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Büro Einblicke

Großraumbüro: Vor- und Nachteile, Gestaltung und moderne Konzepte

Ein Großraumbüro ist ein offener Arbeitsraum, in dem viele Beschäftigte ohne trennende Wände zusammenarbeiten. Lärm, fehlende Rückzugsräume und ständige Unterbrechungen gelten als die größten Schwächen von Großraumbüros. Jedoch löst du mit Zonierung, durchdachtem Schallschutz und gekonnter Flächenplanung genau diese Probleme.

Großraumbüro: Das Wichtigste in Kürze

Ein Großraumbüro bezeichnet einen offenen Arbeitsbereich für mehrere Teams ohne feste Trennwände und zählt in hybrid arbeitenden Unternehmen zu den verbreitetsten Bürokonzepten.

Der größte Nachteil von Großraumbüros ist der Geräuschpegel: Lärm und akustische Ablenkung gehören zu den am häufigsten genannten Ursachen für Konzentrationsverlust und sinkende Produktivität in offenen Büros.

Zonierung, Akustik-Trennwände und schallabsorbierende Materialien lösen die Kernprobleme im Großraumbüro, weil sie Konzentrations-, Austausch- und Erholungsbereiche räumlich voneinander trennen.

PULT macht Großraumbüros planbar: Über Desk Booking und Office Insights zeigt die Software, welche Zonen tatsächlich genutzt werden, und liefert die Belegungsdaten für eine bedarfsgerechte Flächengestaltung.

Was ist ein Großraumbüro?

Ein Großraumbüro ist ein zusammenhängender Bürobereich, in dem mehr als zehn Beschäftigte auf einer offenen Fläche ohne raumhohe Wände arbeiten. Es unterscheidet sich vom Zellenbüro durch seine offene Struktur und von reinen Open-Space-Flächen durch klar definierte Funktionsbereiche.

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Wie unterscheidet sich ein Großraumbüro vom klassischen Büro?

Die Bürotypen lassen sich anhand ihrer Raumtrennung einordnen. Vom Zellenbüro mit Einzelräumen über das Kombibüro bis zum Großraumbüro nimmt die Offenheit der Fläche schrittweise zu.

Ein modernes Großraumbüro kombiniert offene Arbeitsplätze mit Activity Zones, also Bereichen, die jeweils für eine bestimmte Tätigkeit ausgelegt sind. Genau diese Zonierung trennt das durchdachte Konzept vom reinen Schreibtisch-Stellplatz.

Für hybrid arbeitende Teams ergibt der offene Grundriss besonderen Sinn. Wenn ein Teil deiner Belegschaft im Homeoffice arbeitet, lassen sich Flächen über geteilte Arbeitsplätze deutlich effizienter nutzen als mit fest zugeordneten Einzelbüros.

Welche Vor- und Nachteile haben Großraumbüros?

Großraumbüros bieten kurze Kommunikationswege und eine hohe Flächeneffizienz, bringen aber Lärm und fehlende Rückzugsräume als größte Schwächen mit. Das Verhältnis aus beidem entscheidet darüber, ob die Fläche produktiv oder belastend wirkt.

Welche Vorteile hat ein Großraumbüro?

Die Vorteile eines Großraumbüros liegen in der Zusammenarbeit und in den Kosten. Die Teams stimmen sich auf kurzem Weg ab, diese Abstimmungen laufen ohne Terminvereinbarung, und neue Mitarbeiter finden schneller Anschluss.

Hinzu kommt der finanzielle Hebel. Eine offene Fläche mit geteilten Arbeitsplätzen senkt die Bürokosten pro Kopf spürbar, gerade in Unternehmen mit hohem Homeoffice-Anteil.

Kurze Kommunikationswege: Teams stimmen sich ohne organisatorische Hürden ab.

Höhere Flächeneffizienz: Geteilte Arbeitsplätze senken die Kosten pro Mitarbeiter.

Bessere Offenheit und Sichtbarkeit: Wer anwesend ist und woran gearbeitet wird, ist direkt sichtbar.

Schnellere Einarbeitung: Neue Kollegen lernen Abläufe durch die Nähe zum Team.

Welche Nachteile hat ein Großraumbüro?

Die größte Schwäche von Großraumbüros ist der Geräuschpegel. Gespräche, Telefonate und Tastaturgeräusche überlagern sich, und genau diese akustische Ablenkung zählt zu den häufigsten Gründen, warum Konzentration im offenen Büro leidet.

Ein Forschungsteam der Bond University wies in einem kontrollierten Laborversuch nach, dass typischer Großraumbüro-Lärm die negative Stimmung um 25 % und die körperliche Stressreaktion um 34 % steigert, gemessen an Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit, nach gerade einmal acht Minuten Lärmexposition. Im realen Büroalltag, in dem Beschäftigte dem Geräuschpegel stundenlang ausgesetzt sind, fallen diese Effekte entsprechend stärker aus. (Sander et al., Journal of Management & Organization, 2021)

Offene Bürostrukturen senken zudem die persönliche Kommunikation erheblich. In zwei Feldstudien mit Fortune-500-Unternehmen sank das Volumen persönlicher Interaktion nach dem Umbau zum offenen Grundriss um rund 70 %, während E-Mail- und Sofortnachrichtenverkehr stark zunahmen. Wer ständig für alle sichtbar ist, zieht sich innerlich zurück und weicht auf digitale Kanäle aus. (Bernstein & Turban, Philosophical Transactions of the Royal Society B, Harvard Business School, 2018). Das Vorhandensein von Rückzugsorten ist also ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

Wie gestalte ich ein modernes Großraumbüro?

Ein produktives und mitarbeiterfreundlich gestaltetes Großraumbüro entsteht durch räumliche Zonierung nach Tätigkeit, wirksamen Schallschutz und eine Flächenplanung auf Basis echter Nutzungsdaten. Möbel und Regeln allein reichen jedoch nicht, wenn die Grundstruktur der Fläche nicht zu den Arbeitsweisen passt.

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Wie funktioniert Zonierung im Großraumbüro?

Eine Zonierung teilt die offene Fläche in Bereiche für unterschiedliche Tätigkeiten auf. Dieses Prinzip stammt aus dem Activity-Based-Working-Konzept, bei dem jeder Arbeitstyp seinen passenden Ort bekommt:

Ruhige Zonen für Konzentration und stille Alleinarbeit.

Offene Bereiche für Zusammenarbeit.

Veränderbare Projektbereiche für Teamarbeit und zeitlich abgesteckte Projekte.

Abgeschirmte Erholungszonen für Pausen und Ausgleich.

Auf diese Weise können Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz entsprechend ihrer derzeitigen Aufgabe wählen und finden dort die bestmöglichen Bedingungen vor.

Welche Art Schallschutz eignet sich für ein Großraumbüro?

Wirksamer Schallschutz im Großraumbüro entsteht durch absorbierende Materialien und physische Barrieren. Das Zusammenspiel aus Elementen an der Decke, auf dem Boden sowie Raumtrennern und großen Pflanzen senkt den Geräuschpegel.

Akustik-Stellwände zwischen den Arbeitsplätzen brechen den Schall direkt an der Quelle.

Große Pflanzen mit üppigem Blattwerk sind ebenfalls ein natürlicher Schallbrecher.

Polstermöbel sowie gepolsterte Raumtrenner absorbieren Schall.

Raumhohe Trennwände im Großraumbüro trennen Zonen akustisch und optisch voneinander.

Akustikpaneele an Decke und Wänden, schallabsorbierende Auslegware und Teppiche sowie abgeschlossene Telefonkabinen für Videocalls reduzieren die Lärmbelastung deutlich.

Wo dann die Akustik trotz dieser Maßnahmen hoch bleibt, liegt die Ursache meist in der Flächennutzung selbst.

Wie hilft Desk Booking bei der Flächenoptimierung im Großraumbüro?

Desk Booking liefert die Daten, mit denen sich ein Großraumbüro bedarfsgerecht planen lässt. Statt auf Annahmen zu setzen, zeigen Buchungs- und Belegungsdaten, welche Zonen regelmäßig ausgelastet sind und welche hingegen leer stehen.

Daraus ergeben sich konkrete Anpassungsmöglichkeiten, mit denen sich die Nutzung umverteilen und steuern lässt. Wenn beispielsweise der Bereich für stilles Arbeiten dauerhaft überbucht ist und Flächen für Zusammenarbeit leer bleiben, ist das ein messbares Signal zur Umgestaltung der Flächenaufteilung.

Die dafür nötigen Auslastungsdaten liefert PULT: Damit wertest du die Nutzung deiner Bürofläche aus, und Mitarbeiter buchen ihren Platz in der passenden Zone.

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So wird dein Großraumbüro zum produktiven Arbeitsort

Ein Großraumbüro wird produktiv durch eine Zonierung nach Tätigkeit, wirksamen Schallschutz und eine Flächenplanung auf Basis echter Nutzungsdaten. Die offene Fläche bleibt erhalten und die Schwächen verschwinden über die richtige Struktur.

Mit den PULT Office Insights siehst du, welche Zonen deiner Fläche wirklich genutzt werden, und planst Umbauten auf Basis echter Zahlen.

Deine Mitarbeiter buchen ihren Arbeitsplatz in der passenden Zone und sehen, wo bereits Kollegen sitzen.

Du steuerst Auslastung und Anwesenheit an einem Ort.

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Hybrides Arbeiten

7 Vorteile des hybrides Arbeitens

Hybrides Arbeiten ist die Kombination aus der Arbeit im Büro und der Arbeit von zu Hause oder einem anderen Ort aus. Dieses Modell hat sich etabliert: Laut Fraunhofer-Institut arbeiten 60 % der Beschäftigten in Deutschland hybrid.

Hybrides Arbeiten: Vorteile für Unternehmen und Angestellte

Was sind die wichtigsten Vorteile der hybriden Arbeit?

  • Hybrides Arbeiten ermöglicht eine freiere Gestaltung des Arbeitsalltags.
  • Der persönliche Austausch im Büro bleibt bei Hybrid Work erhalten.
  • Beschäftigte gewinnen mehr Entscheidungsfreiraum und können konzentrierter arbeiten.
  • Unternehmen haben geringere Kosten, motiviertere Teams und eine bessere Positionierung am Arbeitsmarkt.

Welche Vorteile hat hybrides Arbeiten für Beschäftigte und Unternehmen?

1. Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Aktuell arbeiten mehr als 60 % der Beschäftigten in Deutschland in einem hybriden Modell, also teils im Büro, teils im Homeoffice. Die Möglichkeit, den Arbeitsort flexibel zu wählen, verbessert spürbar die Vereinbarkeit von Job und Alltag. Das bestätigt auch eine Untersuchung von Hardwig und Latniak (2025), die zeigt, dass Beschäftigte durch hybride Strukturen ihren Tag selbstbestimmter und stressfreier gestalten können.

2. Mehr Konzentration durch passende Umgebungen

Viele Beschäftigte nutzen das Homeoffice für das stark konzentrierte Arbeiten; der Austausch im Büro wird gezielt für Meetings oder kreative Prozesse eingesetzt. Laut einer aktuellen Fraunhofer-IAO-Studie berichten rund 80 % der Hybrid-Beschäftigten von einer höheren Produktivität, auch, weil sie ihre Aufgaben der Umgebung entsprechend besser planen können.

3. Zeit- und Kosteneinsparung durch weniger Pendeln

Besonders für Pendler ist das hybride Modell ein echter Vorteil: Wer nicht täglich ins Büro muss, spart nicht nur Zeit, sondern auch Fahrtkosten. In einer Erhebung von TravelPerk gaben 88 % der befragten hybriden Angestellten an, dass sie ihren Arbeitsweg deutlich reduzieren konnten.

4. Höhere Motivation und stärkere Bindung

Wenn Mitarbeiter mitentscheiden können, wann und wo sie arbeiten, steigt die Zufriedenheit und ebenso die emotionale Bindung ans Unternehmen. Diese Entwicklung beschreibt auch der Engagement Index von Gallup (zwar auf Datenbasis von 2023, aber mit weiterhin gültigem Trend), der zeigt: Selbstbestimmtes Arbeiten wirkt sich positiv auf die langfristige Motivation aus. Auch die Fluktuation wird reduziert.

5. Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt

Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen tun sich leichter bei der Fachkräftegewinnung. In der genannten Fraunhofer-Erhebung gaben über 80 % der befragten Organisationen an, dass mobiles oder hybrides Arbeiten mittlerweile fest geregelt sei, in der Regel über Betriebsvereinbarungen. Damit reagieren diese Unternehmen direkt auf die Erwartungen vieler Bewerber.

6. Flächennutzung und Kosten

In der Studie von Bath (Springer, 2025) zeigt sich, dass 34,1 % der Unternehmen hybride Arbeit mit klaren Regelungen betreiben, wodurch sich Strukturen dauerhaft anpassen lassen. Wenn Büros und deren Einzelarbeitsplätze nicht mehr durchgehend ausgelastet sind, lassen sich die vorhandenen Flächen zugunsten der Mitarbeiter anders verplanen und umnutzen. Auch bei Wachstum kann das Unternehmen dann im Objekt bleiben, da sich durch die effiziente Nutzung praktisch jederzeit weitere Kapazitäten schaffen lassen.

7. Nachhaltigkeitsbeitrag

Hybride Modelle leisten auch einen Beitrag zur ökologischen Bilanz: Durch den reduzierten Pendelverkehr sinken Emissionen messbar. Laut einer Untersuchung des RKW-Kompetenzzentrums ist die Umstellung auf teilweises Arbeiten im Homeoffice ein relevanter Hebel in der Klimastrategie vieler Unternehmen, gerade bei einem hohen Anteil an Büroarbeitsplätzen.

Wie lässt sich hybrides Arbeiten erfolgreich umsetzen?

Erstelle für den Erfolg deines hybriden Arbeitens nachvollziehbare Rahmenbedingungen, an denen sich deine Angestellten orientieren können und die du Bewerbern vorlegen kannst. Gewährleiste eine hohe Zuverlässigkeit von Technik und Software und arbeite am Vertrauen und der Eigenverantwortung deines Teams.

Vereinbare verbindliche Regeln mit deinem Team

Lege klar fest, ob und an welchen Tagen im Büro gearbeitet wird, welche Aufgaben remote erledigt werden können und wie die persönliche Verfügbarkeit geregelt ist. Dokumentiere diese Vereinbarungen so, dass alle im Team sie jederzeit nachlesen können.

Tipp: Erarbeite eine kurze, verständliche Teamvereinbarung mit festen Leitplanken für hybrides Arbeiten. Diese kommt dir auch dann zugute, wenn Bewerber nach den Arbeitsbedingungen fragen sowie bei der Einarbeitung neuer Kollegen.

Plane Präsenztage mit konkretem Zweck

Nutze Bürozeiten für Tätigkeiten, die echten Mehrwert durch persönlichen Austausch bieten, wie zum Beispiel Strategie-Workshops, Retrospektiven oder Projektstarts. Plane sie im Vorfeld gemeinsam mit dem Team und sorge dafür, dass sie verbindlich sind. Vermeide es jedoch, Präsenztage grundlos oder aus zu weichen Gründen zu fordern. 

Tipp: Führe feste Teamtage ein, an denen Abstimmung, Planung und soziale Interaktion im Mittelpunkt stehen. Halte diese Tage frei von unnötigen Remote-Meetings. Nutzt die gemeinsame Zeit und zeige deinem Team, dass die persönlichen Treffen einen inneren Wert haben.

Einheitliche technische Ausstattung

Sorge dafür, dass alle Mitarbeiter, egal ob im Büro oder zu Hause, mit einer gleichwertigen Ausstattung arbeiten können. Dazu gehören stabile Internetverbindungen, gute Audioqualität und Cloudsoftware, die von überall genutzt werden kann.

Tipp: Erarbeite mit der IT ein Standard-Setup für hybride Arbeitsplätze und stelle ein festes Technik-Budget für das Homeoffice bereit.

Definiere klare Kommunikationsregeln

Bestimme, welche Tools für welche Art von Kommunikation genutzt werden, wie Informationen dokumentiert werden sollen und in welchen Fällen synchrone oder asynchrone Kommunikation angemessen ist. Stimme diese Regeln mit deinem Team ab und überprüfe sie regelmäßig.

Tipp: Halte die erarbeiteten Standards schriftlich fest, zum Beispiel für Chat, E-Mail, Meetings und Projektdokumentation. Schaffe somit eine verbindliche Struktur, die unabhängig vom Arbeitsort funktioniert.

Pflege Teamkultur durch feste Rituale

Schaffe für die hybride Teamarbeit Formate für Austausch, gemeinsame Reflexion und Zusammenhalt. Diese Rituale geben deinem Team Struktur und zeitlichen Rhythmus.

Tipp: Etabliere feste Formate wie Monatsrunden, gemeinsame Planungsmeetings oder Feedbacksitzungen. Gib diesen Formaten einen festen Platz im Kalender und verbinde sie mit positiven Erlebnissen, wie einem gemeinsamen Essen.

Stetige Verbesserung des Modells

Bewerte regelmäßig, wie gut das hybride Arbeiten in deinem Team funktioniert, sowohl technisch als auch kulturell. Ermittle Zufriedenheit, Büroauslastung und Produktivität, und ziehe daraus konkrete Anpassungen.

Tipp: Führe einmal im Quartal eine kompakte Teambefragung durch. Werte die Ergebnisse aus und leite mit dem Team gemeinsam mögliche Änderungen ab. Auf diese Weise verbessert sich das System evolutionär. 

Tipp: In den Office Insights von PULT findest du die Funktion für persönliches Feedback. Hierüber kannst du ohne weitere Software Umfragen ins Team geben und erfährst ohne Umwege, was in deinen Mitarbeitern vor sich geht.

Wie schneidet hybrides Arbeiten im Vergleich zu Office- oder Remote-Only-Modellen ab?

In der Diskussion um die richtige Arbeitsform stehen sich drei Modelle gegenüber: vollständige Präsenz im Büro, reines Remote-Arbeiten und hybrides Arbeiten. Jedes dieser Modelle hat Vor- und Nachteile je nach Branche, Aufgabe und Teamstruktur.

Vollzeit im Büro arbeiten

Stärken

  • Direkte Kommunikation und Abstimmung
  • Klar strukturierter Arbeitstag und -ort

Schwächen

  • Zeitverlust durch Pendeln
  • Weniger freie Zeiteinteilung
  • Kaum Rückzugsmöglichkeiten

Besonders geeignet für

  • Tätigkeiten mit hohem Abstimmungsbedarf
  • Intensive Teamarbeit vor Ort
  • Sensible Daten (z. B. Finanzwesen, Forschung & Entwicklung in Laboren)

Vollständig remote arbeiten

Stärken

  • Ortsunabhängigkeit
  • Hohe Zeitsouveränität
  • Zugang zu überregionalen Talenten

Schwächen

  • Weniger soziale Bindung
  • Gefahr der Isolation
  • Kein Zugang zu Ressourcen vor Ort

Besonders geeignet für

  • Individuelle Wissensarbeit
  • Softwareentwicklung
  • Internationale Projektteams
  • Tätigkeiten mit klarem Output

Hybrides Arbeiten

Stärken

  • Frei kombinierbar
  • Gute Balance aus Konzentration & Austausch
  • Anpassbar an Aufgaben

Schwächen

  • Koordinationsaufwand
  • Bedarf an klaren Regeln
  • Potenziell ungleiche Sichtbarkeit im Team

Besonders geeignet (Rollen mit wechselnden Anforderungen)

  • Beratung
  • Marketing
  • Projektmanagement
  • Führungskräfte
  • HR

Wie lassen sich die Nachteile des hybriden Arbeitens lösen?

Hybrides Arbeiten bietet viele Freiheiten, stellt Teams und Unternehmen aber auch vor neue Herausforderungen. Diese betreffen vor allem die Kommunikation, die Gestaltung der Zusammenarbeit und das Erschaffen der nötigen Strukturen.

Häufig genannte Nachteile des hybriden Arbeitens lauten:

  • Weniger direkte Begegnungen im Team: Wenn ein Teil des Teams regelmäßig im Homeoffice ist, kann darunter das Gemeinschaftsgefühl leiden. Ungezwungene Gespräche finden dann deutlich seltener statt. Diesen Nachteilen kannst du mit Präsenzformaten begegnen, wie etwa regelmäßige Teamtage oder projektbezogene Präsenzphasen.
  • Abstimmungsaufwand: Hybrides Arbeiten erfordert klare Absprachen: Wer ist wann erreichbar? Welche Kanäle werden wofür genutzt? Was muss dokumentiert werden? Gibt es Kernarbeitszeiten? Erstelle hierfür verbindliche Kommunikationsstandards, Kalender und gemeinsam genutzte Software.
  • Entgrenzung von Arbeit und Freizeit: Wenn der Arbeitsplatz auch zu Hause ist, verschwimmen mitunter die Grenzen. Beschäftigte berichten von dem Gefühl, „immer erreichbar“ zu sein oder sein zu müssen. Das lässt sich durch feste Offline-Zeiten, klar kommunizierte Erreichbarkeitsregeln und eine Unternehmenskultur lösen, die bewusste Pausen fördert.
  • Ausloten der Bürokapazitäten: Das Abbauen von Schreibtischen schafft Platz, aber die Kapazitäten müssen dennoch für Spitzenzeiten ausreichen. Eine Balance zu finden erfordert eine vorausschauende Planung und genaue Analyse der Auslastung. 

Tipp: In PULT kannst du die Auslastung deines Büros messen, auch ohne bereits aktives Desk Sharing. Die Anwesenheit eines Mitarbeiters wird erfasst, sobald sich eines seiner Geräte mit dem Unternehmens-WLAN verbindet. Aktiv einwählen muss sich dein Team nicht – die Zahlen zur Anwesenheit erhältst du trotzdem. Hier findest du mehr zu PULT Presence.

Balance für hybrides Arbeiten finden

Hybrides Arbeiten ist ein eigenständiges Arbeitsmodell mit klaren Vorteilen. Angestellte gewinnen dabei sehr viel zeitlichen Gestaltungsspielraum und Eigenverantwortung; Unternehmen sind attraktiver für Bewerber und sind sowohl produktiver als auch resilienter.

Die Grundlage für das hybride Arbeiten ist, dass du das Konzept aktiv gestaltest. Sorge für Rahmenbedingungen, tragbare Regeln und eine fortwährende Evolution des Modells in deinem Unternehmen.

Häufige Hürden liegen in der Koordination:

  • Wer ist wann im Büro?
  • Welche Arbeitsplätze sind tatsächlich verfügbar?
  • Sind in Spitzenzeiten genügend Schreibtische vorhanden?
  • Wann ist ein Meetingraum frei?
  • Wer darf welche Räume buchen?

Mit der Desk Booking Software PULT schaffst du die Verbindung zwischen Homeoffice und Büro. Deine Angestellten können von zu Hause aus ihren Büroarbeitsplatz buchen und stellen somit sicher, dass dieser bei ihrem Eintreffen frei ist. Meetingräume, festgelegte Zonen und Parkplätze können ebenso gebucht werden.

Durch die Integration von PULT in Outlook, Google Kalender und viele weitere Tools werden die Platzbuchungen zugleich als Kalendereinträge erstellt. So entsteht noch mehr Übersicht darüber, welche Kollegen im Office sein werden.

Tipp: Hier findest du mehr zur Büroauswertung in PULT und hier zur Schreibtischbuchung.

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Hybrides Arbeiten

15 Modelle und Beispiele für hybrides Arbeiten

Hybrides Arbeiten beschreibt ein Arbeitsmodell, bei dem die Arbeitszeit zwischen Büro und einem anderen Ort, meist dem Homeoffice, aufgeteilt wird. Die Kombination aus Präsenz- und Remote-Arbeit kann dabei ganz unterschiedlich ausgestaltet sein: mit festen Präsenztagen, frei wählbaren Arbeitstagen oder frei vereinbarten Teamregelungen.

Modelle für hybrides Arbeiten: Beispiele aus Deutschland

Übersicht: Hybride Arbeitsmodelle im Vergleich

Hybrides Arbeiten lässt sich auf viele Arten umsetzen. Je nach Unternehmensgröße, Aufgabenstruktur und Teamkultur eignen sich unterschiedliche Modelle. Die folgende Übersicht zeigt bewährte Hybridmodelle, ihre Eigenschaften sowie typische Einsatzbereiche.

1. 3:2-Modell

Beschreibung:
Mitarbeiter arbeiten jeweils an drei Tagen im Büro und an zwei Tagen remote. Die Verteilung ist entweder unternehmensweit einheitlich oder teamweise geregelt.

Vorteile:
Klare Struktur mit hoher Akzeptanz. Lässt sich gut mit Desk-Sharing-Konzepten kombinieren.

Mögliche Nachteile:
Wenig Gestaltungsspielraum für jeden Einzelnen und komplizierter bei Teilzeit.

2. Feste Präsenztage

Beschreibung:
Bestimmte Wochentage sind für alle als Büropräsenz vorgesehen, etwa Dienstag bis Donnerstag. An den übrigen Tagen ist Remote-Arbeit üblich.

Vorteile:
Stärkt das Teamgefühl und erleichtert Abstimmungen, da klar ist, wann jeder zu erreichen ist.

Mögliche Nachteile:
Führt zu Spitzenbelastung in der Büroauslastung, sodass für jeden ein eigener Arbeitsplatz vorgehalten werden muss. Das Modell ist aus Sicht der Angestellten sehr starr.

3. Teamrotation / Kohortenmodell

Beschreibung:
Mitarbeiter oder Teams arbeiten abwechselnd im Büro. Zum Beispiel Woche A Team 1, Woche B Team 2. Die Gruppen sind fix.

Vorteile:
Sehr effiziente und planbare Nutzung der Bürokapazitäten.

Mögliche Nachteile:
Komplex in der Organisation, Zusammenarbeit zwischen den wechselnden Teams erschwert.

4. Freie Wahl mit Rahmenbedingungen

Beschreibung:
Beschäftigte entscheiden selbst, wann sie ins Büro kommen, innerhalb eines vereinbarten Rahmens, zum Beispiel 4 Tage im Monat, mit Buchungspflicht.

Vorteile:
Hohe Eigenverantwortung, hohe Zufriedenheit, ideal bei gut funktionierenden Teams. Das Anwesenheitsverhalten wird mit der Zeit vorhersehbar und dadurch planbar.

Mögliche Nachteile:
Erfordert Buchungssysteme sowie Vertrauen in die Eigenverantwortung jedes Einzelnen.

5. Remote-first

Beschreibung:
Die Arbeit erfolgt vorrangig remote. Das Büro wird optional bereitgestellt, vorrangig für Meetings oder individuelle Nutzung.

Vorteile:
Hohe Ortsunabhängigkeit, Zugang zu globalem Talentpool, geringe Fixkosten fürs Büro.

Mögliche Nachteile:
Gefahr der Entkopplung vom Unternehmen, soziale Isolation, erschwerte Führung.

6. Office-first mit Homeoffice-Kontingent

Beschreibung:
Das Büro dient als Standard-Arbeitsplatz, mit zum Beispiel einem Tag pro Woche Homeoffice.

Vorteile:
Einfach umsetzbar, geringe technische und organisatorische Hürden, gut steuerbar.

Mögliche Nachteile:
Geringer Gestaltungsspielraum für Angestellte, kann als Kontrollsignal wahrgenommen werden, kulturell für viele Arbeitnehmer nicht mehr zeitgemäß.

7. Projektbezogene Präsenz

Beschreibung:
Der Arbeitsort wird projektbezogen festgelegt, zum Beispiel für ein Kickoff als Event im Büro. Die Umsetzung erfolgt anschließend remote und die Reviews erfolgen an Präsenztagen.

Vorteile:
Anpassbar an Projektphasen, gute Balance zwischen Zusammenarbeit und Fokusphasen.

Mögliche Nachteile:
Hoher Koordinationsaufwand, kann bei vielen parallelen Projekten unübersichtlich werden.

8. Hybrid-Schichtmodell

Beschreibung:
Teams arbeiten in festen Schichten, zum Beispiel vormittags im Büro, nachmittags dann remote oder wöchentlich wechselnd.

Vorteile:
Klare Planung, kontinuierliche Abdeckung, oft gut kombinierbar mit betrieblichen Notwendigkeiten.

Mögliche Nachteile:
Eingeschränkter Entscheidungsfreiraum, komplexe Schichtplanung, höhere Anforderungen an IT und Infrastruktur.

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Beispiele für Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen 

Viele Unternehmen aus dem Mittelstand sowie Konzerne haben eigene Modelle für hybrides Arbeiten entwickelt, immer angepasst an Teamgröße, Aufgabentyp und Standortstruktur.

  1. Taxfix: Das Berliner FinTech ermöglicht Mitarbeitern bis zu sechs Wochen im Jahr ortsunabhängiges Arbeiten, auch aus dem Ausland. Innerhalb Deutschlands entscheiden Teams eigenverantwortlich, wie sie Büro- und Remotezeiten kombinieren. Die Abstimmung erfolgt teamintern.
  2. Urban Sports Club: Hier gilt ein Standard für hybrides Arbeiten: 50 % Büro, 50 % Remote. Zusätzlich bietet das Unternehmen bis zu vier Monate standortunabhängiges Arbeiten in Europa an.
  3. Kaufland: In den Verwaltungsbereichen von Kaufland sind hybride Arbeitsmodelle inzwischen etabliert. Büroanwesenheit und mobiles Arbeiten werden situationsabhängig kombiniert.
  4. Cisco Österreich: Cisco Österreich spricht sich öffentlich für hybride Arbeitsformen aus, im eigenen Unternehmen und auch im gesellschaftlichen Wandel. In einer aktuellen Erhebung wurden 43 % der Beschäftigten in Österreich als überzeugte Anhänger hybrider Arbeit identifiziert.
  5. SAP: Mitarbeiter bei SAP entscheiden gemeinsam mit ihrem Team, wie oft sie ins Büro kommen. Es gibt keine allgemeingültige Vorgabe, sondern eine freie Gestaltung im Rahmen eines globalen Hybridprogramms. Die physische Anwesenheit richtet sich nach Aufgaben und Zusammenarbeitserfordernissen.
  6. Allianz: Bei der Allianz ist hybrides Arbeiten in einer verbindlichen Betriebsvereinbarung geregelt: Bis zu 60 % der Arbeitszeit darf remote erfolgen. Die genaue Ausgestaltung liegt bei den Teams.
  7. Siemens: Bereits seit 2020 erlaubt Siemens in vielen Bereichen bis zu drei Tage mobiles Arbeiten pro Woche. Der Wechsel zwischen Büro und Remote erfolgt auf Basis von Vertrauen und im Dialog mit Führungskräften.

Tipp: Hier findest du Erfolgsgeschichten von Unternehmen, die hybrid mit PULT arbeiten.

Wie finde ich das passende hybride Modell für mein Team?

Das richtige hybride Modell sollte die Interessen deines Unternehmens und die der Angestellten zusammenbringen. Die wichtigsten Punkte, die es für diese Übereinstimmung zu klären gilt, sind die Planbarkeit, der Teamzusammenhalt, sicher ablaufende Prozesse, die Autonomie der Angestellten sowie deren Entscheidungsfreiheiten und ein gutes Umfeld für konzentriertes Arbeiten.

1. Verhalten beobachten, nicht vermuten
Bevor du Regeln für ein hybrides Modell aufstellst, sieh dir an, wie dein Team heute schon arbeitet. Falls ihr aktuell in einem sehr freien Modell arbeitet, wirst du überrascht sein, wie deutlich sich dennoch bestimmte Muster zeigen.

Das geht mit PULT Presence ganz einfach, da die Anwesenheit der Mitarbeiter im Büro erfasst wird, sobald sich eines ihrer Geräte mit dem Unternehmens-WLAN verbindet. Das heißt: Kein Mehraufwand für die Kollegen, aber für dich entsteht ein reales Abbild davon, wie sich dein Team tatsächlich verhält. Daraus lernst du bereits viel über deren Wünsche.

2. Gespräche führen, Meinung der Mitarbeiter einholen
Ergänze die Messungen durch Workshops und Mitarbeiterbefragungen. Erarbeite gemeinsam mit deinem Team, was zum konzentrierten Arbeiten gebraucht wird, was für eine gute Abstimmung untereinander nötig ist und wie eine ideale Arbeitswoche aussieht. Aus diesen Antworten entstehen nach und nach Kriterien für euer hybrides Modell.

3. Modell wählen und Strukturen aufbauen
Aus der Kombination aus Daten, den Meinungen und den Kriterien kannst du ableiten, wie euer gut funktionierendes hybrides Modell aussehen wird. 

In PULT kannst du das Anwesenheitsverhalten deines Teams nach der verbindlichen Einführung eures Modells beobachten. Die integrierte Funktion für Mitarbeiterfeedback ermöglicht es dir, unkompliziert die Meinungen der Kollegen einzuholen.

An den Auslastungsdaten siehst du, wie gut euer Modell funktioniert. Du siehst, welche Strukturen häufig genutzt werden: Bestimmte Arbeitsplätze, Ausstattungen, Räume und Zonen. Du siehst auch, was nicht nötig ist, zurückgebaut und einem stärker genutzten Zweck zugeführt werden kann.

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Arbeitsplatzbuchung

Arbeitsrecht beim Desk Sharing | Für Arbeitgeber

Desk Sharing bedeutet, dass ein Arbeitsplatz nicht dauerhaft einer bestimmten Person zugewiesen ist, sondern von mehreren Kollegen zeitlich versetzt genutzt wird. Diese Praxis verändert die Arbeitsplatzorganisation und berührt verschiedene Bereiche des Arbeitsrechts.

Desk Sharing im Arbeitsrecht

Das Wichtigste zu Desk Sharing im Arbeitsrecht in Kürze:

  • Desk Sharing ist arbeitsrechtlich zulässig, jedoch nicht bedingungslos. Die Nutzung eines Arbeitsplatzes durch mehrere Personen ist erlaubt, solange Arbeitsschutz, Datenschutz und Mitbestimmungsrechte gewahrt bleiben.
  • Mitbestimmung durch den Betriebsrat: Der Betriebsrat muss bei der Einführung und Nutzung von Buchungssystemen, Clean-Desk-Policies und Arbeitsplatzverteilung nach § 87 Abs. 1 BetrVG beteiligt werden.
  • Arbeitsschutz gilt uneingeschränkt, auch bei wechselnden Arbeitsplätzen. Jeder geteilte Arbeitsplatz muss ergonomisch gestaltet, hygienisch gepflegt und individuell anpassbar sein. Eine Gefährdungsbeurteilung ist verpflichtend.

Durch Desk-Booking-Systeme dürfen nur notwendige Daten verarbeitet werden. Rückschlüsse auf das Verhalten einzelner Mitarbeiter sind unzulässig.

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Ist Desk Sharing im Arbeitsrecht erlaubt?

Ja, Desk Sharing ist grundsätzlich zulässig. Arbeitgeber dürfen im Rahmen ihres Direktionsrechts (§ 106 Gewerbeordnung) festlegen, wie die Arbeit organisiert wird. Dazu gehört auch die Gestaltung der Arbeitsplätze.

Dieses Weisungsrecht findet jedoch dort seine Grenzen, wo das Arbeitsschutzrecht, der Datenschutz oder Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats eingreifen.

Wichtig ist, dass Desk Sharing keine unzumutbaren Nachteile für die Beschäftigten mit sich bringt:

  • Die Arbeitsplätze müssen gleichwertig ausgestattet sein.
  • Die Verfügbarkeit muss gewährleistet bleiben.
  • Persönliche Rechte wie der Schutz der Gesundheit oder der Privatsphäre dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Rein wirtschaftliche Gründe, etwa das Einsparen von Büroflächen, reichen nicht aus, um Maßnahmen umzusetzen, die gegen andere Schutzrechte verstoßen. Die arbeitsrechtliche Zulässigkeit hängt daher immer von der konkreten Ausgestaltung und den begleitenden Regelungen ab.

Mitbestimmungspflicht des Betriebsrats beim Desk Sharing

Die Einführung von Desk Sharing unterliegt der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 BetrVG. Relevante Mitbestimmungstatbestände sind insbesondere:

Nr. 1: Ordnung des Betriebs und Verhalten der Mitarbeiter
Wenn durch Desk Sharing das Verhalten im Betrieb geregelt wird, zum Beispiel durch eine Clean-Desk-Policy, feste Buchungsregeln oder Zonenkonzepte, ist der Betriebsrat zu beteiligen.

Nr. 6: Technische Einrichtungen zur Überwachung
Wird ein digitales Buchungssystem eingesetzt, das Rückschlüsse auf Verhalten, Anwesenheit oder Leistung von Mitarbeitern zumindest zulässt, ist dies nur unter Beachtung der DSGVO zulässig und unterliegt zudem der Mitbestimmungspflicht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.

Je nach Ausgestaltung kann auch § 90 BetrVG (Unterrichtungsrechte) greifen, wenn die Veränderung der Arbeitsplätze eine Umgestaltung der Arbeitsumgebung darstellt. Dies gilt vor allem dann, wenn bauliche Veränderungen, Möblierung oder Raumkonzepte betroffen sind.

In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass Desk-Sharing-Modelle mit struktureller oder disziplinierender Wirkung (z. B. Clean Desk, reduzierte Präsenzplätze, Besucherkontrolle über Buchungssysteme) mitbestimmungspflichtig sind.

Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (2024) hat in einem aktuellen Fall entschieden, dass selbst die Ausgestaltung freier Arbeitsplatzwahl mit ergänzenden Nutzungsregeln nicht einseitig durch den Arbeitgeber erfolgen darf. (Aktenzeichen 21 TaBV 7/24)

Datenschutz beim Desk Sharing

Beim Einsatz von Buchungssystemen, Zugangskontrollen oder Anwesenheitssensoren im Zusammenhang mit Desk Sharing fallen personenbezogene Daten an. Dazu zählen Angaben zu Arbeitszeit, Anwesenheit, Arbeitsplatznutzung oder Buchungshistorie. Diese Daten unterliegen den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dürfen nur verarbeitet werden, wenn eine Rechtsgrundlage vorliegt.

In der Regel stützt sich die Datenverarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse des Arbeitgebers), etwa zur Organisation der Arbeitsplatzbelegung. 

Dabei gilt der Grundsatz der Datenminimierung: Es dürfen nur so viele Informationen erhoben werden, wie für den Zweck notwendig sind. Eine pauschale Erfassung von Bewegungs- oder Verhaltensdaten ist nicht zulässig.

Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiter nach Art. 13 DSGVO transparent über Zweck, Umfang und Speicherdauer der Datenverarbeitung zu informieren. Wenn ein Betriebsrat besteht, ist dieser bei der Auswahl und Einführung entsprechender Systeme nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu beteiligen.

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Arbeitsschutz beim Desk Sharing

Bei geteilten Arbeitsplätzen gelten die gleichen Anforderungen des Arbeitsschutzes wie an festgelegten Einzelarbeitsplätzen. Die maßgebliche Grundlage ist die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).

Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze so einzurichten, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet sind, unabhängig davon, ob ein Arbeitsplatz fest oder abwechselnd genutzt wird.

Die Anforderungen ergeben sich aus:

Jeder gebuchte Arbeitsplatz muss ergonomisch einstellbar sein (z. B. höhenverstellbarer Stuhl, korrekt positionierbarer Bildschirm), eine ausreichende Beleuchtung bieten und regelmäßig gereinigt werden, insbesondere bei häufigem Nutzerwechsel. Die Ausstattung muss in jedem Fall den Anforderungen des jeweiligen Tätigkeitsprofils entsprechen.

Zudem wird auch bei Desk Sharing eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG verlangt. Dabei sind die Risiken wechselnder Arbeitsplätze, etwa fehlende Anpassungsmöglichkeiten oder unklare Zuständigkeiten für Wartung und Reinigung, zu berücksichtigen und zu dokumentieren.

Typische Herausforderungen des Arbeitsrechts beim Desk Sharing

Desk Sharing bringt organisatorische Veränderungen und Konfliktpotenziale im Arbeitsalltag mit sich. Diese kannst du vermeiden, wenn du technische, rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen von Beginn an mitdenkst.

1. Überbuchung und Mangel an Arbeitsplätzen
Wenn die Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze nicht zuverlässig zur tatsächlichen Nachfrage passt, entsteht Unzufriedenheit. Das kannst du durch ein Buchungssystem verhindern, das die Auslastung sichtbar macht und dich somit die Kapazitäten anhand des echten Bedarfs planen lässt.

Tipp: Den vollen Überblick über die Auslastung und Spitzenzeiten erhältst du in den Office Insights von PULT.

2. Fehlende Planungssicherheit für Mitarbeiter
Deine Mitarbeiter müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Fahrt zur Arbeit nicht umsonst war, weil dort kein Platz frei ist. Eine verbindliche Regelung zur Buchung und Nutzung, zum Beispiel in einer Betriebsvereinbarung oder Teamrichtlinie, schafft hier Sicherheit. Lass dann dein Team in der Desk Booking Software PULT verbindlich seineAusgestaltung freier Arbeitsplatzwahl Plätze buchen.

3. Persönliche Gegenstände und Aufbewahrung
In einem Büro mit Clean-Desk-Prinzip stellt sich die Frage, wo persönliche Materialien wie Tastatur, Unterlagen oder private Gegenstände aufbewahrt werden können. Spinde, persönliche Rollcontainer und eigene IT-Ausstattung (z. B. Laptop mit Docking-Station, Headset) sind praxistauglich und bewährt.

4. Mangelnde Rückzugsorte
Die Stressbelastung steigt, wenn alle Arbeiten im gemeinschaftlich genutzten Großraumbüro stattfinden müssen. Bei Desk Sharing muss sichergestellt werden, dass Mitarbeiter Zugang zu ruhigen Bereichen für konzentriertes Arbeiten sowie vertrauliche Gespräche und Telefonate haben.

Wann ist Desk Sharing mit dem Arbeitsschutz vereinbar?

Ob Desk Sharing arbeitsrechtlich zulässig ist, hängt wesentlich davon ab, ob die Anforderungen des Arbeitsschutzes eingehalten werden können. Die Arbeitsstättenverordnung (§ 3a, § 4 ArbStättV) verlangt unter anderem ergonomische Arbeitsplätze, regelmäßige Reinigung, ausreichende Beleuchtung sowie eine individuelle Anpassbarkeit der Ausstattung. Diese Standards müssen auch bei wechselnder Nutzung erfüllt bleiben.

Für dich bedeutet das:

Desk Sharing ist nur dort sinnvoll und rechtlich belastbar, wo Arbeitsplätze standardisiert, vollständig ausgestattet und risikofrei nutzbar sind, unabhängig davon, wer sie nutzt.

Wann sind Desk Sharing und Arbeitsschutz gut vereinbar?

  • Wenn die Tätigkeit überwiegend digital, ortsunabhängig und körperlich wenig belastend ist, lassen sich ergonomische Standards durch gleichwertige, normgerechte Ausstattung an allen Arbeitsplätzen sicherstellen.
  • Wenn alle Arbeitsplätze über identische Bildschirme, Eingabegeräte und ergonomische Stühle verfügen, können wechselnde Nutzer ohne Gesundheitsrisiko arbeiten. Vorausgesetzt, individuelle Anpassungen (z. B. Tischhöhe, Bildschirmabstand) sind möglich.
  • Wenn ruhige Einzelarbeitsplätze, Meetingräume und Rückzugsorte geplant und bereitgestellt werden, lassen sich auch psychische Belastungen durch Reizüberflutung oder ständige Umorientierung mindern.

Wann sind Desk Sharing und Arbeitsschutz schlecht vereinbar?

  • Für Beschäftigte mit orthopädischen Stühlen, besonderen Bildschirmlesegeräten oder sonstiger angepasster Technik ist Desk Sharing nicht gut geeignet. Sie benötigen fest eingerichtete Arbeitsplätze. Diese Anforderungen lassen sich mit wechselnden Arbeitsplätzen kaum vereinbaren, ohne gegen § 3a ArbStättV oder § 5 ArbSchG zu verstoßen.
  • Wer ausschließlich in offenen Desk-Sharing-Zonen arbeitet, ohne Zugang zu stillen Räumen oder Rückzugsbereichen, ist erhöhten psychischen Belastungen ausgesetzt. Das kann die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verletzen.
  • Arbeitsplätze, die täglich von wechselnden Personen genutzt werden, müssen regelmäßig gereinigt und technisch geprüft werden. Wenn hier keine klaren Prozesse hinterlegt sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Hygiene- und Sicherheitsmängel.

Desk Sharing kann also nur dort sicher betrieben werden, wo alle Anforderungen des Arbeitsschutzes kontrollierbar und nachhaltig erfüllt werden. Die Entscheidung für oder gegen ein Desk-Sharing-Modell sollte deshalb immer Teil der Gefährdungsbeurteilung sein und nicht allein auf Flächeneffizienz oder Kostengründen beruhen.

Abschluss: Desk Sharing und Arbeitsrecht in deinem Unternehmen vereinbaren

Desk Sharing verändert die Anforderungen an Planung, Führung und die rechtliche Sorgfalt in Bezug auf die Arbeitsplätze. Wenn du die Arbeitsplätze in deinem Unternehmen wechselnd vergibst, greifst du unmittelbar in die Arbeitsorganisation ein und musst dich an den Vorgaben des Arbeitsrechts orientieren.

Rechtliche Risiken entstehen nicht durch Desk Sharing selbst, sondern durch eine Umsetzung ohne klare Struktur. Ergonomisch unzureichende Ausstattung, fehlende Rückzugsräume und unklare Buchungsregeln führen dazu, dass Arbeitsschutz, Mitbestimmung und Datenschutz verletzt werden, oft unbeabsichtigt.

Mit PULT schaffst du die Grundlage dafür, dass du Desk Sharing rechtsgültig und teamgerecht organisierst.

  • Arbeitsplatzbuchung nach ergonomischen Kriterien mithilfe der Filterfunktion (höhenverstellbare Tische, mehrere Monitore und weitere)
  • Zonenplanung mit Rückzugsmöglichkeiten
  • Automatisierte Dokumentation der Auslastung, etwa für Gefährdungsbeurteilungen oder Betriebsvereinbarungen.
  • Keine Rückschlüsse auf das Arbeits- und Buchungsverhalten einzelner Mitarbeiter

Die Office Insights zeigen dir, wie das Büro tatsächlich genutzt wird und helfen dir somit bei der Planung.

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Büro Einblicke

10 Vor- und Nachteile von Desk Sharing

Desk Sharing hat sich etabliert, um der Remote-Arbeit Rechnung zu tragen und freigewordene Flächen den Angestellten zugutekommen zu lassen. Dabei bringt das Desk Sharing Vor- und Nachteile mit sich.

Vor- und Nachteile von Desk Sharing 

Was sind Vorteile von Desk Sharing?

Desk Sharing kann dir dabei helfen, die Arbeitsplätze in deinem Büro besser zu organisieren, teils zu reduzieren und somit die vorhandenen Flächen bewusster zu nutzen als bisher. Das bringt deinem Team und dir Flächen, die besser auf eure Arbeitsweise angepasst sind und insgesamt moderner wirken.

Weniger Schreibtische, mehr Freiraum für Mitarbeiter

Arbeiten deine Mitarbeiter zeitweise im Homeoffice, stehen im Büro Schreibtische leer. Die Anzahl der Tische kannst du demnach reduzieren und dein Team teilt sich die vorhandenen Arbeitsplätze.

Durch diesen Schritt werden Flächen frei, die du deinem Team für andere Zwecke zur Verfügung stellen kannst. Du kannst ruhige Zonen für konzentriertes Arbeiten einrichten oder Bereiche mit Rolltischen und beweglichen Trennwänden, die Arbeitsgruppen für ihre Projekte umgestalten können.

👉 Laut Fraunhofer IAO ist bis zu 30 % weniger Bürofläche für Schreibtische möglich, wenn Arbeitsplätze intelligent verteilt werden.

Du passt das Büro an das tatsächliche Verhalten an

Die Anwesenheit schwankt heute deutlich mehr als früher. In vielen Teams sind Mitarbeiter an zwei bis drei Tagen pro Woche im Büro und das verteilt auf unterschiedliche Wochentage. 

Wenn du Desk Sharing einführst, richtest du dein Büro an diesen echten Nutzungsmustern aus, statt an einer starren Vollbelegung. Das verhindert den Leerstand einzelner Plätze, ganzer Büros oder Sitzbereiche und sorgt dafür, dass du das Platzangebot und die Gestaltung besser planen kannst.

Der Austausch zwischen den Abteilungen verbessert sich

Wenn sich die Sitzplätze täglich neu verteilen, kommen Kollegen aus unterschiedlichen Teams miteinander ins Gespräch. Das verbessert den Austausch im Arbeitsalltag, gerade in Bereichen, wo Informationen nicht nur in Meetings weitergegeben werden, sondern auch zwischen Tür und Angel.

Über diese Gespräche erweitert sich der Blick jedes Einzelnen und das Verständnis für die Arbeit der anderen wächst.

Du kannst schneller auf Veränderungen reagieren

Wenn du neue Mitarbeiter einstellst oder die Teamstruktur sich ändert, muss nicht jedes Mal die gesamte Bürofläche angepasst werden und du bist nicht an eine starre Konfiguration gebunden. 

Bei Desk Sharing nutzt du die vorhandenen Arbeitsplätze so, dass auch bei Wachstum oder Umstrukturierung alles funktioniert. Neue Mitarbeiter fügen sich einfach in das laufende Geschehen ein. Für sie muss bei Arbeitsbeginn kein neuer Tisch samt Hardware eingerichtet werden.

Halte mit den Office Insights von PULT die Büroauslastung und Nutzung der Arbeitsplätze sowie Meetingräume im Blick. Mit den Zahlen vor Augen kannst du auf sich abzeichnende Änderungen reagieren.

Du reduzierst den Ressourcenverbrauch

Desk Sharing kann durch den reduzierten Platzbedarf maßgeblich dazu beitragen, dass du bei Wachstum deines Unternehmens nicht in ein größeres Objekt umziehen musst. Du bleibst in einer vergleichbar kleineren Fläche mit weniger Energiebedarf, weniger Reinigungsaufwand und weniger Ausstattung. 

Wenn gleichzeitig mehr Mitarbeiter remote oder hybrid arbeiten, sinkt auch der CO₂-Ausstoß durch tägliches Pendeln. Desk Sharing kann also helfen, betriebliche Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ohne dabei die Leistung einzuschränken.

Was sind Nachteile von Desk Sharing?

Desk Sharing führt zu Problemen, wenn mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze zur Verfügung stehen. Wenn es darüber hinaus keine verbindlichen Buchungsregeln gibt, führt das zu Missverständnissen. Zusätzlich steigen die Anforderungen an Reinigung und an die Abstimmung im Team.

Mangel an verfügbaren Arbeitsplätzen

Wenn mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze verfügbar sind, müssen Arbeitsplätze improvisiert werden oder einige Mitarbeiter müssen das Büro wieder verlassen und ins Homeoffice oder Coworking-Spaces ausweichen.

Diese Situation kannst du vollständig vermeiden, wenn du die Auslastung regelmäßig überprüfst und ein verlässliches Buchungssystem einführst. Zur Überprüfung kannst du die Desk Sharing Quote als Maßzahl dafür nutzen, in welchem Verhältnis die Anzahl deiner Mitarbeiter zur Zahl der aktuell bereitgestellten Arbeitsplätze steht.

Keine persönliche Gestaltung des Arbeitsplatzes

Beim Desk Sharing entfällt der festgelegte Arbeitsplatz mit den dauerhaft platzierten persönlichen Gegenständen und eigenen Ablagen. Auch der Monitor, die Tischhöhe und der Bürostuhl sind bei Arbeitsbeginn noch auf den vorherigen Nutzer eingestellt.

Biete deinen Angestellten die Möglichkeit, private Gegenstände, Arbeitsmittel und Unterlagen sicher zu verstauen. Dafür bieten sich Spinde oder abschließbare Rollcontainer an. So entsteht die Möglichkeit, weiterhin die eigene Lieblingstasse zu nutzen und Familienbilder täglich auf dem Schreibtisch zu platzieren.

Achte bei der Neuanschaffung der Büroausstattung darauf, dass sich Monitore, Stühle und Tische sehr leicht verstellen lassen. Höhenverstellbare Schreibtische gibt es mit Schnellwahltasten, über die verschiedene Höhen abgerufen werden können.

Höherer organisatorischer Aufwand

Desk Sharing funktioniert nur, wenn der Ablauf klar geregelt ist. Dazu gehören Buchungssysteme, definierbare Zonen und Informationen darüber, welche Arbeitsplätze wann zur Verfügung stehen. Auch der Umgang mit kurzfristigen Änderungen oder nicht erschienenen Kollegen muss definiert sein.

Je größer dein Team ist, desto wichtiger sind verbindliche Desk Sharing Regeln, zum Beispiel in Form einer internen Richtlinie oder Betriebsvereinbarung.

Anforderungen an Hygiene und Ausstattung steigen

Wenn täglich eine andere Person denselben Arbeitsplatz nutzt, muss das Reinigungsintervall angepasst werden. Oberflächen, Tastaturen, Mäuse und Stühle sind häufiger zu säubern als bei festen Plätzen.

Auch die technische Ausstattung muss für wechselnde Nutzer geeignet sein. Höhenverstellbare Stühle, gut positionierbare Monitore und einheitliche Anschlüsse (Dockingstationen) sind nötig, damit jeder Arbeitsplatz sofort einsatzbereit ist, unabhängig davon, wer ihn nutzt.

Unregelmäßiger persönlicher Kontakt

Bei wechselnden Arbeitsplätzen kann es schwerer sein, bestimmte Kollegen anzutreffen oder auf persönlichem Wege Absprachen zu treffen. Wer im Büro niemanden findet, mit dem er zusammenarbeiten wollte oder müsste, verliert Zeit oder verschiebt anstehende Aufgaben. Besonders neue Mitarbeiter oder standortübergreifende Teams benötigen klare Informationen darüber, wer wann im Büro ist.

In PULT sehen deine Mitarbeiter, wo andere Kollegen arbeiten. Das macht es ihnen leichter, sich nebeneinander zu setzen. Einzelne Bereiche kannst du auch für bestimmte Gruppen oder Abteilungen reservieren.

Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des Desk Sharing

Vorteile von Desk Sharing

  • Unbelegte Schreibtische werden eingespart, wenn Mitarbeiter auch im Homeoffice arbeiten.
  • Freigewordene Flächen lassen sich für Rückzugszonen oder Teambereiche umgestalten.
  • Die Bürobelegung passt sich im Laufe der Zeit dem tatsächlichen Verhalten der Teams an.
  • Teams durchmischen sich stärker; es entsteht mehr Austausch zwischen den Abteilungen.
  • Die Arbeitsplatzanzahl lässt sich bei Veränderungen skalieren, ohne zusätzliche Fläche.
  • Ressourcenverbrauch sinkt: Energie, Reinigung, Möblierung und Pendelverkehr.

Nachteile von Desk Sharing

  • Engpässe können entstehen, wenn keine Buchungssoftware verwendet wird und mehr Mitarbeiter gleichzeitig ins Büro kommen, als Plätze verfügbar sind.
  • Der Arbeitsplatz muss täglich auf die eigene Körpergröße eingestellt werden; für persönliche Gegenstände müssen Schließfächer angeschafft werden.
  • Der organisatorische Aufwand steigt: Buchung, Kommunikation und Auslastung müssen gesteuert werden.
  • Die Reinigung muss häufiger erfolgen, da Arbeitsplätze von unterschiedlichen Personen genutzt werden.
  • Spontane Abstimmungen beschränken sich auf digitale Wege, wenn nicht klar ist, wer wann im Büro ist.

Wann lohnt sich Desk Sharing?

Desk Sharing lohnt sich, wenn Mitarbeiter ohnehin hybrid arbeiten und keine spezialisierten Anforderungen an ihren Arbeitsplatz haben. Die tägliche Nutzung lässt sich dann mit weniger Schreibtischen organisieren, ohne dass die Produktivität darunter leidet.

Weniger oder nicht geeignet ist das Modell für Tätigkeiten, die eine feste und besondere Ausstattung erfordern oder vertrauliche Gespräche am Platz beinhalten. Auch in Teams mit hoher Büropräsenz stößt Desk Sharing an Grenzen.

Geeignet ist Desk Sharing, wenn …

  • Mitarbeiter regelmäßig hybrid arbeiten: Wer nur zwei oder drei Tage pro Woche im Büro ist, benötigt keinen festen Arbeitsplatz. In solchen Teams bleibt die Belegung im Durchschnitt planbar.
  • Arbeitsplätze standardisiert ausgestattet sind: Einheitliche Möbel, Monitore, Anschlüsse und technische Voraussetzungen sorgen dafür, dass jeder Arbeitsplatz für jeden direkt nutzbar ist, ohne Umrüsten oder technische Hürden.
  • Aufgaben ortsunabhängig erledigt werden können: Wer mit Laptop und Headset arbeitet und keine speziellen Geräte oder Unterlagen braucht, kann problemlos an wechselnden Plätzen arbeiten.
  • Kommunikation gut organisiert ist: Wenn im Team klar ist, wer wann im Büro ist, funktionieren Abstimmungen auch ohne festen Sitznachbarn.

Nicht geeignet ist Desk Sharing, wenn …

  • Mitarbeiter besondere ergonomische oder medizinische Anforderungen haben. Wer auf spezielle Ausstattung angewiesen ist, etwa orthopädische Stühle oder individuelle Monitore für die Bildbearbeitung, sollte einen festen Platz behalten.
  • Arbeiten hauptsächlich vertraulich stattfinden: Personalgespräche oder andere sehr persönliche Gespräche; Umgang mit Daten, die unter Verschluss bleiben müssen.

Wie lässt sich Desk Sharing erfolgreich umsetzen?

Desk Sharing ist ein Werkzeug, um dein Büro an die tatsächliche Nutzung und das Arbeitsverhalten deines Teams anzupassen. Wenn Mitarbeiter regelmäßig hybrid arbeiten, kannst du durch geteilte Arbeitsplätze Flächen sparen und diese auf anderem Wege deinem Team zugutekommen lassen.

Wichtig ist, dass du die Einführung strukturiert angehst:

Du brauchst klar geregelte Buchungsvorgänge, eine standardisierte Ausstattung für jeden Arbeitsplatz und eine Software, die dir zeigt, wie stark dein Büro im Laufe der Zeit genutzt wird.

Mit der Desk Booking Software PULT bucht dein Team Arbeitsplätze, Räume und Zonen mit einem Klick. Deine Mitarbeiter sehen direkt, welche Plätze verfügbar sind, können nach Ausstattung filtern und sehen, wo die Teamkollegen bereits sitzen.

Parallel dazu kannst du in den Office Insights Nutzungsdaten des Büros auswerten und sehen, welche Räume und Zonen besonders beliebt sind und welche du streichen oder umrüsten kannst.

Tipp: Hier findest du Inspirationen zu modernen Bürokonzepten und Hilfen zum Workplace Management.

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