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Büro Einblicke

Großraumbüro: Vor- und Nachteile, Gestaltung und moderne Konzepte

Ein Großraumbüro ist ein offener Arbeitsraum, in dem viele Beschäftigte ohne trennende Wände zusammenarbeiten. Lärm, fehlende Rückzugsräume und ständige Unterbrechungen gelten als die größten Schwächen von Großraumbüros. Jedoch löst du mit Zonierung, durchdachtem Schallschutz und gekonnter Flächenplanung genau diese Probleme.

Großraumbüro: Das Wichtigste in Kürze

Ein Großraumbüro bezeichnet einen offenen Arbeitsbereich für mehrere Teams ohne feste Trennwände und zählt in hybrid arbeitenden Unternehmen zu den verbreitetsten Bürokonzepten.

Der größte Nachteil von Großraumbüros ist der Geräuschpegel: Lärm und akustische Ablenkung gehören zu den am häufigsten genannten Ursachen für Konzentrationsverlust und sinkende Produktivität in offenen Büros.

Zonierung, Akustik-Trennwände und schallabsorbierende Materialien lösen die Kernprobleme im Großraumbüro, weil sie Konzentrations-, Austausch- und Erholungsbereiche räumlich voneinander trennen.

PULT macht Großraumbüros planbar: Über Desk Booking und Office Insights zeigt die Software, welche Zonen tatsächlich genutzt werden, und liefert die Belegungsdaten für eine bedarfsgerechte Flächengestaltung.

Was ist ein Großraumbüro?

Ein Großraumbüro ist ein zusammenhängender Bürobereich, in dem mehr als zehn Beschäftigte auf einer offenen Fläche ohne raumhohe Wände arbeiten. Es unterscheidet sich vom Zellenbüro durch seine offene Struktur und von reinen Open-Space-Flächen durch klar definierte Funktionsbereiche.

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Wie unterscheidet sich ein Großraumbüro vom klassischen Büro?

Die Bürotypen lassen sich anhand ihrer Raumtrennung einordnen. Vom Zellenbüro mit Einzelräumen über das Kombibüro bis zum Großraumbüro nimmt die Offenheit der Fläche schrittweise zu.

Ein modernes Großraumbüro kombiniert offene Arbeitsplätze mit Activity Zones, also Bereichen, die jeweils für eine bestimmte Tätigkeit ausgelegt sind. Genau diese Zonierung trennt das durchdachte Konzept vom reinen Schreibtisch-Stellplatz.

Für hybrid arbeitende Teams ergibt der offene Grundriss besonderen Sinn. Wenn ein Teil deiner Belegschaft im Homeoffice arbeitet, lassen sich Flächen über geteilte Arbeitsplätze deutlich effizienter nutzen als mit fest zugeordneten Einzelbüros.

Welche Vor- und Nachteile haben Großraumbüros?

Großraumbüros bieten kurze Kommunikationswege und eine hohe Flächeneffizienz, bringen aber Lärm und fehlende Rückzugsräume als größte Schwächen mit. Das Verhältnis aus beidem entscheidet darüber, ob die Fläche produktiv oder belastend wirkt.

Welche Vorteile hat ein Großraumbüro?

Die Vorteile eines Großraumbüros liegen in der Zusammenarbeit und in den Kosten. Die Teams stimmen sich auf kurzem Weg ab, diese Abstimmungen laufen ohne Terminvereinbarung, und neue Mitarbeiter finden schneller Anschluss.

Hinzu kommt der finanzielle Hebel. Eine offene Fläche mit geteilten Arbeitsplätzen senkt die Bürokosten pro Kopf spürbar, gerade in Unternehmen mit hohem Homeoffice-Anteil.

Kurze Kommunikationswege: Teams stimmen sich ohne organisatorische Hürden ab.

Höhere Flächeneffizienz: Geteilte Arbeitsplätze senken die Kosten pro Mitarbeiter.

Bessere Offenheit und Sichtbarkeit: Wer anwesend ist und woran gearbeitet wird, ist direkt sichtbar.

Schnellere Einarbeitung: Neue Kollegen lernen Abläufe durch die Nähe zum Team.

Welche Nachteile hat ein Großraumbüro?

Die größte Schwäche von Großraumbüros ist der Geräuschpegel. Gespräche, Telefonate und Tastaturgeräusche überlagern sich, und genau diese akustische Ablenkung zählt zu den häufigsten Gründen, warum Konzentration im offenen Büro leidet.

Ein Forschungsteam der Bond University wies in einem kontrollierten Laborversuch nach, dass typischer Großraumbüro-Lärm die negative Stimmung um 25 % und die körperliche Stressreaktion um 34 % steigert, gemessen an Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit, nach gerade einmal acht Minuten Lärmexposition. Im realen Büroalltag, in dem Beschäftigte dem Geräuschpegel stundenlang ausgesetzt sind, fallen diese Effekte entsprechend stärker aus. (Sander et al., Journal of Management & Organization, 2021)

Offene Bürostrukturen senken zudem die persönliche Kommunikation erheblich. In zwei Feldstudien mit Fortune-500-Unternehmen sank das Volumen persönlicher Interaktion nach dem Umbau zum offenen Grundriss um rund 70 %, während E-Mail- und Sofortnachrichtenverkehr stark zunahmen. Wer ständig für alle sichtbar ist, zieht sich innerlich zurück und weicht auf digitale Kanäle aus. (Bernstein & Turban, Philosophical Transactions of the Royal Society B, Harvard Business School, 2018). Das Vorhandensein von Rückzugsorten ist also ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

Wie gestalte ich ein modernes Großraumbüro?

Ein produktives und mitarbeiterfreundlich gestaltetes Großraumbüro entsteht durch räumliche Zonierung nach Tätigkeit, wirksamen Schallschutz und eine Flächenplanung auf Basis echter Nutzungsdaten. Möbel und Regeln allein reichen jedoch nicht, wenn die Grundstruktur der Fläche nicht zu den Arbeitsweisen passt.

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Wie funktioniert Zonierung im Großraumbüro?

Eine Zonierung teilt die offene Fläche in Bereiche für unterschiedliche Tätigkeiten auf. Dieses Prinzip stammt aus dem Activity-Based-Working-Konzept, bei dem jeder Arbeitstyp seinen passenden Ort bekommt:

Ruhige Zonen für Konzentration und stille Alleinarbeit.

Offene Bereiche für Zusammenarbeit.

Veränderbare Projektbereiche für Teamarbeit und zeitlich abgesteckte Projekte.

Abgeschirmte Erholungszonen für Pausen und Ausgleich.

Auf diese Weise können Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz entsprechend ihrer derzeitigen Aufgabe wählen und finden dort die bestmöglichen Bedingungen vor.

Welche Art Schallschutz eignet sich für ein Großraumbüro?

Wirksamer Schallschutz im Großraumbüro entsteht durch absorbierende Materialien und physische Barrieren. Das Zusammenspiel aus Elementen an der Decke, auf dem Boden sowie Raumtrennern und großen Pflanzen senkt den Geräuschpegel.

Akustik-Stellwände zwischen den Arbeitsplätzen brechen den Schall direkt an der Quelle.

Große Pflanzen mit üppigem Blattwerk sind ebenfalls ein natürlicher Schallbrecher.

Polstermöbel sowie gepolsterte Raumtrenner absorbieren Schall.

Raumhohe Trennwände im Großraumbüro trennen Zonen akustisch und optisch voneinander.

Akustikpaneele an Decke und Wänden, schallabsorbierende Auslegware und Teppiche sowie abgeschlossene Telefonkabinen für Videocalls reduzieren die Lärmbelastung deutlich.

Wo dann die Akustik trotz dieser Maßnahmen hoch bleibt, liegt die Ursache meist in der Flächennutzung selbst.

Wie hilft Desk Booking bei der Flächenoptimierung im Großraumbüro?

Desk Booking liefert die Daten, mit denen sich ein Großraumbüro bedarfsgerecht planen lässt. Statt auf Annahmen zu setzen, zeigen Buchungs- und Belegungsdaten, welche Zonen regelmäßig ausgelastet sind und welche hingegen leer stehen.

Daraus ergeben sich konkrete Anpassungsmöglichkeiten, mit denen sich die Nutzung umverteilen und steuern lässt. Wenn beispielsweise der Bereich für stilles Arbeiten dauerhaft überbucht ist und Flächen für Zusammenarbeit leer bleiben, ist das ein messbares Signal zur Umgestaltung der Flächenaufteilung.

Die dafür nötigen Auslastungsdaten liefert PULT: Damit wertest du die Nutzung deiner Bürofläche aus, und Mitarbeiter buchen ihren Platz in der passenden Zone.

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So wird dein Großraumbüro zum produktiven Arbeitsort

Ein Großraumbüro wird produktiv durch eine Zonierung nach Tätigkeit, wirksamen Schallschutz und eine Flächenplanung auf Basis echter Nutzungsdaten. Die offene Fläche bleibt erhalten und die Schwächen verschwinden über die richtige Struktur.

Mit den PULT Office Insights siehst du, welche Zonen deiner Fläche wirklich genutzt werden, und planst Umbauten auf Basis echter Zahlen.

Deine Mitarbeiter buchen ihren Arbeitsplatz in der passenden Zone und sehen, wo bereits Kollegen sitzen.

Du steuerst Auslastung und Anwesenheit an einem Ort.

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Arbeitsplatzbuchung

Guide: Desk Sharing Regeln kennen und umsetzen

Um die Vorteile eines Desk Sharing Konzepts umzusetzen, braucht es Regeln: Für die Einführung des Desk Sharing im Unternehmen, für die technische Ausstattung und Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt für die tägliche Zusammenarbeit.

Desk Sharing: Regeln für die Einführung und die tägliche Zusammenarbeit

Das Wichtigste zu den Desk Sharing Regeln in Kürze:

  • Desk Sharing erfordert klare Regeln für das Verhalten, die Organisation und die Technik.
  • Die Akzeptanz der Desk Sharing Regeln und die Mitarbeit des Teams gelingen besser, je früher alle Kollegen einbezogen werden.
  • Die Desk Sharing Regeln sollten schriftlich festgehalten, kommuniziert und leicht zugänglich sein (z. B. im Intranet).
  • Mit PULT können Regeln für das Desk Sharing dank Buchungen der Schreibtische, automatischen Check-ins und die Analyse der Auslastung einfach umgesetzt werden.
  • Am besten wirken die Regeln durch eine offene Feedbackkultur und das Weiterentwickeln der Vorgaben.

Welche Arten von Regeln braucht es beim Desk Sharing?

Beim Desk Sharing weicht der feste Schreibtisch einem System, bei dem Mitarbeiter täglich selbst entscheiden und buchen, wo sie arbeiten. Das verlangt ein gewisses Maß an Abstimmung und Regeln. 

Desk Sharing betrifft verschiedene Ebenen im Arbeitsalltag und jede davon bringt eigene Anforderungen mit. Entsprechend unterscheiden sich auch die Arten von Regeln:

  • Verhaltensregeln (Etikette): Diese betreffen das unmittelbare Miteinander am Arbeitsplatz. Hier geht es um Respekt, Rücksichtnahme und ums Einhalten gemeinsamer Standards. Beispiele: keinen Müll und Essensreste hinterlassen, Lautstärke im Rahmen halten, persönliche Dinge am Tagesende wegräumen.
  • Organisatorische Regeln: Wer kann wann wo arbeiten? Wie wird gebucht? Gibt es Einschränkungen? Diese Fragen brauchen Strukturen in Form von Richtlinien und internen FAQs, oder die Antworten sollten im Buchungssystem selbst hinterlegt sein. Auch Zuständigkeiten wie für technische Probleme, fallen in diesen Bereich.
  • Technische Regeln: Geordnetes Desk Sharing läuft über Software: Buchungstools, Raumbelegungsanzeigen oder Kalenderintegration. Die Systeme selbst definieren Regeln dazu, wer Zugriff hat, wie weit im Voraus gebucht werden kann, ob ein Platz bei Nichterscheinen wieder freigegeben wird.
  • Formelle vs. informelle Regeln: Einige Regeln werden nicht schriftlich festgehalten und entstehen über die Zeit, als gelebte Kultur oder durch Gewohnheiten im Team. Andere wiederum sollten dokumentiert werden, um Verbindlichkeit zu schaffen und dem Wohlbefinden aller zugute zu kommen.

Die 9 wichtigsten Regeln für Desk Sharing

Die folgenden Regeln sind als Aushang für dein Büro geeignet. Sie legen das grundsätzliche Verhalten für die Nutzung der Arbeitsplätze fest.

1. Reservierung nur über das Buchungssystem
Das Reservieren der Schreibtische, Räume und Zonen erfolgt ausschließlich über unser Buchungssystem. Die Buchung ist im Voraus möglich und das sogar Tage und Wochen vorher. Das Blockieren von Plätzen mit Taschen oder Jacken ist nicht erwünscht.

Tipp: Hier findest du mehr zum Schreibtisch-Buchungssystem PULT.

2. Arbeitsplatz so verlassen, wie du ihn vorfinden möchtest
Räume deinen Platz nach dem Arbeiten leer. Es verbleibt nur die feste Ausstattung auf dem Tisch. Entferne Essensreste, wische den Schreibtisch bei Bedarf ab und achte darauf, dass der nächste ohne Aufwand starten kann.

3. Persönliche Gegenstände täglich mitnehmen
Lass keine privaten Dinge dauerhaft zurück. Auch dann nicht, wenn du denselben Platz für den nächsten Tag bereits gebucht hast. Nutze zur Aufbewahrung unsere Spinde und Schließfächer. Mehr dazu unter Clean Desk.

4. Nur besetzen, was du wirklich brauchst
Passe deine Buchung deiner Nutzung an und reserviere genau das, was du für deine Arbeit brauchst. Vermeide es jedoch, größere Tische oder Meetingräume allein zu nutzen. Andere könnten genau diese Flächen später brauchen. Nutze den Platz so effizient wie möglich.

5. Meetings nicht am Shared Desk führen
Telefonate, Videocalls und Besprechungen in Gruppen gehören, wenn möglich, in dafür vorgesehene Räume. Wenn du keine Ausweichmöglichkeit hast, nutze Kopfhörer bzw. halte dich kurz. Die offene Arbeitsfläche ist für konzentriertes Arbeiten gedacht.

6. Respektiere die Ruhe der anderen
Sprich nicht über mehrere Tische hinweg, vermeide laute Geräusche oder Dauertelefonate. Wenn du im Team etwas klären willst, wechsle den Ort oder sprich leise.

7. Hygiene geht alle an
Nutze unsere Hygiene-Stationen. Dort findest du Desinfektionsspray und Tücher. Wisch bei Bedarf den Tisch und die Armlehnen des Stuhls ab.

8. Bleib bei Krankheit zu Hause
Wenn du dich krank fühlst, arbeite im Homeoffice oder melde dich krank. Wir respektieren die Gesundheit der Kollegen und wollen Ansteckungen so weit wie möglich vermeiden

9. Regelverstöße fair ansprechen
Wenn dir auffällt, dass Kollegen die Regeln wiederholt ignorieren, sprich es an. Wenn das nicht möglich ist oder auf Ablehnung stößt, bring es ins Teammeeting mit, sprich uns an oder sende eine anonyme Nachricht an uns. 

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Kommunikation der Einführung von Desk Sharing

Noch bevor du Desk Sharing einführst, sollte deinem Team klar sein, warum das Konzept eingeführt wird und welche Vorteile sich davon versprochen werden. Kommuniziere offen und sachlich, um die Erwartungen zu steuern und aufkommenden Unsicherheiten immer sofort zu begegnen.

Beziehe dein Team sehr früh in die Regeln für das neue Arbeitsmodell ein. Nutze dafür Fragerunden und gib Feedbackmöglichkeiten. Du solltest signalisieren, dass du Bedenken und Vorbehalte jederzeit sowohl entgegennimmst als auch ernst nimmst.

Rahmenbedingungen schaffen

  • Wie viele Plätze stehen zur Verfügung?
  • Gibt es Einschränkungen, wie zum Beispiel feste Teamzonen?
  • Wird mit oder ohne Buchung gearbeitet?
  • Gibt es Sonderregelungen für bestimmte Rollen oder an bestimmten Tagen?

Dokumentiere diese Punkte und mache sie intern zugänglich. Das geht im Intranet, Onboarding-Bereich oder als Aushang im Büro.

Zuständigkeiten benennen

Bestimme, wer das Buchungssystem betreut und wer angesprochen werden kann, wenn Regeln nicht eingehalten werden. Bestimme ebenfalls, wer für die Einhaltung der Regeln verantwortlich ist und diese Einhaltung entsprechend regelmäßig überprüfen soll.

Unausgesprochene Desk Sharing Regeln: Die Etikette 

Die zwischenmenschliche Etikette ergänzt die formalen Regeln um das, was im Arbeitsalltag oft stillschweigend erwartet wird: Rücksicht, Aufmerksamkeit und ein Gespür für die Situation. Beim Desk Sharing ist das besonders wichtig, weil persönliche Routinen und Arbeitsweisen auf gemeinsam genutzten Flächen stattfinden. Kleine Spannungen können den Arbeitsfluss stören.

Etikette meint dabei höfliches, funktionales Verhalten im geteilten Raum. Also Verhalten, das dem Desk Sharing Konzept und der Arbeitsweise der Kollegen gerecht wird.

Fragen statt Interpretieren
Wenn du einen Platz nutzen willst, der möglicherweise schon belegt aussieht, etwa durch eine Jacke oder ein Notebook, sprich die Person an, statt einfach Dinge beiseite zu schieben. Gerade in offenen Arbeitsbereichen ist Kommunikation oft die bessere Lösung als Interpretation.

Tipp: In PULT sind der Reservierungsstatus und die Nutzung aller Arbeitsplätze sofort ersichtlich. Mit einem Blick auf den Büroplan ist sofort klar, welcher Platz tatsächlich belegt oder frei ist.

Revierverhalten vermeiden
Schreibtischunterlagen, Lampen oder persönliche Kaffeetassen wirken fast wie ein Revieranspruch. Wenn Desk Sharing bei euch wirklich konsequent gedacht ist, dann gilt: Alle halten sich an die ausgehängten Regeln und verstauen persönliche Gegenstände zum Arbeitsende im Schließfach.

Rücksicht mit der Lautstärke
Du kannst und sollst nicht alle Geräusche vermeiden, aber du kannst Rücksicht nehmen. Höre Musik und Sprachnachrichten nur über Kopfhörer. Beschränke die Länge von Telefonaten oder weiche für längere Unterhaltungen in andere Zonen aus.

Geräte und Technik nicht umkonfigurieren
Nach deiner Arbeit sollte der Platz wieder in einem neutralen Zustand sein. Das betrifft zum Beispiel die Position des Monitors und des Stuhls.

Duft- und Geräuschquellen reduzieren
Intensives Parfüm, lautes Kaugummikauen oder das Öffnen von sehr geruchsintensivem Essen kann andere stören. Viele sind aber zu höflich, um das anzusprechen. Geh daher selbst sensibel damit um.

Respektiere stille Signale
Wenn jemand mit Noise-Cancelling-Kopfhörern sitzt, den Bildschirm deutlich zur Seite neigt, eine Kapuze trägt oder sich anderweitig sichtlich abschottet, ist das ein stilles, aber klares Signal. Diese Kollegen solltest du nur mit Themen ansprechen, die nicht warten können.

Desk Sharing Regeln für die Buchungssoftware

Buchungssysteme für Desk Sharing geben Regeln vor, die zwar nicht immer separat dokumentiert werden, aber den Büroalltag direkt beeinflussen. Sie bestimmen, wann ein Arbeitsplatz reserviert werden kann, wie lange eine Buchung gültig ist, was bei Nichterscheinen passiert und wer welche Rechte im System hat.

Wenn diese Regeln für die Desk Sharing Software Konsequenzen für die Mitarbeiter oder die Zusammenarbeit haben, solltest du diese deinem Team offenlegen.

Buchungspflicht und Fristen
In manchen Buchungssystemen musst du deinen Platz im Voraus buchen, in anderen kannst du spontan einchecken. Wichtig ist, dass alle wissen, ab wann gebucht werden darf, wie weit im Voraus Reservierungen möglich sind und ob bestimmte Tage oder Zeiten gesperrt sind. Auch Stornierungsfristen spielen eine Rolle: Wer zu spät absagt, blockiert vielleicht einen Platz, den andere hätten nutzen können.

Tipp: In PULT kannst du deinen Arbeitsplatz im Voraus buchen oder erst beim Betreten des Büros einchecken. Mit PULT Presence geht das sogar vollkommen automatisch.

No-Show-Regeln
Die automatische Freigabe ist eine nützliche Funktion in der Software: Wenn jemand seinen gebuchten Platz nicht innerhalb eines festgelegten Zeitfensters einnimmt, wird der Platz wieder für alle Kollegen freigegeben.

Rechte und Rollen
In einer guten Buchungssoftware können die Buchungsrechte unterschiedlich verteilt werden. Manche Nutzer dürfen dann ausschließlich für sich selbst reservieren, andere, wie etwa Teamleitungen oder Assistenzrollen, können auch für Kollegen Plätze buchen. Arbeitsbereiche oder Zonen können auch bestimmten Gruppen vorbehalten werden. Diese Rollen- und Zugriffsstrukturen solltest du deinem Team offen mitteilen.

Integration in Kalender und Kommunikation
PULT ist mit Outlook, Google Calendar oder MS Teams verknüpfbar. Damit werden Desk-Buchungen direkt im Kalender angezeigt oder können über einen Klick angepasst werden.

Datenschutz und Tracking
Die Buchungssoftware PULT erlaubt Auswertungen der Büronutzung und Auslastung und zeigt dauerhaft ausgebuchte und sehr selten genutzte Arbeitsplätze. Aus diesen Daten darf sich jedoch kein Rückschluss auf das Buchungsverhalten und die Anwesenheit einzelner Mitarbeiter ziehen lassen, um DSGVO-konform zu bleiben.

Desk Sharing Regeln schriftlich festhalten: Vorlage für dein Unternehmen

Wenn du Desk Sharing in deinem Unternehmen einführst, solltest du die wichtigsten Regeln schriftlich festhalten. Das gibt deinem Team die nötige Orientierung und hilft dabei, das System im Alltag verlässlich zu nutzen.

Festgehalten werden sollten vor allem Regeln zur Buchung, Nutzung, Rücksichtnahme im Alltag, Technik, Check-ins und Ausnahmen, also alle Punkte, bei denen es im Arbeitsalltag zu Missverständnissen kommen kann. Je nach Organisation kannst du die Regeln als kurze Übersicht im Intranet, als Aushang oder als Teil einer internen Desk Sharing Policy gestalten.

Regelbereich: Inhalt

Buchung:
Arbeitsplätze müssen vorab über PULT gebucht werden. Kurzfristige Änderungen sind möglich, solange Plätze verfügbar sind.

Nutzung:
Arbeitsplätze sind nach der Nutzung vollständig zu räumen. Persönliche Gegenstände dürfen nicht dauerhaft zurückgelassen werden.

Verhalten:
Gespräche in normaler Lautstärke, keine Telefonate ohne Headset. Rücksicht auf konzentriert arbeitende Kollegen.

Technik:
Monitore, Dockingstationen und Zubehör dürfen mitgenutzt, aber nicht dauerhaft umgestellt werden.

Check-in:
Der Arbeitsplatz gilt als belegt, wenn der Check-in erfolgt ist. Nicht genutzte Reservierungen werden nach 20 Minuten freigegeben.

Abwesenheit:
Bei Krankheit, Urlaub oder Remote-Tagen sollte die Buchung rechtzeitig storniert werden.

Support:
Für technische Fragen oder Buchungsprobleme ist [Name oder Funktion] Ansprechpartner. Rückmeldungen zur Nutzung sind willkommen.

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Welche typischen Probleme lassen sich durch Desk Sharing Regeln beheben?

Klare Desk Sharing Regeln verhindern die typischen Probleme, die beim Desk Sharing immer wieder auftreten: blockierte Plätze, störende Unruhe an den Arbeitsplätzen oder Missverständnisse bei der Buchung.

Wenn du häufige Probleme früh erkennst und gezielt adressierst, schaffst du die Voraussetzungen dafür, dass Desk Sharing im Arbeitsalltag funktioniert. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Situationen besonders oft für Unzufriedenheit sorgen und wie du mit einfachen Regelungen gegensteuern kannst.

Problem 1: Plätze werden besetzt gehalten, ohne dass jemand da ist
Lösung 1: Führe verbindliche Buchungen mit klaren Check-in-Zeiten ein. Nutzt ihr ein System mit automatischer Freigabe bei Nichterscheinen (z. B. nach 20 Minuten), dann weise explizit darauf hin. So werden blockierte, aber unbelegte Plätze vermieden.

Problem 2: Persönliche Gegenstände bleiben dauerhaft am Arbeitsplatz
Lösung 2: Definiere, dass alle Arbeitsplätze am Ende des Tages geräumt werden müssen und stelle parallel dazu persönliche Aufbewahrungsmöglichkeiten zur Verfügung (Spinde, Boxen).

Problem 3: Unruhe durch Telefonate oder Gespräche
Lösung 3: Halte fest, dass Shared Desks vorrangig für ruhiges Arbeiten gedacht sind. Für längere Telefonate oder Abstimmungen sollten Rückzugsräume oder andere Zonen angeboten und genutzt werden.

Problem 4: Frust über nicht auffindbare Arbeitsplätze
Lösung 4: Kläre, wie viele Plätze verfügbar sind und wie gebucht werden kann. Nutze die Echtzeit-Anzeige in PULT und definiere Zuständigkeiten bei Fragen oder Problemen.

Problem 5: Ungleichbehandlung oder informelle Sonderregeln
Lösung 5: Sorge dafür, dass wirklich alle Regeln auch für alle gleich gelten, unabhängig von Position oder Teamzugehörigkeit. Wenn es Ausnahmen gibt, zum Beispiel für Grafiker oder Videocutter mit bestimmten Hardwareansprüchen, dann dokumentiere sie nachvollziehbar.

Wie setze ich die Desk Sharing Regeln durch?

Desk-Sharing-Regeln lassen sich am besten durch Vorleben, eine offene Kommunikation in beide Richtungen und nachvollziehbare Abläufe für das gesamte Team verankern. Wenn dein Team versteht, warum bestimmte Regeln gelten und diese im Alltag praktisch anwendbar sind, entsteht Verbindlichkeit ganz ohne ständige Überwachung.

  • Orientierung: Gib deinem Team die klare Orientierung dazu, was erwartet wird, welche Regeln gelten und welches Verhalten erwünscht ist.
  • Verstöße ansprechen: Sprich sofort an, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält. Bleibe direkt und sachlich. Erkläre das Verhalten und weise auf die geltenden Regeln hin.
  • Feedback und Weiterentwicklung: Die Regeln müssen zum gelebten Alltag passen. Hole daher regelmäßig Rückmeldungen aus dem Team ein und passe die Regeln dort an, wo sich etwas als unpraktisch oder missverständlich herausstellt.
  • Verantwortung verteilen: Wenn Desk Sharing in größeren Teams oder mehreren Standorten organisiert wird, benenne feste Ansprechpersonen. Diese können Fragen klären, auf Regelverstöße hinweisen oder Rückmeldungen sammeln.

Einhalten der Desk Sharing Regeln mit PULT

PULT ist eine Desk Booking Software, die dir direkt dabei hilft, deine Desk Sharing Regeln umzusetzen. Dein Team und du bucht über die Software eure Schreibtische, Meetingräume und Zonen. Parallel dazu verfügst du über diese Funktionen:

Buchungsrechte & Einschränkungen definieren
Mit PULT kannst du genau festlegen, wer was buchen darf: Du kannst bestimmte Schreibtische oder Bereiche wie zum Beispiel Teamzonen nur für bestimmte Nutzer oder Teams freigeben. Dies kann tageweise erfolgen und für durch dich festgelegte Abteilungen oder Rollen gelten.

Buchungsdauer & Vorausbuchung
PULT erlaubt, Buchungszeiträume im Vorfeld zu definieren, zum Beispiel wie weit im Voraus reserviert werden darf. Ebenso lassen sich Ressourcen (Plätze, Räume, Zonen) für einen Zeitraum sperren, zum Beispiel wenn eine Renovierung oder Reinigungsarbeiten anstehen.

Klare Regeln für das Team
Das Dashboard zeigt deinen Kollegen an, welche Regeln gelten: Wer buchen darf, welche Plätze gesperrt sind und nach welcher Zeit Freigaben erfolgen.

Automatischer Check-in & No‑Show‑Regel
Die automatische Check‑in-Funktion über dein bestehendes WLAN mittels PULT Presence sorgt dafür, dass gebuchte Plätze automatisch belegt oder nach definiertem Zeitraum wieder freigegeben werden, falls Nutzer nicht erscheinen.

Feedback & Nutzungsauswertung
Mit den PULT Office Insights kannst du die Nutzung deines Büros analysieren, sortiert nach Team, Bereich und Zeitfenster. Dort besteht auch die Möglichkeit, Feedback aus dem Team zu sammeln, um die Regelwirkung oder Zufriedenheit mit dem Desk-Sharing abzufragen.

Tipp: Hier findest du mehr zur Büroauswertung in PULT und hier zur Schreibtischbuchung.
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Workplace Management | Arbeitsplatzorganisation

Arbeitsplatzmanagement gestaltet Räume, Technik und Abläufe so, dass Mitarbeiter effizient arbeiten und motiviert bleiben. Das steigert Zufriedenheit, Produktivität und Zusammenarbeit.

Workplace Management verstehen und richtig umsetzen

Arbeitsplätze verändern sich durch neue Erwartungen an die Zusammenarbeit, Leistungsfähigkeit und die Arbeitskultur. Damit Büros, Räume und Strukturen diesen Anforderungen gerecht werden, braucht es ein durchdachtes Workplace Management. In diesem Artikel erfährst du, worauf es beim Workplace Management ankommt, welche Herausforderungen typischerweise auftreten und wie du passende Lösungen entwickeln kannst.

Was ist Workplace Management?

Das Workplace Management (auf Deutsch auch „Arbeitsplatzmanagement“) beschreibt das Konzept der Organisation und Gestaltung von Arbeitsplätzen, sodass Mitarbeiter zufrieden und effizient arbeiten können.

Das Workplace Management beschäftigt sich mit der Planung, Organisation und Optimierung von Arbeitsplätzen. Es geht dabei aber ebenso um die Abläufe auf täglicher Basis als auch um die Kommunikation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Wozu dient das Workplace Management?

Ein aktives Workplace Management dient dazu, Arbeitsplätze und Büros so zu gestalten und zu organisieren, dass die Mitarbeiter dort tatsächlich effizient, langfristig gesund und täglich motiviert arbeiten können. Es verfolgt somit das Ziel, die allgemeine Arbeitsqualität, Zusammenarbeit und Ressourcennutzung zu verbessern, und das sowohl auf individueller Ebene als auch im gesamten Unternehmen. Dabei werden Räume, Technik und Organisation systematisch aufeinander abgestimmt.

Wie verbessert Workplace Management die Produktivität?

Das Workplace Management soll Strukturen schaffen, die positiv auf den Arbeitsfluss einwirken:

  • klar geregelte Zuständigkeiten
  • gut abgestimmte Flächenplanung
  • eine funktionierende technische Infrastruktur

Dadurch sinken im Arbeitsalltag der Leerlauf, Doppelarbeit und Konzentrationsunterbrechungen.

Wie trägt Workplace Management zur Mitarbeiterzufriedenheit bei?

Ein gut organisiertes Arbeitsumfeld berücksichtigt menschliche Bedürfnisse wie Rückzugsräume, bequeme Möbel oder familientaugliche Arbeitsmodelle. Wer sich wohlfühlt, arbeitet insgesamt motivierter und bleibt dem Unternehmen eher treu. Workplace Management ermöglicht es, unterschiedliche Anforderungen, etwa aus verschiedenen Generationen oder Arbeitsstilen, unter einem Dach zu vereinen.

Welche Rolle spielt Workplace Management bei der Flächennutzung und Kostenkontrolle?

Durch die zielbewusste Planung, etwa bei der Nutzung von Desk Sharing oder der Umnutzung von Flächen, lässt sich der Platzbedarf anpassen, ohne Einbußen im Arbeitskomfort hinnehmen zu müssen. Besonders bei hybriden Arbeitsmodellen hilft Workplace Management dabei, Leerstände an den Arbeitsplätzen zu vermeiden und somit die vorhandenen Ressourcen effizient einzusetzen.

Was sind die Grundlagen eines funktionierenden Workplace Managements?

Ein funktionierendes Workplace Management basiert immer auf einem klaren Verständnis dafür, wie Menschen tatsächlich arbeiten und was sie dafür brauchen. Es geht darum, Räume, Abläufe und Ausstattung so zu organisieren, dass der Arbeitsalltag gut funktioniert. Dazu gehört auch, regelmäßig zu schauen, ob etwas angepasst werden muss, etwa weil sich das Team verändert oder neue Arbeitsformen dazukommen.

Warum ist eine klare Planung der Flächen und Arbeitsplätze so wichtig?

Eine gute Planung sorgt dafür, dass der vorhandene Platz sinnvoll genutzt wird und niemand suchen oder improvisieren muss. Es hilft auch, Tage mit hoher Auslastung vorherzusehen und diese Spitzenauslastung entweder zu senken oder gekonnt damit umzugehen.

Tipp: Viele Unternehmen setzen für die Büroauswertung PULT Office Insights ein. Darin siehst du die Büroauslastung über die Zeit und kannst somit das Platzangebot gekonnt steuern. So finden deine Angestellten auch zu Spitzenzeiten verlässlich einen freien Arbeitsplatz.

Welche Rolle spielt die technische Ausstattung im Workplace Management?

Die passende Technik und verlässliche Software sorgen dafür, dass dein Team reibungslos arbeiten und zusammenarbeiten kann. Zur Ausstattung gehören ein funktionierendes und stabiles WLAN, passende Software, Lade- und Präsentationsmöglichkeiten, aber auch Basics wie funktionierende Monitore und Headsets.

Wie setzt man Workplace Management richtig um?

Ein aktives Workplace Management wird vor allem dann gebraucht und eingesetzt, wenn ein Neubau des Arbeitsplatzes geplant oder durchgeführt ist, wenn eine bessere Raumnutzung gewünscht wird oder ein Wechsel ins hybride Arbeiten ansteht. Auch ohne diese Punkte sollte regelmäßig überprüft werden, wie man Arbeitsplätze weiter verbessern kann.

Vorgehen bei Neubau, Umzug oder kompletter Neuplanung

  • Bedarfsanalyse: Wer arbeitet wie und wo? Zeiten, Arbeitsorte, Tagesabläufe, Rolle im Team, genutzte Technik, Räume usw.
  • Personas oder Nutzungsszenarien erstellen: Typische Arbeitsweisen und -abläufe sichtbar machen und prüfen, ob sich alle Kollegen in diesen Personas wiederfinden.
  • Flächen- und Nutzungskonzepte entwerfen: Zonen (Ruhezone, Zone für Zusammenarbeit, Pausenbereiche, …), Raumtypen, Belegung und Freigabe für einzelne Mitarbeiter oder bestimmte Teams.

Tipp: In PULT kannst du Meetingräume, Arbeitsplätze oder Zonen für bestimmte Mitarbeiter und Teams freigeben oder sperren. So kannst du die Nutzung gezielt steuern und denjenigen Kollegen die Nutzung ermöglichen, die sie wirklich brauchen.

Vorgehen bei der Optimierung bestehender Bürostrukturen

  • Ist-Zustand erfassen: z. B. mit Belegungsdaten, Nutzungsbeobachtungen oder kurzen Interviews
  • Schmerzpunkte identifizieren: Wo bleiben Arbeitsabläufe häufig stecken? Welche Räume fehlen oder sind ungenügend ausgestattet? Fehlt bestimmte Technik?
  • Ergebnisse kommunizieren: Was hat die Auswertung ergeben? Welche Schritte sind nun geplant? Welche Rückmeldung gibt es zu dieser Planung?
  • Gezielt Maßnahmen umsetzen: Umnutzung von Räumen, bessere Ausstattung, klare Nutzungsregeln, Buchungsmöglichkeiten bieten.

Vorgehen bei der Einführung oder Weiterentwicklung hybrider Arbeitsmodelle (Home Office, mobiles Arbeiten)

  • Arbeitsmuster analysieren: Wann sind wie viele Kollegen im Büro?
  • Rückschlüsse ziehen: Wie viele Arbeitsplätze werden tatsächlich gebraucht?
  • Zonen- und Buchungskonzepte entwickeln: Desk Sharing, Bereiche für stilles und konzentriertes Arbeiten, Zonen für die Zusammenarbeit, Pausenbereiche, Meetingräume, Gästebereiche.
  • Technische Grundlagen schaffen: Flächendeckendes WLAN, gleich ausgestattete Arbeitsplätze mit Monitoren und Dockingstationen, Zugriff auf Systeme auch von zu Hause aus, persönliche Geräte wie Maus, Tastatur und Headset.

Welche Probleme entstehen, wenn kein gutes oder aktives Workplace Management besteht?

Wenn sich niemand wirklich um die Gestaltung und Organisation der Arbeitsplätze kümmert, läuft im Alltag vieles nicht so, wie es wünschenswert wäre: Mitunter wissen Mitarbeiter nicht, wo sie arbeiten sollen (trifft auf unorganisierte Sharing-Modelle zu), es fehlen passende Räume, und technische Ausstattung ist nicht immer da, wo sie gebraucht wird. Das sind Betriebsbremsen und auf Dauer leidet darunter die Stimmung im Team sowie die Qualität der Arbeit.

Wie wirkt sich fehlendes Arbeitsplatzmanagement auf die Zusammenarbeit aus?

Ohne ein funktionierendes Arbeitsplatzmanagement wissen Kollegen nicht immer voneinander, wer wo arbeitet und wie bestimmte Prozesse ablaufen bzw. welchen Stand sie aktuell haben. Das erschwert die Abstimmung im Team und die Meetings dauern durch viele Rückfragen und Details länger.

Was bedeutet mangelndes Workplace Management für das Wohlbefinden der Mitarbeiter?

Ungeeignete Möbel, permanent schlechte Luft oder fehlende Rückzugsräume sowie Konzentrationszonen können zu körperlichen Beschwerden, Stress und Konzentrationsproblemen führen. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse ignoriert werden, sinkt nachvollziehbar die Motivation. Eine schlechte Arbeitsplatzgestaltung wirkt sich direkt auf die Stimmung und das Engagement aus.

Welche wirtschaftlichen Nachteile entstehen für Unternehmen ohne aktives Workplace Management?

Spürbar unorganisierte Unternehmen kämpfen mit einer unwirtschaftlichen Raumnutzung, hoher Fluktuation oder steigenden Krankheitsquoten. Parallel dazu kann ein auf diese Weise unattraktiver Arbeitsplatz die Arbeitgebermarke schwächen, denn gut qualifizierte Fachkräfte entscheiden sich im Zweifel für moderne und besser organisierte Unternehmen. Fehlende Planung macht Unternehmen auch weniger anpassungsfähig, etwa bei Wachstum oder Krisen.

Wie beziehe ich meine Mitarbeiter in das Workplace Management ein?

Am besten, indem du sie regelmäßig einlädst, ihre Erfahrungen und Ideen einzubringen. Menschen wissen selbst am besten, was im Arbeitsalltag gut läuft und wo es hakt. Wenn sie merken, dass ihre Rückmeldungen ernst genommen werden, steigt die Identifikation mit dem Unternehmen und schrittweise die Qualität des Arbeitsplatzes.

Welche Formate eignen sich für den Austausch mit den Mitarbeitern?

Das können einfache Dinge sein wie kurze Umfragen, Feedback-Runden nach Teamsitzungen oder gezielte Workshops zu bestimmten Themen, etwa zur Gestaltung neuer Räume. Viele gut aufgestellte Unternehmen nutzen auch Software, mittels der Mitarbeiter Vorschläge einreichen oder Änderungen bewerten können.

Tipp: Nutze das Tool Personal Insights in PULT, um mittels schneller Umfragen aussagekräftiges Feedback zum Wohlbefinden und den Wünschen deiner Mitarbeiter zu erhalten.

Wie gehe ich mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen im Team um?

Die Arbeitsstile und Erwartungen der einzelnen Mitarbeiter können stark auseinandergehen, etwa zwischen introvertierten Einzelarbeitern und stark kommunikativen Extrovertierten, oder zwischen Kollegen, die das Home Office bevorzugen und denen, die lieber vor Ort sind. Deshalb lohnt es sich, bewusst verschiedene Perspektiven einzuholen und zu schauen, wo Kompromisse möglich sind.

Was braucht es, damit Mitarbeiter sich wirklich einbringen wollen?

Feedback darf nicht nur gesammelt, sondern auch sichtbar umgesetzt werden. Wer Ideen teilt, möchte später auch sehen, dass daraus etwas entstanden ist oder die Idee zumindest wahrgenommen und erwogen wurde. Kommuniziere daher: Welche Wünsche und Ideen sind eingegangen? Was wird geändert? Was ist (noch) nicht machbar und warum? Wenn dieser Rückkanal funktioniert, steigt die Bereitschaft, sich beim nächsten Mal ebenfalls wieder zu beteiligen.

Was sind die Vorteile, die Mitarbeiter ins Workplace Management einzubeziehen?

Wenn Mitarbeiter mitreden können, entsteht ein besserer Arbeitsplatz und es erwächst ein Gefühl von Mitgestaltung und Verantwortung. Menschen fühlen sich ernst genommen und bringen sich aktiver ein. Das wirkt sich positiv auf die Qualität von Lösungen und Miteinander im Team aus.

Wenn deine Mitarbeiter merken, dass ihre eigene Meinung zählt, identifizieren sie sich stärker mit dem Arbeitsplatz. Das hilft dir dabei, gute Leute im Unternehmen zu halten.

Welche Vorteile bringt das für die Qualität der Arbeitsplatzgestaltung?

Mitarbeiter erleben den Arbeitsplatz täglich und sehr nah. Sie sehen Details, die Führungskräfte oder externe Planer übersehen. Ihre Rückmeldungen führen zu praxisnahen und realistischen Lösungen. Auf diese Weise entstehen Arbeitsplätze und Büros, die wirklich zum Team und eurer Arbeitsweise passen.

Software für das Workplace Management

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Hybrides Arbeiten

Das ist mobiles Arbeiten | Für Unternehmen

Mobiles Arbeiten bietet Flexibilität und steigert Produktivität sowie Work Life Balance. Teams können mit der passenden Ausstattung zuhause, im Café oder im Ausland arbeiten.

Mobiles Arbeiten: Definition, Unterschiede zum Home Office und Rechtliches

58 % aller deutschen Firmen erlauben inzwischen mobiles Arbeiten, sei es aus dem Büro, im Home Office, unterwegs oder sogar im Ausland. In diesem Artikel erfährst du, wie mobiles Arbeiten heute rechtlich, technisch und praktisch funktioniert.

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Was ist mobiles Arbeiten?

Unter mobilem Arbeiten versteht man die Möglichkeit, Arbeitsleistungen ortsunabhängig zu erbringen, meist mithilfe von Laptop, Smartphone und Internetverbindung. Das mobile Arbeiten kann die Anwesenheit im Unternehmen ganz oder teilweise ersetzen.

Im Gegensatz zur klassischen Büroarbeit gibt es nicht zwingend einen festen Arbeitsplatz in der Firma. Oft teilen sich bei Hybridmodellen mehrere Mitarbeiter zeitversetzt einen Schreibtisch im Büro, da sie ansonsten mobil von außerhalb arbeiten.

Tipp: Hier erfährst du, wie das Teilen von Arbeitsplätzen mit Desk Sharing funktioniert.

Beim mobilen Arbeiten ist in der Regel kein bestimmter Arbeitsort vorgeschrieben. Vorausgesetzt wird nur, dass die Verbindung zum Betrieb besteht, die Erreichbarkeit sichergestellt ist und die übertragenen Aufgaben erledigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Home Office und mobilem Arbeiten?

Vom Begriff Home Office wird mobiles Arbeiten insofern abgegrenzt, als Home Office allgemein das Arbeiten von zu Hause meint. Tatsächlich handelt es sich beim Home Office um einen Spezialfall der Telearbeit.

Telearbeit ist in Deutschland formal definiert (§ 2 Abs. 7 Arbeitsstättenverordnung) als ein fest vom Arbeitgeber eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich des Beschäftigten. Dafür wird ein fester Arbeitsort (meist das eigene Zuhause) vertraglich vereinbart und vom Arbeitgeber mit Büromöbeln und Technik ausgestattet.

Telearbeit/Home Office unterliegt den strengen Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung und des Arbeitsschutzes, zum Beispiel müssen ergonomische Möbel gestellt und eine Gefährdungsbeurteilung des heimischen Arbeitsplatzes durchgeführt werden.

Mobiles Arbeiten hingegen ist nicht durch die ArbStättV geregelt. Es findet überwiegend außerhalb fester Arbeitsräume statt, an wechselnden Orten, und es gibt keine gesetzliche Definition dafür.

Kurz gesagt: Home Office (Telearbeit) bedeutet Arbeiten an einem klar definierten Ort (dem häuslichen Büro) mit entsprechender Ausstattung durch den Arbeitgeber, wohingegen mobiles Arbeiten die freie Ortswahl bietet. 

Wichtig: Auch wenn beim mobilen Arbeiten keine festen Bürovorschriften für den Arbeitsplatz gelten, bleiben die allgemeinen Arbeitsgesetze voll anwendbar. Dazu zählen etwa das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) mit Höchstarbeitszeit, Ruhepausen und dem Verbot der Sonntagsarbeit. Ebenso gilt das Arbeitsschutzgesetz, d.h. der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht und muss auch bei mobiler Arbeit die Gesundheit seiner Beschäftigten schützen.

Welche gesetzlichen Regelungen gelten für mobiles Arbeiten?

Einen gesetzlichen Anspruch auf mobiles Arbeiten (oder Home Office) gibt es in Deutschland derzeit nicht. Das heißt, Arbeitnehmer können zwar den Wunsch äußern, von zu Hause oder von anderen Orten zu arbeiten, aber der Arbeitgeber entscheidet freiwillig, ob er dies ermöglicht.

Der Arbeitgeber darf einen Antrag auf mobile Arbeit auch ohne Begründung formlos ablehnen. In der Praxis ermöglichen jedoch viele Unternehmen Home Office-Regelungen sowie die mobile Arbeit, um attraktiver für Fachkräfte zu sein und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern. 

Mobiles Arbeiten im Koalitionsvertrag

Im Koalitionsvertrag der letzten Bundesregierung (20. Legislaturperiode, 2021–2025) wurde vereinbart, einen „Erörterungsanspruch“ für mobiles Arbeiten einzuführen. Demnach sollten Beschäftigte in geeigneten Tätigkeiten einen Anspruch auf Verhandlung über Home Office/mobiles Arbeiten erhalten.

Der Arbeitgeber dürfte einen Wunsch dann nur ablehnen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen und willkürliche Ablehnungen wären unzulässig. Ein konkretes Gesetz hierzu gibt es Stand Juli 2025 allerdings noch immer nicht.

Daher gilt weiterhin: Was nicht durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag geregelt ist, bleibt Verhandlungssache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Weder Arbeitgeber müssen ihren Leuten Home Office gewähren, noch können Arbeitnehmer einseitig darauf bestehen. Umgekehrt gilt aber auch: Ohne entsprechende Vereinbarung kann ein Arbeitgeber seine Beschäftigten nicht einfach zum Home Office zwingen. Beide Seiten müssen zustimmen.

Welche Arbeitszeiten gelten für mobiles Arbeiten?

Bei mobiler Arbeit müssen die gesetzlichen Arbeitszeiten eingehalten werden. Es gilt:

  • Maximal 8 Stunden pro Werktag (in Ausnahmefällen bis zu 10 Stunden)
  • Mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen
  • Überstunden und Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind nur in engen Grenzen erlaubt
  • Eine ständige Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit darf der Arbeitgeber nicht verlangen

Praktisch stellt insbesondere die Zeiterfassung eine Herausforderung dar: Arbeitgeber sind verpflichtet, ein verlässliches System zur Arbeitszeiterfassung bereitzustellen, das auch bei mobiler Arbeit funktioniert. In der Regel kommen hier eine Zeiterfassungssoftware oder Vertrauensarbeitszeit mit eigenständiger Erfassung zum Einsatz. Wichtig ist, dass Überstunden und Pausen nachvollziehbar dokumentiert werden, auch aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Unfall- und Versicherungsschutz beim mobilen Arbeiten

Seit dem Betriebsrätemodernisierungsgesetz 2021 gilt ein erweiterter Unfallversicherungsschutz für mobiles Arbeiten und Home Office. Arbeitsunfälle im Home Office oder auf dem Weg im Rahmen der mobilen Arbeit sind nun grundsätzlich genauso versichert wie im Betrieb.

Das bedeutet: Verletzt sich jemand während der Arbeit zu Hause oder auf dem direkten Weg zum Kindergarten, um sein Kind vor Arbeitsbeginn abzugeben, greift die gesetzliche Unfallversicherung genauso, als wäre die Person im Büro.

Nicht versichert sind allerdings rein private Tätigkeiten während der Arbeitszeit (z.B. ein Unfall beim Putzen in der Arbeitspause). Insgesamt wurde durch die Neuregelung die Absicherung für Home Office deutlich verbessert.

Arbeitsschutz beim mobilen Arbeiten

Die Arbeitsschutzregeln gelten auch zu Hause und an weiteren Arbeitsorten. Zwar findet die Arbeitsstättenverordnung bei mobiler Arbeit keine Anwendung, jedoch muss der Arbeitgeber Gefährdungen beurteilen und seine Mitarbeiter auch im Home Office über ergonomisches und gesundes Arbeiten unterweisen.

Tatsächlich wird dies oft per Fragebogen und Selbstverpflichtung der Mitarbeiter gelöst, da Arbeitgeber nicht ohne Weiteres private Wohnungen inspizieren dürfen und das auch nicht praxistauglich wäre.

Wer ist für den Datenschutz beim mobilen Arbeiten verantwortlich?

Bei mobiler Arbeit bleiben Arbeitgeber für den Datenschutz und die IT-Sicherheit verantwortlich. Firmen müssen also dafür sorgen, dass bei mobiler Arbeit keine unbefugten Dritten auf Unternehmensdaten zugreifen können.

Das erfolgt durch sichere Passwörter, verschlüsselte Verbindungen (VPN) und Geräte mit Fingerabdrucksensor oder Gesichtserkennung. Die Mitarbeiter müssen entsprechend geschult sein, denn die tägliche Verantwortung für die Einhaltung des Datenschutzes liegt bei den Angestellten.

Was gilt für mobiles Arbeiten im öffentlichen Dienst?

Im öffentlichen Dienst gibt es spezielle Regelungen zugunsten mobiler Arbeit. Nach § 16 Abs. 1 Satz 2 des Bundesgleichstellungsgesetzes (BGleiG) müssen Dienststellen Beschäftigten mit Familien- oder Pflegeaufgaben mobiles Arbeiten ermöglichen, soweit dienstlich möglich.

Das heißt, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, die etwa Kinder betreuen oder Angehörige pflegen, haben einen bevorzugten Anspruch auf Home Office/mobiles Arbeiten, sofern keine zwingenden dienstlichen Gründe dagegen sprechen. 

Allgemein holen viele Behörden das Thema nach: Zahlreiche Dienstvereinbarungen in Bundes- und Landesbehörden regeln inzwischen Home Office-Möglichkeiten. Beispielsweise erlauben manche Ämter bis zu 4 Tage pro Woche mobiles Arbeiten, solange die Arbeitsabläufe es zulassen (hier gibt es Unterschiede je nach Behörde).

Welche Ausstattung braucht man für mobiles Arbeiten?

Grundvoraussetzung für mobiles Arbeiten ist ein funktionsfähiges mobiles Büro, das in der Regel aus Laptop/Computer, Internetzugang und Telefon (bzw. Smartphone) besteht. Zusätzlich kommen Headsets und ggf. ein tragbarer WLAN-Router zum Einsatz, je nachdem, von wo gearbeitet wird.

Wer stellt die Arbeitsmittel beim mobilen Arbeiten?

Arbeitgeber sind grundsätzlich dafür verantwortlich, die nötigen Arbeitsmittel bereitzustellen. In klassischen Home Office-Vereinbarungen statten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter daher mit einem Notebook, Bildschirm, Tastatur/Maus und teils auch Bürostuhl aus. Beim mobilen Arbeiten sollte der Arbeitgeber zumindest die IT-Geräte stellen oder finanzielle Zuschüsse leisten.

Einige Firmen setzen auf das Prinzip „Bring Your Own Device (BYOD)“, bei dem Beschäftigte ihre privaten Geräte nutzen. Hier ist jedoch ein angemessener Ausgleich (etwa Kostenerstattung) erforderlich, und es müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden (z.B. getrennte geschäftliche Profile auf dem privaten Gerät), damit Datenschutz und Unternehmensdaten geschützt bleiben.

Internetverbindung und Softwarezugang

Eine schnelle und stabile Internetverbindung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für mobiles Arbeiten, um Video-Calls und Cloud-Zugriffe auf Daten und Software zuverlässig handhaben zu können.

Viele Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter hier, indem sie etwa die Internetkosten anteilig übernehmen oder Firmen-Datenkarten bereitstellen. Rechtlich ist das nicht einheitlich geregelt, es empfiehlt sich, solche Fragen in einer Betriebs- oder Remotearbeit-Vereinbarung festzuhalten.

Softwareseitig sollten mobile Mitarbeiter Zugriff auf alle wichtigen Anwendungen haben. Cloud-Dienste und Software für die Kommunikation und Zusammenarbeit (z.B. Teams, Slack, VPN-Zugriff aufs Firmennetz) sind typische Werkzeuge, um von überall aus gemeinsam zu arbeiten.

Tipp: Damit die Rückkehrer aus dem mobilen Arbeiten im Büro verlässlich einen freien Schreibtisch vorfinden, sollten sie diesen zuvor in einer Software buchen.

Gilt die Home Office-Pauschale auch für mobiles Arbeiten?

Die Home Office-Pauschale gilt ausschließlich für Tage, an denen du überwiegend in deiner häuslichen Wohnung gearbeitet hast, also für echte Home‑Office‑Tage.

  • Seit dem Steuerjahr 2023 kannst du 6 € pro Tag, maximal 210 Tage im Jahr (max. 1.260 €), steuerlich geltend machen – wenn du überwiegend von zu Hause arbeitest. 
  • Die Pauschale gilt nur an Tagen, an denen die betriebliche Tätigkeit überwiegend im Home Office erfolgt ist, nicht, wenn du hauptsächlich mobil unterwegs bist. 
  • Das ist nicht absetzbar: Tage, an denen du unterwegs arbeitest (z. B. im Café, Kundenbesuche, mobile Arbeit ohne Home Office) zählen nicht zur Home Office-Pauschale und sind daher steuerlich nicht absetzbar.

Mobiles Arbeiten im Ausland und Workation

Ein Sonderfall des mobilen Arbeitens ist das Arbeiten aus dem Ausland, sei es für längere Zeit oder im Rahmen einer sogenannten Workation. Workation setzt sich aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) zusammen. Gemeint ist, dass Arbeitnehmer ihren Beruf zeitweise von einem Urlaubsort oder aus dem Ausland ausüben, ohne dabei Urlaubstage zu nehmen.

Beispiel für mobiles Arbeiten im Ausland:
Eine Angestellte verbringt ihren Urlaub zwei Wochen auf Mallorca und bleibt danach noch eine weitere Woche vor Ort, um von dort aus normal weiterzuarbeiten, bevor sie zurückkehrt. 

Wie viele Tage dürfen deutsche Arbeitnehmer maximal mobil im Ausland arbeiten?

Steuerlich gilt für mobiles Arbeiten im Ausland eine klar definierte Grenze: Wer sich mehr als 183 Tage innerhalb eines Zeitjahres in einem anderen Staat aufhält und dort arbeitet, kann nach dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen dort steuerpflichtig werden. Diese Grenze ist international anerkannt und stellt eine rechtlich verbindliche Schwelle dar.

Auch bei der Sozialversicherung ist Vorsicht geboten: Innerhalb der EU gilt die sogenannte A1-Bescheinigung. Sie stellt sicher, dass Arbeitnehmer bei einer befristeten Entsendung (maximal 24 Monate) weiterhin im deutschen Sozialversicherungssystem bleiben. Arbeitgeber müssen diese Bescheinigung beantragen und die Einhaltung sicherstellen.

Außerhalb der EU gelten zusätzlich nationale Regelungen: Hier können unter anderem Arbeitsvisa oder Aufenthaltstitel erforderlich sein, wenn Arbeitnehmer längerfristig vor Ort tätig sein wollen. Daher begrenzen viele Unternehmen Workation-Zeiträume auf maximal 30 bis 90 Tage pro Jahr, um steuerlichen, arbeitsrechtlichen und versicherungsrechtlichen Problemen weiträumig aus dem Weg zu gehen.

In welchen Branchen und Berufen kommt mobiles Arbeiten vor?

Mobiles Arbeiten ist vor allem in Berufen verbreitet, in denen die Arbeit wissensbasiert, digital oder ortsunabhängig organisiert werden kann. Typische Branchen für mobiles Arbeiten:

  • IT und Softwareentwicklung
  • Medien, Grafik und Design
  • Marketing und Kommunikation
  • Beratung und Consulting
  • Finanz- und Bankensektor
  • Administrative Bürotätigkeiten
  • Forschung und Bildung (z. B. E-Learning, Hochschulen)
  • Kundenservice (z. B. via Chat, E-Mail, Telefon)
  • Vertrieb und Außendienst

In diesen Bereichen ist oft lediglich ein Computer mit Internetanschluss notwendig, weshalb der Arbeitsort zweitrangig ist.

Abschluss: Mobiles Arbeiten richtig nutzen

Mobiles Arbeiten hat sich von einer Ausnahmeregelung zum festen Bestandteil moderner Arbeit entwickelt. Für Arbeitnehmer bietet es enorme Vorteile: Sie können Arbeitszeit und -ort selbst wählen und einteilen, Berufs- und Privatleben besser vereinbaren und sparen Zeit sowie Kosten für den Arbeitsweg.

Vorteile sind die höhere Produktivität und Zufriedenheit, wenn Angestellte an selbst gewählten Orten und zu selbst gewählten Zeiten arbeiten können. Parallel dazu erfordert mobiles Arbeiten jedoch auch viel Selbstdisziplin und Abgrenzung, um nicht in Dauerarbeit abzugleiten oder sich zu Hause ablenken zu lassen.

Für Arbeitgeber ergeben sich ebenfalls Chancen: Motivierte, ausgeglichene Mitarbeiter, weniger Ausfall durch Pendelstress und Einsparungen bei Büroflächen. Unternehmen können zudem auf einen größeren Talentpool zugreifen, wenn sie ortsunabhängiges Arbeiten anbieten, insbesondere Fachkräfte aus weiter entfernten Regionen kommen so als Angestellte in Betracht.

Den Koordinationsaufwand für mobiles Arbeiten können sich Unternehmen inzwischen von Software erleichtern lassen. Hierüber wird sichtbar, welcher Kollege von wo arbeitet. Da mobiles Arbeiten und Home Office die Auslastung im Büro reduzieren, rücken auch die Zahlen der Büroauslastung in die Aufmerksamkeit: Wenn vermehrt von unterwegs aus gearbeitet wird, reichen dann deutlich weniger Schreibtische im Büro?

Mit PULT gewinnst du Einblicke in deine Büronutzung und das Teamverhalten. Die Software erfasst genau, wie stark das Büro genutzt wird und wie viele Arbeitsplätze du in Spitzenzeiten vorhalten musst. Deine Angestellten müssen sich dafür nicht einmal einloggen: Es reicht, wenn sich eines ihrer Geräte mit dem Unternehmens-WLAN verbindet. Mehr dazu erfährst du in PULT Presence.

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Büro Einblicke

Clean Desk: Ordnung, Datenschutz & Wohlbefinden

Ein aufgeräumter Schreibtisch sorgt für einen klareren Kopf, bessere Konzentration und sicherere Daten. Mit einfachen Routinen und cleverer Aufbewahrung steigern Sie die Produktivität und ermöglichen müheloses Desk-Sharing. Entdecken Sie die Vorteile in unserem Ratgeber!

Clean Desk im Büro: Definition, Vorteile und Umsetzung

Niemand setzt sich gern an einen Schreibtisch, auf dem noch die Kaffeeflecken des Vorgängers zu sehen sind. Und kein Kunde sollte während seines Besuches einen Ausdruck mit internen Zahlen auf einem Tisch liegen sehen. Beides lässt sich mit dem Clean Desk Prinzip vermeiden. In diesem Artikel erfährst du, was Clean Desk bedeutet, welche Vorteile es bietet und warum es Einzug in viele Unternehmen findet.

Was bedeutet das Clean Desk Prinzip?

Das Clean Desk Prinzip, auch oft als „White Desk Prinzip” bezeichnet, betont einen aufgeräumten, nahezu leeren Schreibtisch ohne unnötige Unterlagen oder persönliche Gegenstände.

Im Kern geht es darum, dass jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz am Ende des Tages leer, geordnet und somit sicher hinterlässt. Dieses Prinzip ist aus der japanischen 5S-Methode zur Arbeitsplatzorganisation entlehnt. Danach minimiert ein aufgeräumter Schreibtisch Ablenkungen und erleichtert somit die Konzentrationsfähigkeit. Gedeckt wird das Prinzip von Untersuchungen, die zeigen, dass eine ordentliche Umgebung tatsächlich positiv auf die Produktivität einwirkt.

Zudem spielt der Datenschutz bei Clean Desk eine wesentliche Rolle: Durch regelmäßiges Aufräumen bleiben vertrauliche Dokumente nicht offen liegen, was dazu beiträgt, die DSGVO-Vorgaben einzuhalten. Zwar ist das Clean Desk Prinzip selbst keine gesetzliche Vorschrift, doch wer diese Methode befolgt, kommt den Datenschutzanforderungen nach.

Clean Desk Policy: Richtlinie im Unternehmen

Eine Clean Desk Policy ist eine unternehmensinterne Richtlinie, die Mitarbeiter dazu verpflichtet, ihren Arbeitsplatz am Ende des Arbeitstages sauber, aufgeräumt und frei von vertraulichen Informationen zu hinterlassen. Die Policy schafft klare Regeln für Ordnung, Datenschutz und Sicherheit, was besonders relevant in offenen Bürokonzepten und beim Desk Sharing ist.

In sicherheitskritischen Branchen (etwa Banken, Versicherungen, Gesundheitswesen) ist die Umsetzung einer Clean Desk Policy häufig sogar vertraglich vorgeschrieben. Zwar verlangen weder die DSGVO noch andere Gesetze explizit eine Clean Desk Policy, doch unterstützt sie die Einhaltung von Datenschutzstandards und der ISO 27001 zur Informationssicherheit. Nicht zuletzt schärft eine solche Policy das Bewusstsein der Belegschaft für Sicherheit und Ordnung am Arbeitsplatz.

Was gehört in eine Clean Desk Policy?

Konkret schreibt die Clean Desk Policy vor, dass alle vertraulichen Papiere am Feierabend weggeschlossen, alle digitalen Geräte abgemeldet und alle persönlichen Gegenstände verstaut werden müssen. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Unbefugter Zugriff auf wichtige Unterlagen erhält. Eine gute Policy sollte folgende Punkte enthalten:

  • Ziel und Geltungsbereich: Für wen gelten die Regeln, in welchen Bereichen?
  • Aufbewahrungspflichten: Was muss täglich weggeschlossen werden (z. B. Akten, Notizen)?
  • Digitale Sicherheit: Geräte abmelden, Bildschirmsperren aktivieren.
  • Private Gegenstände: Persönliches ist nach Feierabend zu entfernen und sicher zu verstauen.
  • Hygiene und Sauberkeit: Freie und saubere Oberflächen.
  • Verantwortlichkeiten: Wer kontrolliert, wer unterstützt?
  • Umgang mit Verstößen: (Optional) Hinweise zu Konsequenzen bei wiederholter Missachtung.

Wie führt man eine Clean Desk Policy ein?

  • Mitarbeiter darauf vorbereiten: In Workshops und Feedbackrunden, sodass eine Mitwirkung möglich ist und die Regeln für alle klar sind.
  • Praxisnah formulieren: Klare Handlungsanweisungen in überschaubarer Anzahl. Die Policy sollte auf eine A4-Seite passen.
  • Kommunikation: Die Clean Desk Policy sollte mehrfach im Büro aushängen 
  • Sanft starten: Eine Übergangsphase mit freundlichen Erinnerungen ist besser als sofortige scharfe Kontrolle. Die Mitarbeiter brauchen Zeit, um die Anforderungen zu verinnerlichen.

Feierabend-Check: Der Clean Desk zum Ende des Arbeitstages

Um das Clean Desk Prinzip im Alltag umzusetzen, empfiehlt sich eine feste Aufräumroutine zum Feierabend. Folgende Schritte sollten Mitarbeiter vor Verlassen des Büros durchführen:

  1. Unterlagen sichern: Alle vertraulichen Dokumente vom Schreibtisch nehmen und in abschließbaren Schränken oder Schubladen verstauen. Nichts mit Personen- oder Kundendaten darf offen liegen bleiben.
  2. Rechner und Technik sperren: Am PC alle Anwendungen schließen und den Computer herunterfahren oder sperren, sodass ein Login nötig ist. Andernfalls Laptop abkoppeln und mitnehmen bzw. einschließen.
  3. Arbeitsutensilien verräumen: Büromaterial (Stifte, Notizbücher, Visitenkarten, USB-Sticks etc.) ordentlich weglegen, damit die Tischoberfläche frei ist. Nichts sollte mehr herumfliegen.
  4. Persönliche Gegenstände mitnehmen: Private Dinge wie Fotos, Notizen, Tassen oder Dekoration vom Arbeitsplatz entfernen. Persönliche Gegenstände gehören ins Schließfach oder werden mit nach Hause genommen.
  5. Sauberkeit herstellen: Teller und Kaffeetassen wegbringen. Gegebenenfalls die Tischoberfläche kurz abwischen, sodass keine Krümel oder Flecken zurückbleiben.
  6. Whiteboards und Tafeln leeren: Falls im Büro Whiteboards, Pinnwände oder Flipcharts genutzt wurden, darauf achten, dass keine Notizen darauf verbleiben.

Diese Schlussroutine sorgt dafür, dass jeder am nächsten Morgen einen ordentlichen Schreibtisch vorfindet. Einige Unternehmen arbeiten mit Checklisten oder Erinnerungen, um das abendliche Aufräumen zur Gewohnheit zu machen. Wichtig ist, dass die Routine von allen mitgetragen wird. Es helfen auch visuelle Erinnerungen (z. B. Hinweisposter), um das Bewusstsein für den Clean Desk zu schärfen.

Vorteile des Clean Desk Prinzips

Ein konsequent umgesetzter Clean Desk bietet sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern zahlreiche Vorteile:

  • Konzentrationsfähigkeit: Ein aufgeräumter Schreibtisch verringert visuelle Ablenkungen. Mitarbeiter können sich besser konzentrieren, da sie nur das Nötige vor sich haben. Wichtige Unterlagen sind sofort griffbereit, ohne erst unter Papierstapeln gesucht werden zu müssen.
  • Zeitersparnis durch Ordnung: Durch ein einheitliches Ablagesystem bzw. ein digitales Arbeiten gehört das zeitaufwändige Kramen nach Dokumenten der Vergangenheit an. Routineabläufe gehen schneller von der Hand, wenn der Arbeitsplatz standardisiert organisiert ist.
  • Selbstorganisation: Die Clean Desk Methode wirkt auf eine strukturierte Arbeitsweise hin. Mitarbeiter entwickeln Gewohnheiten für Ordnung und verbessern ihre Selbstorganisation.
  • Datenschutz, Sicherheit: Ein riesiger Vorteil ist die höhere Datensicherheit. Herumliegende Akten sind immer auch ein Sicherheitsrisiko. Werden sie jedoch konsequent weggeschlossen, sinkt die Gefahr von Datenschutzverstößen erheblich. Gerade in Großraumbüros mit Publikumsverkehr ist das wichtig.
  • Eindruck beim Kunden: Ein ordentlicher Arbeitsplatz strahlt Professionalität und Seriosität aus. Kein Kunde möchte wichtige Geschäfte in einem Büro mit Papierchaos abwickeln. Zudem hinterlässt ein stets sauberer Schalter oder Schreibtisch einen konsistent guten Eindruck, unabhängig davon, welcher Mitarbeiter gerade dort arbeitet.
  • Teamarbeit: Clean Desk schafft die Basis für Arbeitsmodelle, bei denen Mitarbeiter die verfügbaren Plätze abwechselnd benutzen, auch je nach tagesaktueller Tätigkeit (Desk Sharing). Wenn alle nach dem gleichen Ordnungssystem arbeiten, kann jeder Arbeitsplatz von verschiedenen Personen genutzt werden.

Nachteile und Herausforderungen von Clean Desk

Das Clean Desk Prinzip bringt viele Vorteile, gerade unter modernen Arbeitsmodellen wie Desk Sharing. Dennoch gibt es im Arbeitsalltag gelegentlich Bedenken. Die gute Nachricht: Für jedes dieser Themen gibt es pragmatische Lösungen.

Wunsch nach Individualität:
Ein leerer Schreibtisch bedeutet nicht, dass Persönliches keinen Platz hat. Schließfächer oder Rollcontainer ermöglichen es den Angestellten, Familienfotos, Notizen oder die Lieblingstasse sicher zu verstauen und somit weiterhin jederzeit griffbereit zu haben. Bei Arbeitsbeginn einige liebgewonnene Gegenstände auf dem Schreibtisch zu platzieren, ist schnell und einfach möglich.

Kreativität braucht Raum:
Gerade in kreativen Berufen darf es weiterhin Work-in-Progress-Zonen geben, mit Whiteboards, Ausdrucken, Bildmaterial, Materialmustern, Prototypen usw. Diese Zonen können dann nur für die beteiligten Mitarbeiter freigegeben werden. So bleiben spontan entstandene Ideen sichtbar, ohne das Prinzip von Ordnung aufzugeben oder den Datenschutz zu untergraben.

Aufwand im Alltag:
Mitunter wird durch Mitarbeiter der erhöhte Aufwand beklagt, den Schreibtisch täglich zu Arbeitsende in seinen Grundzustand versetzen zu müssen. Ein strukturierter Feierabend-Check dauert jedoch kaum einige Minuten. Mit festen Routinen und visuellem Reminder wird das tägliche Aufräumen bald zur Selbstverständlichkeit.

Sorgen um Kontrolle:
Clean Desk funktioniert nicht durch strenge Überwachung, sondern durch Vertrauen, gute Kommunikation und Vorleben durch Führungskräfte. Wenn das „Warum“ klar ist, entsteht Motivation von selbst.

Fazit: Clean Desk und die zugehörige Policy ist keine Einschränkung, sondern ein Gewinn, wenn beides durchdacht und menschlich umgesetzt wird.

Clean Desk Policy beim Desk Sharing

Das Arbeitsmodell vieler Angestellter setzt sich inzwischen aus Homeoffice- und Bürotagen zusammen, wodurch das Clean Desk Prinzip nochmals an Bedeutung gewinnt. Desk Sharing und Hot Desking, also das Teilen von Arbeitsplätzen, sind ohne Clean Desk kaum denkbar.

Bei diesen Sharingmodellen wird die Anzahl der verfügbaren Schreibtische reduziert, da die zuvor fest zugeordneten Schreibtische aufgrund des Homeoffice-Anteils nicht mehr ausgelastet wurden. Anhand der Anwesenheitszahlen wird die passende Anzahl Schreibtische gestellt und gemeinsam im Wechsel benutzt.

Wenn Mitarbeiter also täglich einen anderen Platz nutzen, muss jeder den Schreibtisch so hinterlassen, wie er ihn vorgefunden hat: sauber und frei von persönlichen Dingen, damit der Nächste ihn sofort nutzen kann. Das White Desk Prinzip ist eine der goldenen Regeln beim Desk Sharing.

Tipps für die Balance zwischen Ordnung und Wohlbefinden unter Clean Desk

Wie lässt sich das Clean Desk Prinzip umsetzen, ohne die Motivation der Mitarbeiter zu beeinträchtigen? Indem du persönliche Aufbewahrungslösungen bietest, Ordnung positiv kommunizierst, Mitarbeiter aktiv einbeziehst und klare, alltagstaugliche Standards setzt.

Persönlichen Stauraum bieten: Arbeitgeber solltest du Alternativen schaffen, damit Privates nicht verloren geht. Etabliert hat sich die Bereitstellung von Schließfächern oder mobilen Rollcontainern für jedes Teammitglied. Dort können persönliche Gegenstände, Unterlagen oder die liebste Kaffeetasse über Nacht sicher verwahrt werden.

Mitarbeiter einbinden: Die Einführung einer Clean Desk Policy sollte nicht top-down erfolgen. Besser ist es, die Belegschaft einzubeziehen, zum Beispiel durch Workshops oder Teamrunden, in denen die neuen Regeln besprochen werden. Mitarbeiter kennen ihren Arbeitsalltag am besten und können wertvolle Hinweise geben, wo das Konzept angepasst werden sollte.

Raum für kreatives Chaos lassen: Komplett sterile Schreibtische sind nicht in jedem Fall produktiv. Es kann hilfreich sein, Zonen oder Zeiten zu definieren, in denen kontrolliertes Chaos okay ist, etwa ein Whiteboard-Bereich, wo brainstormartige Notizen hängen dürfen, oder Projektinseln, die während intensiver Phasen „work in progress“ zeigen dürfen.

Möbel und Ausstattung für den Clean Desk

Die richtige Büroausstattung erleichtert dem Team das Einhalten der Clean Desk Policy erheblich. Folgende Möbel, Tools und Strukturen unterstützen das Prinzip:

  • Standardisierte Arbeitsplätze: Alle Arbeitsplätze gleich auszustatten, erleichtert das Desk Sharing und auch den Clean Desk. Wenn jeder Schreibtisch über die gleiche technische Infrastruktur verfügt (Monitore, Dockingstation, Licht, WLAN-Empfang), entstehen keine Lieblingsarbeitsplätze und die Bindung dazu. Einheitliche Ergonomie (höhenverstellbare Tische, verstellbare Stühle) stellt sicher, dass der Wechsel des Arbeitsplatzes wirklich reibungslos klappt.
  • Digitale Hilfsmittel: Der Umstieg auf papierloses Arbeiten unterstützt den Clean Desk enorm. Dokumenten-Management-Systeme und digitale Ablagen ersetzen die Stapel an Papier und Akten auf dem Tisch. Mitarbeiter sollten ermutigt werden, Informationen elektronisch zu speichern statt als Ausdruck. Auch Projektmanagement-Tools und To-Do-Apps helfen, Post-its und Notizzettel zu reduzieren. Gleichzeitig sollte genügend IT-Infrastruktur bereitstehen (z.B. zwei Monitore pro Arbeitsplatz), damit digitale Dokumente komfortabel genutzt werden können.
  • Hilfen für tägliche Ordnung: Beschriftete Ablagefächer, Briefablagen und Stiftehalter sorgen dafür, dass selbst bei Tagesgebrauch die Sachen ihren festen Platz haben. Kabelmanagement (Kabelkanäle, kabellose Geräte) hält das Erscheinungsbild aufgeräumt. Visuelle Reminder sind ebenfalls nützlich: Zum Beispiel können am Ausgang oder an der Bürotür Schilder hängen, die an „Clean Desk“ erinnern.
  • Reinigungs- und Sicherheitskonzept: Ein oft übersehener Aspekt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für ausreichende Reinigung und Hygiene zu sorgen. Eine professionelle Büroreinigung, die Tische regelmäßig wischt und desinfiziert, ergänzt die Bemühungen der Mitarbeiter. Saubere Arbeitsflächen laden eher dazu ein, sie ordentlich zu halten. Darüber hinaus sollte an Sicherheitsmaßnahmen gedacht werden: z.B. Schließsysteme für Rollcontainer, Zugangsberechtigungen für Schränke oder automatische Bildschirmsperren, die nach wenigen Minuten Inaktivität greifen.

Tipp: Eine alltagstaugliche Möglichkeit zum Reservieren der Arbeitsplätze sorgt dafür, dass das Miteinander geordnet und fair abläuft. Sobald die Mitarbeiter erkennen, dass sie mithilfe einer Buchungssoftware zuverlässig an die gewünschten Plätze kommen, entsteht weniger emotionale Bindung einem bestimmten Platz gegenüber.

In der Buchungssoftware PULT stehen deinen Teams alle Arbeitsplätze zur Verfügung und können verbindlich gebucht werden. Mit PULT stellt jeder Mitarbeiter sicher, nach der Fahrt zur Arbeit auch tatsächlich den gewünschten Platz frei vorzufinden. Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Schreibtischbuchung mit Lageplan, vom Smartphone, Laptop, PC
  • Filtern nach Ausstattung
  • Raumreservierung für Meetings, Workshops oder Fokusarbeit
  • Besuchermanagement inkl. Check-in und Anwesenheitsübersicht
  • Team-Find-Funktion, um zu sehen, wer wann im Büro ist
  • Auswertungen zur Nutzung von Flächen und Arbeitsplätzen
  • Zero-Klick Check-in per PULT Presence
  • Integration in bestehende Tools wie Microsoft Teams oder Slack

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