig.
Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiter nach Art. 13 DSGVO transparent über Zweck, Umfang und Speicherdauer der Datenverarbeitung zu informieren. Wenn ein Betriebsrat besteht, ist dieser bei der Auswahl und Einführung entsprechender Systeme nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu beteiligen.
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Arbeitsschutz beim Desk Sharing
Bei geteilten Arbeitsplätzen gelten die gleichen Anforderungen des Arbeitsschutzes wie an festgelegten Einzelarbeitsplätzen. Die maßgebliche Grundlage ist die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze so einzurichten, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet sind, unabhängig davon, ob ein Arbeitsplatz fest oder abwechselnd genutzt wird.
Die Anforderungen ergeben sich aus:
§ 3a ArbStättV: Gestaltung der Arbeitsstätte entsprechend ergonomischer Grundsätze
§ 4 ArbStättV: regelmäßige Reinigung und hygienische Bedingungen
Jeder gebuchte Arbeitsplatz muss ergonomisch einstellbar sein (z. B. höhenverstellbarer Stuhl, korrekt positionierbarer Bildschirm), eine ausreichende Beleuchtung bieten und regelmäßig gereinigt werden, insbesondere bei häufigem Nutzerwechsel. Die Ausstattung muss in jedem Fall den Anforderungen des jeweiligen Tätigkeitsprofils entsprechen.
Zudem wird auch bei Desk Sharing eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG verlangt. Dabei sind die Risiken wechselnder Arbeitsplätze, etwa fehlende Anpassungsmöglichkeiten oder unklare Zuständigkeiten für Wartung und Reinigung, zu berücksichtigen und zu dokumentieren.
Typische Herausforderungen des Arbeitsrechts beim Desk Sharing
Desk Sharing bringt organisatorische Veränderungen und Konfliktpotenziale im Arbeitsalltag mit sich. Diese kannst du vermeiden, wenn du technische, rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen von Beginn an mitdenkst.
1. Überbuchung und Mangel an Arbeitsplätzen Wenn die Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze nicht zuverlässig zur tatsächlichen Nachfrage passt, entsteht Unzufriedenheit. Das kannst du durch ein Buchungssystem verhindern, das die Auslastung sichtbar macht und dich somit die Kapazitäten anhand des echten Bedarfs planen lässt.
Tipp: Den vollen Überblick über die Auslastung und Spitzenzeiten erhältst du in den Office Insights von PULT.
2. Fehlende Planungssicherheit für Mitarbeiter Deine Mitarbeiter müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Fahrt zur Arbeit nicht umsonst war, weil dort kein Platz frei ist. Eine verbindliche Regelung zur Buchung und Nutzung, zum Beispiel in einer Betriebsvereinbarung oder Teamrichtlinie, schafft hier Sicherheit. Lass dann dein Team in der Desk Booking Software PULT verbindlich seineAusgestaltung freier Arbeitsplatzwahl Plätze buchen.
3. Persönliche Gegenstände und Aufbewahrung In einem Büro mit Clean-Desk-Prinzip stellt sich die Frage, wo persönliche Materialien wie Tastatur, Unterlagen oder private Gegenstände aufbewahrt werden können. Spinde, persönliche Rollcontainer und eigene IT-Ausstattung (z. B. Laptop mit Docking-Station, Headset) sind praxistauglich und bewährt.
4. Mangelnde Rückzugsorte Die Stressbelastung steigt, wenn alle Arbeiten im gemeinschaftlich genutzten Großraumbüro stattfinden müssen. Bei Desk Sharing muss sichergestellt werden, dass Mitarbeiter Zugang zu ruhigen Bereichen für konzentriertes Arbeiten sowie vertrauliche Gespräche und Telefonate haben.
Wann ist Desk Sharing mit dem Arbeitsschutz vereinbar?
Ob Desk Sharing arbeitsrechtlich zulässig ist, hängt wesentlich davon ab, ob die Anforderungen des Arbeitsschutzes eingehalten werden können. Die Arbeitsstättenverordnung (§ 3a, § 4 ArbStättV) verlangt unter anderem ergonomische Arbeitsplätze, regelmäßige Reinigung, ausreichende Beleuchtung sowie eine individuelle Anpassbarkeit der Ausstattung. Diese Standards müssen auch bei wechselnder Nutzung erfüllt bleiben.
Für dich bedeutet das:
Desk Sharing ist nur dort sinnvoll und rechtlich belastbar, wo Arbeitsplätze standardisiert, vollständig ausgestattet und risikofrei nutzbar sind, unabhängig davon, wer sie nutzt.
Wann sind Desk Sharing und Arbeitsschutz gut vereinbar?
Wenn die Tätigkeit überwiegend digital, ortsunabhängig und körperlich wenig belastend ist, lassen sich ergonomische Standards durch gleichwertige, normgerechte Ausstattung an allen Arbeitsplätzen sicherstellen.
Wenn alle Arbeitsplätze über identische Bildschirme, Eingabegeräte und ergonomische Stühle verfügen, können wechselnde Nutzer ohne Gesundheitsrisiko arbeiten. Vorausgesetzt, individuelle Anpassungen (z. B. Tischhöhe, Bildschirmabstand) sind möglich.
Wenn ruhige Einzelarbeitsplätze, Meetingräume und Rückzugsorte geplant und bereitgestellt werden, lassen sich auch psychische Belastungen durch Reizüberflutung oder ständige Umorientierung mindern.
Wann sind Desk Sharing und Arbeitsschutz schlecht vereinbar?
Für Beschäftigte mit orthopädischen Stühlen, besonderen Bildschirmlesegeräten oder sonstiger angepasster Technik ist Desk Sharing nicht gut geeignet. Sie benötigen fest eingerichtete Arbeitsplätze. Diese Anforderungen lassen sich mit wechselnden Arbeitsplätzen kaum vereinbaren, ohne gegen § 3a ArbStättV oder § 5 ArbSchG zu verstoßen.
Wer ausschließlich in offenen Desk-Sharing-Zonen arbeitet, ohne Zugang zu stillen Räumen oder Rückzugsbereichen, ist erhöhten psychischen Belastungen ausgesetzt. Das kann die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verletzen.
Arbeitsplätze, die täglich von wechselnden Personen genutzt werden, müssen regelmäßig gereinigt und technisch geprüft werden. Wenn hier keine klaren Prozesse hinterlegt sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Hygiene- und Sicherheitsmängel.
Desk Sharing kann also nur dort sicher betrieben werden, wo alle Anforderungen des Arbeitsschutzes kontrollierbar und nachhaltig erfüllt werden. Die Entscheidung für oder gegen ein Desk-Sharing-Modell sollte deshalb immer Teil der Gefährdungsbeurteilung sein und nicht allein auf Flächeneffizienz oder Kostengründen beruhen.
Abschluss: Desk Sharing und Arbeitsrecht in deinem Unternehmen vereinbaren
Desk Sharing verändert die Anforderungen an Planung, Führung und die rechtliche Sorgfalt in Bezug auf die Arbeitsplätze. Wenn du die Arbeitsplätze in deinem Unternehmen wechselnd vergibst, greifst du unmittelbar in die Arbeitsorganisation ein und musst dich an den Vorgaben des Arbeitsrechts orientieren.
Rechtliche Risiken entstehen nicht durch Desk Sharing selbst, sondern durch eine Umsetzung ohne klare Struktur. Ergonomisch unzureichende Ausstattung, fehlende Rückzugsräume und unklare Buchungsregeln führen dazu, dass Arbeitsschutz, Mitbestimmung und Datenschutz verletzt werden, oft unbeabsichtigt.
Mit PULT schaffst du die Grundlage dafür, dass du Desk Sharing rechtsgültig und teamgerecht organisierst.
Arbeitsplatzbuchung nach ergonomischen Kriterien mithilfe der Filterfunktion (höhenverstellbare Tische, mehrere Monitore und weitere)
Zonenplanung mit Rückzugsmöglichkeiten
Automatisierte Dokumentation der Auslastung, etwa für Gefährdungsbeurteilungen oder Betriebsvereinbarungen.
Keine Rückschlüsse auf das Arbeits- und Buchungsverhalten einzelner Mitarbeiter
Die Office Insights zeigen dir, wie das Büro tatsächlich genutzt wird und helfen dir somit bei der Planung.
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Büro Einblicke
10 Vor- und Nachteile von Desk Sharing
Desk Sharing hat sich etabliert, um der Remote-Arbeit Rechnung zu tragen und freigewordene Flächen den Angestellten zugutekommen zu lassen. Dabei bringt das Desk Sharing Vor- und Nachteile mit sich.
Desk Sharing kann dir dabei helfen, die Arbeitsplätze in deinem Büro besser zu organisieren, teils zu reduzieren und somit die vorhandenen Flächen bewusster zu nutzen als bisher. Das bringt deinem Team und dir Flächen, die besser auf eure Arbeitsweise angepasst sind und insgesamt moderner wirken.
Weniger Schreibtische, mehr Freiraum für Mitarbeiter
Arbeiten deine Mitarbeiter zeitweise im Homeoffice, stehen im Büro Schreibtische leer. Die Anzahl der Tische kannst du demnach reduzieren und dein Team teilt sich die vorhandenen Arbeitsplätze.
Durch diesen Schritt werden Flächen frei, die du deinem Team für andere Zwecke zur Verfügung stellen kannst. Du kannst ruhige Zonen für konzentriertes Arbeiten einrichten oder Bereiche mit Rolltischen und beweglichen Trennwänden, die Arbeitsgruppen für ihre Projekte umgestalten können.
👉 Laut Fraunhofer IAO ist bis zu 30 % weniger Bürofläche für Schreibtische möglich, wenn Arbeitsplätze intelligent verteilt werden.
Du passt das Büro an das tatsächliche Verhalten an
Die Anwesenheit schwankt heute deutlich mehr als früher. In vielen Teams sind Mitarbeiter an zwei bis drei Tagen pro Woche im Büro und das verteilt auf unterschiedliche Wochentage.
Wenn du Desk Sharing einführst, richtest du dein Büro an diesen echten Nutzungsmustern aus, statt an einer starren Vollbelegung. Das verhindert den Leerstand einzelner Plätze, ganzer Büros oder Sitzbereiche und sorgt dafür, dass du das Platzangebot und die Gestaltung besser planen kannst.
Der Austausch zwischen den Abteilungen verbessert sich
Wenn sich die Sitzplätze täglich neu verteilen, kommen Kollegen aus unterschiedlichen Teams miteinander ins Gespräch. Das verbessert den Austausch im Arbeitsalltag, gerade in Bereichen, wo Informationen nicht nur in Meetings weitergegeben werden, sondern auch zwischen Tür und Angel.
Über diese Gespräche erweitert sich der Blick jedes Einzelnen und das Verständnis für die Arbeit der anderen wächst.
Du kannst schneller auf Veränderungen reagieren
Wenn du neue Mitarbeiter einstellst oder die Teamstruktur sich ändert, muss nicht jedes Mal die gesamte Bürofläche angepasst werden und du bist nicht an eine starre Konfiguration gebunden.
Bei Desk Sharing nutzt du die vorhandenen Arbeitsplätze so, dass auch bei Wachstum oder Umstrukturierung alles funktioniert. Neue Mitarbeiter fügen sich einfach in das laufende Geschehen ein. Für sie muss bei Arbeitsbeginn kein neuer Tisch samt Hardware eingerichtet werden.
Halte mit den Office Insights von PULT die Büroauslastung und Nutzung der Arbeitsplätze sowie Meetingräume im Blick. Mit den Zahlen vor Augen kannst du auf sich abzeichnende Änderungen reagieren.
Du reduzierst den Ressourcenverbrauch
Desk Sharing kann durch den reduzierten Platzbedarf maßgeblich dazu beitragen, dass du bei Wachstum deines Unternehmens nicht in ein größeres Objekt umziehen musst. Du bleibst in einer vergleichbar kleineren Fläche mit weniger Energiebedarf, weniger Reinigungsaufwand und weniger Ausstattung.
Wenn gleichzeitig mehr Mitarbeiter remote oder hybrid arbeiten, sinkt auch der CO₂-Ausstoß durch tägliches Pendeln. Desk Sharing kann also helfen, betriebliche Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ohne dabei die Leistung einzuschränken.
Was sind Nachteile von Desk Sharing?
Desk Sharing führt zu Problemen, wenn mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze zur Verfügung stehen. Wenn es darüber hinaus keine verbindlichen Buchungsregeln gibt, führt das zu Missverständnissen. Zusätzlich steigen die Anforderungen an Reinigung und an die Abstimmung im Team.
Mangel an verfügbaren Arbeitsplätzen
Wenn mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze verfügbar sind, müssen Arbeitsplätze improvisiert werden oder einige Mitarbeiter müssen das Büro wieder verlassen und ins Homeoffice oder Coworking-Spaces ausweichen.
Diese Situation kannst du vollständig vermeiden, wenn du die Auslastung regelmäßig überprüfst und ein verlässliches Buchungssystem einführst. Zur Überprüfung kannst du die Desk Sharing Quote als Maßzahl dafür nutzen, in welchem Verhältnis die Anzahl deiner Mitarbeiter zur Zahl der aktuell bereitgestellten Arbeitsplätze steht.
Keine persönliche Gestaltung des Arbeitsplatzes
Beim Desk Sharing entfällt der festgelegte Arbeitsplatz mit den dauerhaft platzierten persönlichen Gegenständen und eigenen Ablagen. Auch der Monitor, die Tischhöhe und der Bürostuhl sind bei Arbeitsbeginn noch auf den vorherigen Nutzer eingestellt.
Biete deinen Angestellten die Möglichkeit, private Gegenstände, Arbeitsmittel und Unterlagen sicher zu verstauen. Dafür bieten sich Spinde oder abschließbare Rollcontainer an. So entsteht die Möglichkeit, weiterhin die eigene Lieblingstasse zu nutzen und Familienbilder täglich auf dem Schreibtisch zu platzieren.
Achte bei der Neuanschaffung der Büroausstattung darauf, dass sich Monitore, Stühle und Tische sehr leicht verstellen lassen. Höhenverstellbare Schreibtische gibt es mit Schnellwahltasten, über die verschiedene Höhen abgerufen werden können.
Höherer organisatorischer Aufwand
Desk Sharing funktioniert nur, wenn der Ablauf klar geregelt ist. Dazu gehören Buchungssysteme, definierbare Zonen und Informationen darüber, welche Arbeitsplätze wann zur Verfügung stehen. Auch der Umgang mit kurzfristigen Änderungen oder nicht erschienenen Kollegen muss definiert sein.
Je größer dein Team ist, desto wichtiger sind verbindliche Desk Sharing Regeln, zum Beispiel in Form einer internen Richtlinie oder Betriebsvereinbarung.
Anforderungen an Hygiene und Ausstattung steigen
Wenn täglich eine andere Person denselben Arbeitsplatz nutzt, muss das Reinigungsintervall angepasst werden. Oberflächen, Tastaturen, Mäuse und Stühle sind häufiger zu säubern als bei festen Plätzen.
Auch die technische Ausstattung muss für wechselnde Nutzer geeignet sein. Höhenverstellbare Stühle, gut positionierbare Monitore und einheitliche Anschlüsse (Dockingstationen) sind nötig, damit jeder Arbeitsplatz sofort einsatzbereit ist, unabhängig davon, wer ihn nutzt.
Unregelmäßiger persönlicher Kontakt
Bei wechselnden Arbeitsplätzen kann es schwerer sein, bestimmte Kollegen anzutreffen oder auf persönlichem Wege Absprachen zu treffen. Wer im Büro niemanden findet, mit dem er zusammenarbeiten wollte oder müsste, verliert Zeit oder verschiebt anstehende Aufgaben. Besonders neue Mitarbeiter oder standortübergreifende Teams benötigen klare Informationen darüber, wer wann im Büro ist.
In PULT sehen deine Mitarbeiter, wo andere Kollegen arbeiten. Das macht es ihnen leichter, sich nebeneinander zu setzen. Einzelne Bereiche kannst du auch für bestimmte Gruppen oder Abteilungen reservieren.
Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des Desk Sharing
Vorteile von Desk Sharing
Unbelegte Schreibtische werden eingespart, wenn Mitarbeiter auch im Homeoffice arbeiten.
Freigewordene Flächen lassen sich für Rückzugszonen oder Teambereiche umgestalten.
Die Bürobelegung passt sich im Laufe der Zeit dem tatsächlichen Verhalten der Teams an.
Teams durchmischen sich stärker; es entsteht mehr Austausch zwischen den Abteilungen.
Die Arbeitsplatzanzahl lässt sich bei Veränderungen skalieren, ohne zusätzliche Fläche.
Ressourcenverbrauch sinkt: Energie, Reinigung, Möblierung und Pendelverkehr.
Nachteile von Desk Sharing
Engpässe können entstehen, wenn keine Buchungssoftware verwendet wird und mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze verfügbar sind.
Der Arbeitsplatz muss täglich auf die eigene Körpergröße eingestellt werden; für persönliche Gegenstände müssen Schließfächer angeschafft werden.
Der organisatorische Aufwand steigt: Buchung, Kommunikation und Auslastung müssen gesteuert werden.
Die Reinigung muss häufiger erfolgen, da Arbeitsplätze von unterschiedlichen Personen genutzt werden.
Spontane Abstimmungen beschränken sich auf digitale Wege, wenn nicht klar ist, wer wann im Büro ist.
Wann lohnt sich Desk Sharing?
Desk Sharing lohnt sich, wenn Mitarbeiter ohnehin hybrid arbeiten und keine spezialisierten Anforderungen an ihren Arbeitsplatz haben. Die tägliche Nutzung lässt sich dann mit weniger Schreibtischen organisieren, ohne dass die Produktivität darunter leidet.
Weniger oder nicht geeignet ist das Modell für Tätigkeiten, die eine feste und besondere Ausstattung erfordern oder vertrauliche Gespräche am Platz beinhalten. Auch in Teams mit hoher Büropräsenz stößt Desk Sharing an Grenzen.
Geeignet ist Desk Sharing, wenn …
Mitarbeiter regelmäßig hybrid arbeiten: Wer nur zwei oder drei Tage pro Woche im Büro ist, benötigt keinen festen Arbeitsplatz. In solchen Teams bleibt die Belegung im Durchschnitt planbar.
Arbeitsplätze standardisiert ausgestattet sind: Einheitliche Möbel, Monitore, Anschlüsse und technische Voraussetzungen sorgen dafür, dass jeder Arbeitsplatz für jeden direkt nutzbar ist, ohne Umrüsten oder technische Hürden.
Aufgaben ortsunabhängig erledigt werden können: Wer mit Laptop und Headset arbeitet und keine speziellen Geräte oder Unterlagen braucht, kann problemlos an wechselnden Plätzen arbeiten.
Kommunikation gut organisiert ist: Wenn im Team klar ist, wer wann im Büro ist, funktionieren Abstimmungen auch ohne festen Sitznachbarn.
Nicht geeignet ist Desk Sharing, wenn …
Mitarbeiter besondere ergonomische oder medizinische Anforderungen haben. Wer auf spezielle Ausstattung angewiesen ist, etwa orthopädische Stühle oder individuelle Monitore für die Bildbearbeitung, sollte einen festen Platz behalten.
Arbeiten hauptsächlich vertraulich stattfinden: Personalgespräche oder andere sehr persönliche Gespräche; Umgang mit Daten, die unter Verschluss bleiben müssen.
Wie lässt sich Desk Sharing erfolgreich umsetzen?
Desk Sharing ist ein Werkzeug, um dein Büro an die tatsächliche Nutzung und das Arbeitsverhalten deines Teams anzupassen. Wenn Mitarbeiter regelmäßig hybrid arbeiten, kannst du durch geteilte Arbeitsplätze Flächen sparen und diese auf anderem Wege deinem Team zugutekommen lassen.
Wichtig ist, dass du die Einführung strukturiert angehst:
Du brauchst klar geregelte Buchungsvorgänge, eine standardisierte Ausstattung für jeden Arbeitsplatz und eine Software, die dir zeigt, wie stark dein Büro im Laufe der Zeit genutzt wird.
Mit der Desk Booking Software PULT bucht dein Team Arbeitsplätze, Räume und Zonen mit einem Klick. Deine Mitarbeiter sehen direkt, welche Plätze verfügbar sind, können nach Ausstattung filtern und sehen, wo die Teamkollegen bereits sitzen.
Parallel dazu kannst du in den Office Insights Nutzungsdaten des Büros auswerten und sehen, welche Räume und Zonen besonders beliebt sind und welche du streichen oder umrüsten kannst.
Um die Vorteile eines Desk Sharing Konzepts umzusetzen, braucht es Regeln: Für die Einführung des Desk Sharing im Unternehmen, für die technische Ausstattung und Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt für die tägliche Zusammenarbeit.
Desk Sharing: Regeln für die Einführung und die tägliche Zusammenarbeit
Das Wichtigste zu den Desk Sharing Regeln in Kürze:
Desk Sharing erfordert klare Regeln für das Verhalten, die Organisation und die Technik.
Die Akzeptanz der Desk Sharing Regeln und die Mitarbeit des Teams gelingen besser, je früher alle Kollegen einbezogen werden.
Die Desk Sharing Regeln sollten schriftlich festgehalten, kommuniziert und leicht zugänglich sein (z. B. im Intranet).
Mit PULT können Regeln für das Desk Sharing dank Buchungen der Schreibtische, automatischen Check-ins und die Analyse der Auslastung einfach umgesetzt werden.
Am besten wirken die Regeln durch eine offene Feedbackkultur und das Weiterentwickeln der Vorgaben.
Welche Arten von Regeln braucht es beim Desk Sharing?
Beim Desk Sharing weicht der feste Schreibtisch einem System, bei dem Mitarbeiter täglich selbst entscheiden und buchen, wo sie arbeiten. Das verlangt ein gewisses Maß an Abstimmung und Regeln.
Desk Sharing betrifft verschiedene Ebenen im Arbeitsalltag und jede davon bringt eigene Anforderungen mit. Entsprechend unterscheiden sich auch die Arten von Regeln:
Verhaltensregeln (Etikette): Diese betreffen das unmittelbare Miteinander am Arbeitsplatz. Hier geht es um Respekt, Rücksichtnahme und ums Einhalten gemeinsamer Standards. Beispiele: keinen Müll und Essensreste hinterlassen, Lautstärke im Rahmen halten, persönliche Dinge am Tagesende wegräumen.
Organisatorische Regeln: Wer kann wann wo arbeiten? Wie wird gebucht? Gibt es Einschränkungen? Diese Fragen brauchen Strukturen in Form von Richtlinien und internen FAQs, oder die Antworten sollten im Buchungssystem selbst hinterlegt sein. Auch Zuständigkeiten wie für technische Probleme, fallen in diesen Bereich.
Technische Regeln: Geordnetes Desk Sharing läuft über Software: Buchungstools, Raumbelegungsanzeigen oder Kalenderintegration. Die Systeme selbst definieren Regeln dazu, wer Zugriff hat, wie weit im Voraus gebucht werden kann, ob ein Platz bei Nichterscheinen wieder freigegeben wird.
Formelle vs. informelle Regeln: Einige Regeln werden nicht schriftlich festgehalten und entstehen über die Zeit, als gelebte Kultur oder durch Gewohnheiten im Team. Andere wiederum sollten dokumentiert werden, um Verbindlichkeit zu schaffen und dem Wohlbefinden aller zugute zu kommen.
Die 9 wichtigsten Regeln für Desk Sharing
Die folgenden Regeln sind als Aushang für dein Büro geeignet. Sie legen das grundsätzliche Verhalten für die Nutzung der Arbeitsplätze fest.
1. Reservierung nur über das Buchungssystem Das Reservieren der Schreibtische, Räume und Zonen erfolgt ausschließlich über unser Buchungssystem. Die Buchung ist im Voraus möglich und das sogar Tage und Wochen vorher. Das Blockieren von Plätzen mit Taschen oder Jacken ist nicht erwünscht.
2. Arbeitsplatz so verlassen, wie du ihn vorfinden möchtest Räume deinen Platz nach dem Arbeiten leer. Es verbleibt nur die feste Ausstattung auf dem Tisch. Entferne Essensreste, wische den Schreibtisch bei Bedarf ab und achte darauf, dass der nächste ohne Aufwand starten kann.
3. Persönliche Gegenstände täglich mitnehmen Lass keine privaten Dinge dauerhaft zurück. Auch dann nicht, wenn du denselben Platz für den nächsten Tag bereits gebucht hast. Nutze zur Aufbewahrung unsere Spinde und Schließfächer. Mehr dazu unter Clean Desk.
4. Nur besetzen, was du wirklich brauchst Passe deine Buchung deiner Nutzung an und reserviere genau das, was du für deine Arbeit brauchst. Vermeide es jedoch, größere Tische oder Meetingräume allein zu nutzen. Andere könnten genau diese Flächen später brauchen. Nutze den Platz so effizient wie möglich.
5. Meetings nicht am Shared Desk führen Telefonate, Videocalls und Besprechungen in Gruppen gehören, wenn möglich, in dafür vorgesehene Räume. Wenn du keine Ausweichmöglichkeit hast, nutze Kopfhörer bzw. halte dich kurz. Die offene Arbeitsfläche ist für konzentriertes Arbeiten gedacht.
6. Respektiere die Ruhe der anderen Sprich nicht über mehrere Tische hinweg, vermeide laute Geräusche oder Dauertelefonate. Wenn du im Team etwas klären willst, wechsle den Ort oder sprich leise.
7. Hygiene geht alle an Nutze unsere Hygiene-Stationen. Dort findest du Desinfektionsspray und Tücher. Wisch bei Bedarf den Tisch und die Armlehnen des Stuhls ab.
8. Bleib bei Krankheit zu Hause Wenn du dich krank fühlst, arbeite im Homeoffice oder melde dich krank. Wir respektieren die Gesundheit der Kollegen und wollen Ansteckungen so weit wie möglich vermeiden
9. Regelverstöße fair ansprechen Wenn dir auffällt, dass Kollegen die Regeln wiederholt ignorieren, sprich es an. Wenn das nicht möglich ist oder auf Ablehnung stößt, bring es ins Teammeeting mit, sprich uns an oder sende eine anonyme Nachricht an uns.
Noch bevor du Desk Sharing einführst, sollte deinem Team klar sein, warum das Konzept eingeführt wird und welche Vorteile sich davon versprochen werden. Kommuniziere offen und sachlich, um die Erwartungen zu steuern und aufkommenden Unsicherheiten immer sofort zu begegnen.
Beziehe dein Team sehr früh in die Regeln für das neue Arbeitsmodell ein. Nutze dafür Fragerunden und gib Feedbackmöglichkeiten. Du solltest signalisieren, dass du Bedenken und Vorbehalte jederzeit sowohl entgegennimmst als auch ernst nimmst.
Rahmenbedingungen schaffen
Wie viele Plätze stehen zur Verfügung?
Gibt es Einschränkungen, wie zum Beispiel feste Teamzonen?
Wird mit oder ohne Buchung gearbeitet?
Gibt es Sonderregelungen für bestimmte Rollen oder an bestimmten Tagen?
Dokumentiere diese Punkte und mache sie intern zugänglich. Das geht im Intranet, Onboarding-Bereich oder als Aushang im Büro.
Zuständigkeiten benennen
Bestimme, wer das Buchungssystem betreut und wer angesprochen werden kann, wenn Regeln nicht eingehalten werden. Bestimme ebenfalls, wer für die Einhaltung der Regeln verantwortlich ist und diese Einhaltung entsprechend regelmäßig überprüfen soll.
Unausgesprochene Desk Sharing Regeln: Die Etikette
Die zwischenmenschliche Etikette ergänzt die formalen Regeln um das, was im Arbeitsalltag oft stillschweigend erwartet wird: Rücksicht, Aufmerksamkeit und ein Gespür für die Situation. Beim Desk Sharing ist das besonders wichtig, weil persönliche Routinen und Arbeitsweisen auf gemeinsam genutzten Flächen stattfinden. Kleine Spannungen können den Arbeitsfluss stören.
Etikette meint dabei höfliches, funktionales Verhalten im geteilten Raum. Also Verhalten, das dem Desk Sharing Konzept und der Arbeitsweise der Kollegen gerecht wird.
Fragen statt Interpretieren Wenn du einen Platz nutzen willst, der möglicherweise schon belegt aussieht, etwa durch eine Jacke oder ein Notebook, sprich die Person an, statt einfach Dinge beiseite zu schieben. Gerade in offenen Arbeitsbereichen ist Kommunikation oft die bessere Lösung als Interpretation.
Tipp: In PULT sind der Reservierungsstatus und die Nutzung aller Arbeitsplätze sofort ersichtlich. Mit einem Blick auf den Büroplan ist sofort klar, welcher Platz tatsächlich belegt oder frei ist.
Revierverhalten vermeiden Schreibtischunterlagen, Lampen oder persönliche Kaffeetassen wirken fast wie ein Revieranspruch. Wenn Desk Sharing bei euch wirklich konsequent gedacht ist, dann gilt: Alle halten sich an die ausgehängten Regeln und verstauen persönliche Gegenstände zum Arbeitsende im Schließfach.
Rücksicht mit der Lautstärke Du kannst und sollst nicht alle Geräusche vermeiden, aber du kannst Rücksicht nehmen. Höre Musik und Sprachnachrichten nur über Kopfhörer. Beschränke die Länge von Telefonaten oder weiche für längere Unterhaltungen in andere Zonen aus.
Geräte und Technik nicht umkonfigurieren Nach deiner Arbeit sollte der Platz wieder in einem neutralen Zustand sein. Das betrifft zum Beispiel die Position des Monitors und des Stuhls.
Duft- und Geräuschquellen reduzieren Intensives Parfüm, lautes Kaugummikauen oder das Öffnen von sehr geruchsintensivem Essen kann andere stören. Viele sind aber zu höflich, um das anzusprechen. Geh daher selbst sensibel damit um.
Respektiere stille Signale Wenn jemand mit Noise-Cancelling-Kopfhörern sitzt, den Bildschirm deutlich zur Seite neigt, eine Kapuze trägt oder sich anderweitig sichtlich abschottet, ist das ein stilles, aber klares Signal. Diese Kollegen solltest du nur mit Themen ansprechen, die nicht warten können.
Desk Sharing Regeln für die Buchungssoftware
Buchungssysteme für Desk Sharing geben Regeln vor, die zwar nicht immer separat dokumentiert werden, aber den Büroalltag direkt beeinflussen. Sie bestimmen, wann ein Arbeitsplatz reserviert werden kann, wie lange eine Buchung gültig ist, was bei Nichterscheinen passiert und wer welche Rechte im System hat.
Wenn diese Regeln für die Desk Sharing Software Konsequenzen für die Mitarbeiter oder die Zusammenarbeit haben, solltest du diese deinem Team offenlegen.
Buchungspflicht und Fristen In manchen Buchungssystemen musst du deinen Platz im Voraus buchen, in anderen kannst du spontan einchecken. Wichtig ist, dass alle wissen, ab wann gebucht werden darf, wie weit im Voraus Reservierungen möglich sind und ob bestimmte Tage oder Zeiten gesperrt sind. Auch Stornierungsfristen spielen eine Rolle: Wer zu spät absagt, blockiert vielleicht einen Platz, den andere hätten nutzen können.
Tipp: In PULT kannst du deinen Arbeitsplatz im Voraus buchen oder erst beim Betreten des Büros einchecken. Mit PULT Presence geht das sogar vollkommen automatisch.
No-Show-Regeln Die automatische Freigabe ist eine nützliche Funktion in der Software: Wenn jemand seinen gebuchten Platz nicht innerhalb eines festgelegten Zeitfensters einnimmt, wird der Platz wieder für alle Kollegen freigegeben.
Rechte und Rollen In einer guten Buchungssoftware können die Buchungsrechte unterschiedlich verteilt werden. Manche Nutzer dürfen dann ausschließlich für sich selbst reservieren, andere, wie etwa Teamleitungen oder Assistenzrollen, können auch für Kollegen Plätze buchen. Arbeitsbereiche oder Zonen können auch bestimmten Gruppen vorbehalten werden. Diese Rollen- und Zugriffsstrukturen solltest du deinem Team offen mitteilen.
Integration in Kalender und Kommunikation PULT ist mit Outlook, Google Calendar oder MS Teams verknüpfbar. Damit werden Desk-Buchungen direkt im Kalender angezeigt oder können über einen Klick angepasst werden.
Datenschutz und Tracking Die Buchungssoftware PULT erlaubt Auswertungen der Büronutzung und Auslastung und zeigt dauerhaft ausgebuchte und sehr selten genutzte Arbeitsplätze. Aus diesen Daten darf sich jedoch kein Rückschluss auf das Buchungsverhalten und die Anwesenheit einzelner Mitarbeiter ziehen lassen, um DSGVO-konform zu bleiben.
Desk Sharing Regeln schriftlich festhalten: Vorlage für dein Unternehmen
Wenn du Desk Sharing in deinem Unternehmen einführst, solltest du die wichtigsten Regeln schriftlich festhalten. Das gibt deinem Team die nötige Orientierung und hilft dabei, das System im Alltag verlässlich zu nutzen.
Festgehalten werden sollten vor allem Regeln zur Buchung, Nutzung, Rücksichtnahme im Alltag, Technik, Check-ins und Ausnahmen, also alle Punkte, bei denen es im Arbeitsalltag zu Missverständnissen kommen kann. Je nach Organisation kannst du die Regeln als kurze Übersicht im Intranet, als Aushang oder als Teil einer internen Desk Sharing Policy gestalten.
Regelbereich: Inhalt
Buchung: Arbeitsplätze müssen vorab über PULT gebucht werden. Kurzfristige Änderungen sind möglich, solange Plätze verfügbar sind.
Nutzung: Arbeitsplätze sind nach der Nutzung vollständig zu räumen. Persönliche Gegenstände dürfen nicht dauerhaft zurückgelassen werden.
Verhalten: Gespräche in normaler Lautstärke, keine Telefonate ohne Headset. Rücksicht auf konzentriert arbeitende Kollegen.
Technik: Monitore, Dockingstationen und Zubehör dürfen mitgenutzt, aber nicht dauerhaft umgestellt werden.
Check-in: Der Arbeitsplatz gilt als belegt, wenn der Check-in erfolgt ist. Nicht genutzte Reservierungen werden nach 20 Minuten freigegeben.
Abwesenheit: Bei Krankheit, Urlaub oder Remote-Tagen sollte die Buchung rechtzeitig storniert werden.
Support: Für technische Fragen oder Buchungsprobleme ist [Name oder Funktion] Ansprechpartner. Rückmeldungen zur Nutzung sind willkommen.
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Welche typischen Probleme lassen sich durch Desk Sharing Regeln beheben?
Klare Desk Sharing Regeln verhindern die typischen Probleme, die beim Desk Sharing immer wieder auftreten: blockierte Plätze, störende Unruhe an den Arbeitsplätzen oder Missverständnisse bei der Buchung.
Wenn du häufige Probleme früh erkennst und gezielt adressierst, schaffst du die Voraussetzungen dafür, dass Desk Sharing im Arbeitsalltag funktioniert. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Situationen besonders oft für Unzufriedenheit sorgen und wie du mit einfachen Regelungen gegensteuern kannst.
Problem 1: Plätze werden besetzt gehalten, ohne dass jemand da ist Lösung 1: Führe verbindliche Buchungen mit klaren Check-in-Zeiten ein. Nutzt ihr ein System mit automatischer Freigabe bei Nichterscheinen (z. B. nach 20 Minuten), dann weise explizit darauf hin. So werden blockierte, aber unbelegte Plätze vermieden.
Problem 2: Persönliche Gegenstände bleiben dauerhaft am Arbeitsplatz Lösung 2: Definiere, dass alle Arbeitsplätze am Ende des Tages geräumt werden müssen und stelle parallel dazu persönliche Aufbewahrungsmöglichkeiten zur Verfügung (Spinde, Boxen).
Problem 3: Unruhe durch Telefonate oder Gespräche Lösung 3: Halte fest, dass Shared Desks vorrangig für ruhiges Arbeiten gedacht sind. Für längere Telefonate oder Abstimmungen sollten Rückzugsräume oder andere Zonen angeboten und genutzt werden.
Problem 4: Frust über nicht auffindbare Arbeitsplätze Lösung 4: Kläre, wie viele Plätze verfügbar sind und wie gebucht werden kann. Nutze die Echtzeit-Anzeige in PULT und definiere Zuständigkeiten bei Fragen oder Problemen.
Problem 5: Ungleichbehandlung oder informelle Sonderregeln Lösung 5: Sorge dafür, dass wirklich alle Regeln auch für alle gleich gelten, unabhängig von Position oder Teamzugehörigkeit. Wenn es Ausnahmen gibt, zum Beispiel für Grafiker oder Videocutter mit bestimmten Hardwareansprüchen, dann dokumentiere sie nachvollziehbar.
Wie setze ich die Desk Sharing Regeln durch?
Desk-Sharing-Regeln lassen sich am besten durch Vorleben, eine offene Kommunikation in beide Richtungen und nachvollziehbare Abläufe für das gesamte Team verankern. Wenn dein Team versteht, warum bestimmte Regeln gelten und diese im Alltag praktisch anwendbar sind, entsteht Verbindlichkeit ganz ohne ständige Überwachung.
Orientierung: Gib deinem Team die klare Orientierung dazu, was erwartet wird, welche Regeln gelten und welches Verhalten erwünscht ist.
Verstöße ansprechen: Sprich sofort an, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält. Bleibe direkt und sachlich. Erkläre das Verhalten und weise auf die geltenden Regeln hin.
Feedback und Weiterentwicklung: Die Regeln müssen zum gelebten Alltag passen. Hole daher regelmäßig Rückmeldungen aus dem Team ein und passe die Regeln dort an, wo sich etwas als unpraktisch oder missverständlich herausstellt.
Verantwortung verteilen: Wenn Desk Sharing in größeren Teams oder mehreren Standorten organisiert wird, benenne feste Ansprechpersonen. Diese können Fragen klären, auf Regelverstöße hinweisen oder Rückmeldungen sammeln.
Einhalten der Desk Sharing Regeln mit PULT
PULT ist eine Desk Booking Software, die dir direkt dabei hilft, deine Desk Sharing Regeln umzusetzen. Dein Team und du bucht über die Software eure Schreibtische, Meetingräume und Zonen. Parallel dazu verfügst du über diese Funktionen:
Buchungsrechte & Einschränkungen definieren Mit PULT kannst du genau festlegen, wer was buchen darf: Du kannst bestimmte Schreibtische oder Bereiche wie zum Beispiel Teamzonen nur für bestimmte Nutzer oder Teams freigeben. Dies kann tageweise erfolgen und für durch dich festgelegte Abteilungen oder Rollen gelten.
Buchungsdauer & Vorausbuchung PULT erlaubt, Buchungszeiträume im Vorfeld zu definieren, zum Beispiel wie weit im Voraus reserviert werden darf. Ebenso lassen sich Ressourcen (Plätze, Räume, Zonen) für einen Zeitraum sperren, zum Beispiel wenn eine Renovierung oder Reinigungsarbeiten anstehen.
Klare Regeln für das Team Das Dashboard zeigt deinen Kollegen an, welche Regeln gelten: Wer buchen darf, welche Plätze gesperrt sind und nach welcher Zeit Freigaben erfolgen.
Automatischer Check-in & No‑Show‑Regel Die automatische Check‑in-Funktion über dein bestehendes WLAN mittels PULT Presence sorgt dafür, dass gebuchte Plätze automatisch belegt oder nach definiertem Zeitraum wieder freigegeben werden, falls Nutzer nicht erscheinen.
Feedback & Nutzungsauswertung Mit den PULT Office Insights kannst du die Nutzung deines Büros analysieren, sortiert nach Team, Bereich und Zeitfenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, Feedback aus dem Team zu sammeln, um die Regelwirkung oder Zufriedenheit mit dem Desk-Sharing abzufragen.